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Lokalsport

26. Mai 2016 | 18:27 Uhr

Vierte Runde der Segel-Bundesliga : Rang sechs in Kieler Flauten-Regatta

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Starke Vorstellung der Seglervereinigung Itzehoe

„Zum ersten Mal einstellig – wir fühlen uns heute wie Sieger“, war Christian Soyka nach der vierten Regatta der Segel-Bundesliga regelrecht begeistert. Mit dem sechsten Platz hatte das Team der Seglervereinigung Itzehoe der Flaute in der Kieler Binnenförde getrotzt. Von den eigentlich vorgesehenen 15 Wettfahrten konnten wegen der schwierigen Windverhältnisse nur sechs gestartet werden. In der Bundesliga-Tabelle verbesserten sich die Itzehoer vom neunten auf den achten Platz. „Wir sind jetzt alle total happy.“

Die Flauten-Regatta auf der Kieler Innenförde war der reinste Nervenkrimi. Erst langes Warten auf die Wettfahrten, dann den richtigen Wind erwischen – das bedeutete vollste Konzentration für alle Teams. SVI-Skipper Soyka war wie viele seiner Kollegen nicht gerade angetan von den Bedingungen mit zwei anstatt fünf Wettfahrten pro Tag. Man habe sich deshalb zwischendurch mit Volleyball abgelenkt, um aktiv zu bleiben und nicht in einen Schlafmodus zu verfallen. „Bei diesen Verhältnissen ist es wichtig, immer hellwach zu sein und beständig zu segeln“, erklärt Soyka.

Das ist ihm und seinen Mitstreitern Sören Petersen, Leon Stolp und Moritz Burmester sehr gut gelungen. Drei zweite Plätze waren der Grundstein für das hervorragende Endergebnis. Hinzu kam ein dritter und ein vierter Rang, die weitere Punkte auf das Konto spülten. Trotz aller Freude blieb Christian Soyka aber auch selbstkritisch, denn ein fünfter Platz in der dritten Wettfahrt am Sonnabend verhinderte wegen eines taktischen Fehlers ein noch besseres Abschneiden in Kiel. „Wir haben einen sicheren dritten Rang vergeigt und damit zwei Punkte verschenkt. Anstatt unseren Platz zu verteidigen, wollten wir noch mehr, haben den Blick nach hinten vergessen und wurden durch einen Winddreher auf der falschen Seite erwischt.“ Danach wieder Fahrt aufzunehmen, sei bei den vorherrschenden Bedingungen äußerst schwierig gewesen, zumal man eigentlich auch noch 20 kg zu viel an Bord gehabt hätte. Dies sei aber der einzige große Fehler gewesen. Das Team habe sich durch das viele Training deutlich verbessert. „Die Youngster werden immer stärker. Die Abläufe automatisieren sich, ohne dass viele Kommandos gegeben werden müssen.“ Das gebe ihm als Steuermann mehr Sicherheit, so Soyka.

Die vielen Unterbrechungen sorgten aber auch für zusätzliche Unterhaltung. Man habe sich über die vielen Fans gefreut, die zum Anfeuern nach Kiel gekommen seien. „Sie haben zwar nicht so viele Wettfahrten gesehen, wir haben aber die Zeit genutzt, um ihnen das Format Segel-Bundesliga in persönlichen Gesprächen näher zu bringen,“ erzählt der SVI-Skipper. Es blieb sogar Zeit für ein Gespräch mit dem Staatssekretär im Kieler Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Technologie Dr. Frank Nägele. Der passionierte Segler war zu den Teams aus Schleswig-Holstein ins Beiboot gestiegen und hatte allen viel Glück gewünscht. Die Rennen konnte Nägele dann aus seinem Bürofenster sehr gut verfolgen. Nägele sah den überraschenden Gesamtsieg des Bodensee Yachtclub Überlingen vor dem Bundesliga-Tabellenführer und Titelverteidiger Norddeutscher Regattaverein aus Hamburg. Dritter wurde der Lübecker Yachtclub, der sich nach dem sechsten Platz in Berlin mittlerweile vom letzten auf den elften Gesamtrang der Bundesliga vorgearbeitet hat. Ein gutes Beispiel dafür, wie eng das Leistungsvermögen der einzelnen Teams beieinander liegt. Deshalb weiß auch Christian Soyka, dass sich sein Team vor den abschließenden Regatten auf dem Bodensee und auf der Hamburger Außenalster nicht auf den Lorbeeren ausruhen darf. „Wir wollen unseren einstelligen Tabellenplatz behalten. Um das zu schaffen, müssen wir weiterhin stabil segeln.“

Die fünfte Bundesliga-Regatta startet bereits in zweieinhalb Wochen in Friedrichshafen. Dort ist wieder mit wenig Wind zu rechnen, weshalb es Veränderungen in der SVI-Besatzung geben dürfte, um das Boot leichter zu bekommen. Die abschließende Regatta auf der Hamburger Außenalster wird dann ab 31. Oktober auf der Außenalster gesegelt.

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erstellt am 09.Sep.2014 | 05:00 Uhr

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