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Lokalsport

03. Dezember 2016 | 05:44 Uhr

Reitturnier in Lohbarbek : Pferd geschont und doch erfolgreich

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Jandina Prigge gewinnt A**-Springen auf Checkpoint

Zwei Tage Reitsport in Lohbarbek. Veranstaltet hatte dort die Stallgemeinschaft vom Pferdehof Losse ein Turnier, auf dem sich sowohl Reitanfänger als auch Fortgeschrittene mit ihren Ponys beziehungsweise Pferden präsentierten.

Die wichtigste Springprüfung, ein Fehler-/Zeitspringen der Klasse A** gewann Jandina Prigge (18) auf der 14-jährigen Hannoveraner Stute Checkpoint mit null Fehlerpunkten. Fehlerfrei blieben auch Christina Wendt auf Bin Da, Annika Gloy auf Dalila, Anna Christine Kempermann auf Zoe Cara und Sophie Schippmann auf Cassina. Sie waren allerdings zum Teil deutlich langsamer als das Siegerpaar.

Nach der Prüfung betonte Jandina Prigge, dass sie von Anfang an vorgehabt hatte, schnell zu reiten – und dabei möglichst auch noch zu siegen. Bereits beim Abschreiten des Parcours vor dem Springen habe sie sich zusammen mit Trainer Andreas Werft genau überlegt, wie sie das am besten hinbekommen könne. Dass sie den schnellen Ritt wagen könnte, daran hatte sie keine Zweifel. „Mein Pferd ist immer zuverlässig und hat die Sicherheit für das Hauptspringen beim vorangegangenen Stilspringen bekommen.“ Auch bei der Qualifikationsprüfung für das A**-Springen blieben beide fehlerlos.

Mit ihrem Sieg in Lohbarbek knüpfte Jandina Prigge nahtlos an ihre Erfolge innerhalb der abgelaufenen Grünen Saison an. Bei allen Starts war sie auch platziert, davon zeugen 57 Schleifen. Ihr Ziel für 2017: „Ich möchte an M-Prüfungen teilnehmen.“

Zufrieden war auch Andreas Werft: „Bei einem Stilspringen platziert zu sein und anschließend das Fehler-/Zeitspringen zu gewinnen, passiert nicht oft.“ Wie er, so waren offenbar auch die Zuschauer begeistert vom Reitstil der Amazone aus Westerdeich, die viel Beifall bekam. Sie gehört dem von Andreas Werft geleiteten Fair Rider Team an. „Wir vermeiden, enormen Druck auf das Pferd auszuüben und verzichten im Reitunterricht auf Reitsporen und auch im Wettbewerb auf Sperrriemen, um die Sensibilität beim Pferd zu erhalten.“ Jandina Prigge habe die Philosophie hervorragend demonstriert. „Sie hat das Pferd geschont und war erfolgreich, hervorragend.“

Das jetzige Veranstaltungsformat solle beibehalten werden. „Um die Basis zu unterstützen und zu fördern müssen auch die schwächeren Leistungsklassen Startgelegenheiten bekommen“, stellte Maren Losse heraus, dass die Stallgemeinschaft Pferdehof Losse dem Nachwuchs auch im nächsten Jahr viel Platz einräumen wird.

Hinsichtlich des Niveaus bei den Dressurprüfungen äußerte sich die Sprecherin so: „Wir haben schöne Bilder gesehen, aber auch einige Reiter, die sich selbst überschätzt haben.“ Aber das sei kein Malheuer gewesen: „Irgendwann muss man anfangen, sich zu fordern und sich etwas zuzutrauen.“ Insofern sei ein Start für die eigene Entwicklung immer besser, als sich der Herausforderung nicht zu stellen. Dass das durchaus lohnend sein kann, beweist der Umgang mit den Teilnehmern am Springreiter-Wettbewerb: Zu jedem Ritt gab es von Leistungsrichterin Regina Elmenthaler einen Kommentar, so dass jedes Kind sofort wusste, was es gut gemacht hatte oder was es im Training noch verbessern kann. Darüber hinaus erhielten die Dressurteilnehmer schriftliche Protokolle, aus denen Stärken und Schwächen der Reiter hervorgingen.


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erstellt am 20.Okt.2016 | 05:00 Uhr

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