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Lokalsport

05. Dezember 2016 | 01:31 Uhr

Deutsche U18-Leichtathletik-Meisterschaften : Paulina Kayßer rennt auf Platz drei

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Läuferin des SC Itzehoe holt Bronze über 3000 Meter in Mönchengladbach

Starker Auftritt : Paulina Kayßer hat bei den Deutschen U18-Leichtathletik-Meisterschaften in Mönchengladbach am vergangenen Wochenende den dritten Platz über 3000m belegt. „Mein Ziel war eine Medaille und die habe ich jetzt“, freute sich die für den SC Itzehoe startende Wristerin. Trainer Andre Beltz, extra aus dem SCI-Zeltlager in Lenste nach Mönchengladbach angereist, machte aus seiner Begeisterung keinen Hehl: „Paulina ist ein tolles Rennen gelaufen. Das war richtig Spitze.“

Paulina Kayßer hatte sich für das Rennen einiges vorgenommen. Immerhin war sie im vergangenen Jahr bei den Nationalen U16-Titelkämpfen ganz vorn gelandet. Nun wollte sie es auch der älteren Konkurrenz zeigen, was ihr prächtig gelungen ist. Dabei kam das Tempo der Steinburgerin nicht gerade entgegen. „Es war ein langsames Rennen, das zwischendurch fast eingeschlafen ist“, schildert Kayßer den Verlauf. Eigentlich sei es geplant gewesen, das Tempo früher zu erhöhen, aber das habe sie sich schließlich doch nicht getraut. 600 Meter vor dem Ziel übernahm Kayser dann die Initiative, wurde aber von Lisa Vogelgesang (Hildesheim) und der späteren Siegerin Lisa Oed (Hanau) überholt. „Ich habe es da verpasst, mit ihnen mitzugehen, so dass eine Lücke entstand. Die konnte ich zwar wieder zulaufen, doch am Ende hatte ich im Finish dann keine Kraft mehr, um den beiden noch einmal zu folgen“, so Kayßer. Von hinten drohte allerdings keine Gefahr mehr. „In der letzten Kurve sind die anderen zwar noch etwas näher gekommen, am Ende hat Paulina aber den Abstand wieder vergrößert. Das hat sie hervorragend gemacht“, lobte Andre Beltz. „Bei dem langsamen Tempo war es klar, dass es für mich schwer werden würde, weil es mir noch etwas an Schnelligkeit fehlt. Den beiden Erstplatzierten kam das entgegen, weil sie ursprünglich von kürzeren Strecken kommen. „Ich war schon überrascht, dass es am Ende noch 10:08 Minuten geworden sind. Ich dachte, dass es eine langsamere Zeit wird, aber dann ist es die letzten anderhalb Runden doch noch einmal richtig schnell geworden“, sagt Paulina Kayßer, deren Bestzeit bei 9:54 Minuten liegt. So schnell waren die beiden vor ihr liegenden Läuferinnen noch nicht gelaufen. Diesmal konnten sie aber durch den langsamen Rennverlauf ihr schnelles Finish voll ausspielen und lagen vier bzw. fünf Sekunden vor der SCI-Athletin. Paulina Kayßer war deswegen nicht traurig. „Ich bin mit dem dritten Platz total zufrieden und glücklich“, strahlte sie. Und sie darf zurecht stolz auf ihre Leistung sein, denn die beiden vor ihr liegenden Läuferinnen sind immerhin ein Jahr älter. Außerdem lagen hinter ihr immerhin noch 23 deutsche Spitzenläuferinnen. Die zweite Athletin des Jahrgangs 2000 kam übrigens auf Platz fünf mit drei Sekunden Rückstand auf Kayßer ins Ziel, die nächste folgte vier weitere Sekunden später, was Paulinas Leitung noch einmal aufwertet. Die Bundestrainer haben sie jedenfalls nicht umsonst im D/C-Kader schon länger unter Beobachtung.

Nicht ganz so optimal lief es für den zweiten SCI-Starter über die 3000m in Mönchengladbach. Allerdings hatte Philip Krützelmann aufgrund von Achillessehnen-Beschwerden einen Trainingsrückstand, weshalb er mit Trainer Andre Beltz vorher lange überlegt hatten, ob überhaupt in Mönchengladbach gestartet werden soll. Am Ende entschlossen sich beide dafür, um wenigstens noch einmal einen Wettkampf bestreiten zu können. Zwischenzeitlich lief es sogar ganz gut für Krützelmann, doch am Ende fehlte verständlicherweise wegen der längeren Trainingspause die nötige Kraft. Unter den 18 Teilnehmern lief Krützelmann schließlich in 9:26 Minuten auf Rang 16.

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erstellt am 03.Aug.2016 | 05:00 Uhr

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