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Lokalsport

07. Dezember 2016 | 21:19 Uhr

Handball : MTV Herzhorn muss zittern

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Steinburger Oberliga-Männer verpassen beim 28:34 gegen Ellerbek Befreiungsschlag im Abstiegskampf.

Jetzt wird es doch noch mal eng: Nach der Heimniederlage gegen den Absteiger TSV Ellerbek mit 28:34 (13:17) müssen die Handballer des MTV Herzhorn wieder um den Verbleib in der Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein bangen. Der letzte Spieltag muss die Entscheidung bringen und die Ausgangslage ist eindeutig: Die Blau-Gelben müssen beim TuS Lübeck zumindest einen Punkt holen oder auf eine Niederlage des AMTV Hamburg bei der HG Hamburg-Barmbek hoffen.

Damit bringen sich die Handballer in eine Situation, die sie unbedingt vermeiden wollten und nach der es lange Zeit auch gar nicht aussah. Doch eine Saison, gespickt mit vielen verletzungs- und krankheitsbedingten Ausfällen setzt sie nun unter Druck und der erhoffte Sieg gegen Ellerbek blieb aus. Betreuer Holger Fehlau war voll des Lobes über die starken Gäste: „Es ist mir ein Rätsel, warum Ellerbek absteigt. Die Mannschaft ist richtig stark, hat einen wurfgewaltigen Rückraum und spielt toll mit dem Kreis zusammen.“

Für die Hausherren lief es in dieser Begegnung alles andere als rund. Erneut stand Trainer Manfred Kuhnke vor personellen Problemen: Lasse Janke fehlte wegen eines beruflichen Auslandsaufenthaltes, Jannes Timm, Sven Hesse und Sebastian Lipp waren verletzungsbedingt gar nicht, beziehungsweise nur bedingt einsatzfähig.

Hinzu kam, dass die eigene Abwehr nie die gewohnte Sicherheit fand und auch beide Keeper einen schwachen Tag erwischten. Dennoch blieb die Partie bis Mitte der Halbzeit ausgeglichen. Doch bereits in der 3. Minute wurde Birger Dittmer schwer gefoult. Bei einem erweiterten Gegenstoß erhielt er ein gegnerisches Knie in den Unterleib, was zwar mit einer Roten Karte geahndet wurde, doch Dittmer war danach erst wieder in der zweiten Halbzeit einsatzfähig und fehlte seiner Mannschaft. Bis zum 9:8 durch Lutz Wamser spielten die Blau-Gelben jedoch gut mit und erst danach schlichen sich immer mehr Fehler in ihr Spiel. Die Gäste drehten schnell das Spiel und führten in der 22. Minute mit 13:11. Diese Führung gaben sie nicht mehr her und setzten sich bis zur Pause bereits auf 17:13 ab.

Nach dem Seitenwechsel lief es dann im Angriff auf Seiten der Herzhorner überhaupt nicht mehr. Einziger Aktivposten war noch Theo Boltzen, doch er allein konnte den Rückstand nicht wettmachen. Nach einem Tor von Birger Dittmer zum 18:21 hoffte man noch mal auf die Wende, doch dies nur kurzzeitig. In der 40. Minute kam es zu der wohl vorentscheidenen Phase: In Überzahl (sechs gegen vier) hätte Jannes Timm per Strafwurf sein Team auf zwei Tore heranbringen können, doch er vergab und im Gegenzug fiel das 24:19. Danach war klar, dass die Gäste sich den Sieg nicht mehr nehmen lassen würden, zumal die Kuhnke-Schützlinge nie zu einer effizienten Deckung fanden. Auch das 28:31 (57.) durch Birger Dittmer sorgte nicht mehr für den nötigen Schub.


MTV Herzhorn: Mehmet Atamann, Paul Holst, Nico Bielefeld 1, Ludger Lüders, Iven Pfeiffers 1, Theo Boltzen 9, Malte Meisik 4, Lutz Wamser 4, Lars Wamser, Johann Holst, Jannes Timm 3 (1), Birger Dittmer 5, Stephan Hinrichs 1.

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