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Lokalsport

11. Dezember 2016 | 03:20 Uhr

Itzehoer Streetball-Turnier trotz Regens ein voller Erfolg : Itzebasket erobert die Fußgängerzone

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Holländer gewinnen, aber zwei lokale Teams für Deutsche Meisterschaft qualifiziert

Elfmeterschießen. Eigentlich eine deutsche Domäne, wie gerade erst wieder bei der Fußball-EM erlebt. In der Basketball-Variante des Elfmeterschießens gilt das nicht unbedingt – die Gewinner bei der Premiere des Streetball-Turniers „ITZEbasket“ kommen aus den Niederlanden: „Sputters Oudjes“ aus Groningen siegten im Freiwurf-Shootout gegen die „Raptoren“ aus Itzehoe. Weil das Wetter zu schlecht war, wurde die Finalrunde nicht im Drei gegen Drei auf einen Korb ausgespielt, die Freiwürfe mussten entscheiden.

Basketballer schauen häufig nach oben, schließlich spielt sich vieles über ihren Köpfen ab. Am Sonnabend hatten sie aber noch einen anderen Grund, den Blick gen Himmel zu richten: Immer wieder störte Regen das Turnier, das die Itzehoe Eagles in Kooperation mit den Itzehoer Versicherungen veranstaltet hatten. 27 Teams traten an in vier Altersklassen, beginnend beim Geburtsjahr 2006. Und das taten sie in der Fußgängerzone auf vier Feldern, die den ganzen Tag lang beschallt wurden mit Musik oder den flapsigen Kommentaren von Moderator Joe Asberry: „Ohhh, what a move...!!“ Es war laut und eng, und so war „ITZEbasket“ auch gedacht: „Man hat gesehen, dass das Event die Fußgängerzone belebt“, sagte Organisator und Eagles-Cheftrainer Pat Elzie, wohl wissend, dass mancher die Veranstaltung mit Skepsis betrachtet hatte. Aber es sei gut gelaufen, und auch Thiess Johannssen, Marketingchef der Itzehoer Versicherungen, lobte das „stimmungsvolle Ambiente“, das vielen einen unterhaltsamen und vergnügten Tag beschert habe: „Wir haben ein junges Publikum angezogen, das sich wohl fühlte im Herzen Itzehoes und das allen Zuschauern auch älterer Generationen Freude bereitete.“ Das konnte Karen Lemke nur bestätigen: „Es ist eine Bereicherung, da zuzugucken“, sagte die 63-jährige Itzehoerin. „So etwas muss in Itzehoe eigentlich viel mehr stattfinden.“ Ganz die Meinung von Svea (17) aus Itzehoe und Ella (17) aus Hohenlockstedt. „Es ist endlich mal viel los in Itzehoe, eine schöne Abwechslung für alle“, sagte Svea.

Bei den Altersklassen 10 bis 12 sowie 13 bis 15 Jahre konnten nicht alle Partien ausgetragen werden, weil das Feld zu nass war. So siegten bei den Jüngsten die „Streetboys“ vor den gleich platzierten „Itzehoe Bulls“ und dem „Itzeteam“, das den Fairnesspokal überreicht bekam. In der Klasse 13 bis 15 Jahre landete „Just dunk it!“ vor den „Fantastic 4“ sowie „3 and a half girl“.

In den anderen Gruppen trafen reine Spaßspieler aufeinander. Mal ging es eindeutig zu, dann gab es spannende und hochklassige Partien. Ingolf Gehre vom Team „Krakatauer“ aus Kiel war schon bei einigen Streetball-Turnieren – „aber das ist das beste bisher“. Es sei eine super Idee, direkt in der Fußgängerzone zu spielen: „Endlich hat man mal Zuschauer. Die können ja gar nicht anders als hinzugucken.“

Die weiteste Anreise hatten die „Sputters Oudjes“ aus der Erwachsenengruppe und „Sputters Future“ aus der Altersklasse U18. Über die Internet-Plattform 3x3Planet.com hätten sie in den Niederlanden von dem Turnier erfahren, berichtete Tobias Schlichter (19). Warum sie sich anmeldeten? „Wir wollen so viel Basketball spielen wie möglich.“ Als die Finalrunde anstand, war es allerdings nicht mehr möglich – der Regen. So wurden die Halbfinal- und Finalpartien von der Freiwurflinie ausgetragen, immerhin ging es in beiden Altersklassen um die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft in knapp drei Wochen in Berlin. In der Klasse U18 trafen im Finale „Sputters Future“ und „Team Korblegah“ aufeinander, und die Itzehoer Eagles-Spieler Scotty Liedtke, Arved Böhm, Leon Hutter und Semjon Weilguny durften am Ende den Sieg bejubeln. Bei den Erwachsenen gewannen zwar „Sputters Oudjes“, doch nach Berlin können die Niederländer nicht. So fährt mit den zweitplatzierten Raptoren ebenfalls ein Team aus Itzehoe dorthin: Johannes Konradt, Michael Fauser, Paul Rohmann und Kay Totzek.

Dank des großen Engagements der Eagles und ihrer großen Fan- und Helfergemeinde sei das Konzept aufgegangen, sagte Thiess Johannssen von den Itzehoer Versicherungen. „Für den ersten Aufschlag war es ein riesiger Erfolg, an den wir gemeinsam mit den Eagles anknüpfen wollen.“ Auch Pat Elzies Bilanz war positiv: „ITZEbasket“ lasse sich sehr gut in der Fußgängerzone veranstalten. An Kleinigkeiten gelte es weiter zu feilen, doch die Perspektive ist gut: „Ich denke, wir können dieses Event etablieren.“

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erstellt am 04.Jul.2016 | 05:00 Uhr

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