zur Navigation springen

Lokalsport

02. Dezember 2016 | 21:17 Uhr

Außerordentlicher Kreistag : „Hoffe auf ein eindeutiges Votum“

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Kreisfußballverband stimmt am Donnerstag über Zusammenschluss mit Dithmarschen ab / Interview mit Vorsitzendem Werner Papist

Der Kreisfußballverband lädt am Donnerstag, 28. Juni, zu einem außerordentlichen Kreistag in die Begegnungsstätte Wellenkamp ein. Hauptthema der um 19.30 Uhr beginnenden Versammlung ist die Fusion der Fußballkreise Steinburg und Dithmarschen. Die Vereinsvertreter haben über den Antrag abzustimmen, beide Kreise nach Auflösung am 30. Juni 2017 mit Wirkung ab 1. Juli 2017 zusammenzuschließen. Damit würden alle gewählten Vorstands-, Ausschuss- und sonstige Mitglieder des KFV Steinburg zum Ende der kommenden Saison ihre Legitimation verlieren. Wir sprachen im Vorwege mit dem Kreisvorsitzenden Werner Papist.

Auf dem außerordentlichen Kreistag am Donnerstag soll der Kreisfußballverband aufgelöst werden, um den Weg für die Fusion mit dem Kreis Dithmarschen freizumachen. Wie geht es dann weiter, vorausgesetzt die Versammlung stimmt für die Auflösung  ?

Danach haben wir über ein Jahr Zeit, die neuen Ausschüsse personell zusammenzustellen und uns auf die Kandidaten für die Vorstandspositionen zu einigen. Kampfabstimmungen wollen wir auf dem Fusionskreistag möglichst vermeiden, denn schließlich wollen wir Einigkeit demonstrieren.

Warum wird überhaupt
eine Fusion der beiden


Fußballkreise angestrebt  ?

Der Schleswig-Holsteinische Fußballverband möchte die Kreise auf acht reduzieren. Wir arbeiten seit Jahren sehr gut mit Dithmarschen zusammen und das wollen wir natürlich auch weiterhin. Deshalb haben wir das Heft in die Hand genommen, um Nägel mit Köpfen zu machen, bevor man uns irgendwo hin delegiert.

Welche Vorteile bringt der Zusammenschluss  ?

Wir können Personal zusammenlegen. Das ist ein großer Vorteil, denn es wird immer schwieriger
Ehrenämter zu besetzen. Als zukünftiger Großkreis haben

wir außerdem im SHFV mehr Gewicht, um unsere Interessen durchsetzen zu können. Es ist unser Bestreben, eine gemeinsame Geschäftsstelle an einem für beide Kreise zentral gelegenen Ort einzurichten. Im Gespräch ist Wacken.

Die einzelnen Ausschüsse müssen künftig zusammenarbeiten. Die Weichen dafür sollten gestellt sein. Hat das ohne Reibungen geklappt  ?

Es hat Vorgespräche gegeben, die Zusammensetzungen werden aber erst festgelegt, wenn beide Kreise endgültig für die Fusion gestimmt haben. Beide Vorsitzende werden bei allen Gesprächen dabei sein, um vermittelnd eingreifen zu können, falls es zu Reibungen kommen sollte.


Wie soll der gemeinsame Vorstand eigentlich aussehen  ?

Gibt es eine ausgewogene Aufteilung der Funktionen oder müssen die Steinburger Vereine befürchten, dass ihre Ansprechpartner demnächst fast ausschließlich in Dithmarschen sitzen  ?

Nein, unser Ziel ist es, den neuen Vorstand 50:50 zu besetzen. Ich habe mich übrigens bereit erklärt, für den Vorsitz zu kandidieren und damit schon einmal ein Zeichen gesetzt. Nach der neuen Strukturreform werden einige der jetzigen Vorstandspositionen ohnehin wegfallen. Dafür soll es Vereinsberater geben, einer wird für etwa 20 Vereine zuständig sein. Für unsere Steinburger Vereine, werden dies sicherlich Personen aus unserem Kreis sein. Wichtig ist, dass wir weiter zusammenwachsen. Wir müssen den Spagat hinbekommen, dass jeder sich weiter als Dithmarscher oder Steinburger fühlen darf, alle zusammen aber nach außen als geschlossene Gemeinschaft auftreten. Da es ja eigentlich nur um Fußball geht, kann es doch eigentlich nicht schwierig sein, einen einfachen Konsens zu finden.

Welche Vorschläge für den Namen des neuen Großkreises gibt es  ?
Wir nennen das Ganze erst einmal Kreis Dithmarschen/Steinburg. Aber es sind auch andere Namen wie zum Beispiel Kreis Westküste möglich. Entschieden ist noch nichts. Wir wollen dazu auch die Meinungen oder Vorschläge der Vereine abwarten. Außerdem haben wir den Auftrag vergeben, ein einheitliches Emblem zu entwickeln. Darauf bin ich gespannt. Jetzt müssen wir aber erst einmal die Abstimmung abwarten. Ich bin aber guter Hoffnung, dass es ein eindeutiges Votum für den Zusammenschluss gibt.

 

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 26.Apr.2016 | 18:05 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen