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Lokalsport

11. Dezember 2016 | 03:20 Uhr

Europäische Polizei- und Feuerwehr-Spiele : Fünfmal Gold für Stefanie Wasmundt

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Itzehoer Polizeibeamtin auf dem Rad blendend in Form

Bei den Europäischen Polizei- und Feuerwehr-Spielen im spanischen Huelva war auch Stefanie Wasmundt aktiv. Die Präventionsbeamtin bei der Polizeidirektion Itzehoe, die auch für den Sportclub Itzehoe Radrennen fährt, gewann fünf Goldmedaillen – beim Straßenrennen, beim Mountainbike-Marathon, beim Criterium, bei der Mountain-Rallye und beim Zeitfahren. Dreimal beendete sie die Rennen als Erste der Gesamtwertung, zwei erste Plätze holte sie sich in ihrer Altersklasse.

Das erste Mal gefordert war die Itzehoerin bei dem Rennen auf der Straße. Der Kurs entlang der Küste und durch ein Naturschutzgebiet war 65 Kilometer lang und relativ flach. Dramatisch wurde es im Finale: Die Frauen sowie die zwischenzeitlich aufgerückten Männer bildeten eine Gruppe von 140 Radsportlern. 200 Meter vor Schluss kam es zu einem Massensturz, in den etwa 40 Sportler verwickelt wurden. Einige verletzten sich schwer. Auch Stefanie Wasmundt bekam ihren Teil ab: „Ich rutschte aus der Pedale, konnte das Rad aber aufrecht halten. Nicht verhindern konnte ich, dass mir jemand ins Hinterrad fuhr.“ Trotz verzogener Felge erreichte sie das Ziel als Zweite der Gesamtwertung.

Neuland war für Itzehoerin die Teilnahme am Mountainbike-Marathon, dazu noch auf einem geliehenen Rad. Die erste Runde gestaltete Stefanie Wasmundt zusammen mit der Gesamtsiegerin im Straßenrennen, Monica Sanchez. Beide lagen zur Hälfte aber rund 40 Sekunden hinter der Führenden Filipa Goncalves zurück. Bis dahin gemeinsam mit Sanchez zu fahren, habe Sinn gemacht: „Sie kannte sich in dem Metier besser aus als ich und hat mir den Rhythmus gegeben.“ Drei Kilometer später waren die Kräfte ihrer Gegnerin aber weitgehend verbraucht: „Sie sagte mir, dass ich mich lösen sollte, um der Führenden nachzufahren.“ Diesem Rat folgte Stefanie Wasmundt – mit dem Ergebnis, dass sie die Spitzenreiterin etwa elf Kilometer vor Schluss im Bereich einer Sandpassage eingeholt hatte. Und auch in diesem Fall profitierte die Itzehoerin von der Erfahrung der Gegnerin: „Ich blieb hinter Filipa, und sie zeigte mir, wie man anspruchsvolle Passagen bewältigt.“ Die letzten zwei Kilometer ging es bergauf und in den Ort hinein. „Der Zielsprint war auf der Straße. Und das war ihr Problem und mein Glück. Im Gelände hätte ich wahrscheinlich den Kürzeren gezogen“, kommentierte Stefanie Wasmundt ihren Gesamtsieg.

Das Kriterium brachte der Itzehoerin ebenfalls den Sieg im Gesamtklassement und die dritte Goldmedaille. „Leider haben viele Frauen zurückgezogen, weil wir mit den Männern fahren mussten.“ Grund: „Sie hatten Angst vor Stürzen.“

Grenzwertig waren Wasmundts Erfahrungen bei der Mountain-Rallye: „Ich wusste vorher gar nicht was das ist, und als ich es dann wusste, war ich auch nicht sehr beruhigt.“ Die Rennstrecke befand sich in einem Park mit einem hohen Berg. „Die Strecke war sehr anspruchsvoll und hatte Stufen, und deshalb bin ich bergauf und bergab gelaufen und habe auf den geraden Teilstücken aus dem Sattel heraus alles gegeben, um verlorenen Boden gegenüber der Konkurrenz gut zu machen.“ An ein dauerhaftes Fahren war nicht zu denken. Der Anstieg war so steil, dass selbst Elite-Männer ihn nicht vom Rad aus bewältigen konnten. „So eine Strecke, die so schwer ist und uns Fahrern technisch so viel abverlangte, gibt es in Schleswig-Holstein nicht. Für mich war das eine Grenzerfahrung.“ Sie endete mit dem dritten Platz in der Gesamtwertung.

Die fünfte Goldmedaille holte sich Stefanie Wasmundt beim Zeitfahren, das sie mir einer Durchschnittsgeschwindigkeit von knapp unter 40 km/h beendete: „Ich war froh, dass sich die Leistung auch im fünften Rennen abrufen konnte. Nach den Belastungen vorher hatte ich das nicht unbedingt erwartet.“

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