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Lokalsport

08. Dezember 2016 | 15:28 Uhr

Segeln : Familie Reese segelt am schnellsten

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Bei der 68. Störregatta gewinnt die „Susewind“ das Blaue Band für die beste Zeit. Das Grüne Band geht an die „Esperanza“.

Wenig Wind auf der Hinfahrt und wechselhaft drehende Winde von geringer Stärke auf der Rückfahrt: Unter diesen für Segler unbefriedigenden Bedingungen beteiligten sich 32 Crews an der 68. Auflage der Störregatta. Organisiert worden war sie von Olaf Bielenberg für die Mitglieder der an der Stör beheimateten Segelvereine. Genutzt wurde das Angebot von folgenden Clubs: Beidenflether Segelverein (BSV), Seglervereinigung Itzehoe (SVI) und Seglervereinigung Wilster (SVW).

Wichtigster Wanderpokal, den Regattaleiter Olaf Bielenberg während der Regattaparty am Langen Rack überreichte: das Blaue Band der Stör. Gewonnen wurde er von Hagen Reese, Susanne Reese und Leefke Reese. Die Familiencrew aus Wilster segelte die „Susewind“ als schnellstes von allen Booten über die Regattabahnen. Traditionell führen sie zwar von Kasenort nach Wewelsfleth und nach einer Pause wieder zurück an den Ausgangspunkt, doch aufgrund der widrigen Bedingungen verkürzte die Regattaleitung den zweiten Streckenabschnitt. Gezeitet wurde deshalb schon in Beidenfleth, rund sechs Kilometer unterhalb der eigentlichen Ziellinie an der Kasenorter Fischscheuchanlage.

Dass die „Susewind“ (SVW) in der Wertung Blaues Band der Stör die Bugspitze vorn hatte, begründete Hagen Reese mit der Größe seines Segelbootes: „Es hat eine lange Wasserlinie und fährt entsprechend schneller als kleinere Schiffe.“ Mitentscheidend für die schnellste gesegelte Zeit sei bei den relativ hohen Stördeichen zudem der lange Mast gewesen. Und am nötigen Quäntchen Glück hätte es auch nicht gefehlt.

Zum ersten Mal auf der Stör die wichtigste Regattatrophäe gewonnen zu haben, damit hatte Hagen Reese vor dem Start nicht gerechnet. „Wir wussten zwar, dass wir eine Chance auf das Blaue Band haben, aber schnelle Schiffe hatten auch andere.“ Zudem könnten Fehler dazu führen, dass das Boot auf Grund gesetzt wird: „Das ist sicher nicht schlimm, und passiert ist es heute anderen Crews. Aber es kostet zwei bis drei Minuten Zeit, bis das Boot wieder frei ist. Und dann kann man nicht mehr gewinnen.“ Mit Blick auf die Windverhältnisse, insbesondere auf die wechselhaft drehenden Winde, betonte Hagen Reese: „Sie machten das Fahren anspruchsvoll und anstrengend.“

Das Grüne Band der Stör, den Wanderpokal in der Kategorie „Schnellster nach berechneter Zeit“, gewann die Esperanza (SVW) in der Besetzung Björn Offermann, Benjamin Maaß und Tobias Kröger. „Ausschlaggebend für das Ergebnis ist, dass wir auf der Rücktour gut gefahren sind und dazu noch etwas Glück hatten“, stellte Björn Offermann heraus. Der Regattasegler (u. a. Helgoland-Edinburgh und DaimlerChrysler North Atlantic Challenge) freute sich insbesondere über eine „ziemlich lange Privatböe“ während der Rückfahrt, sprach aber auch von „lustigern Winddrehern“, die Anforderungen an die Crews stellten. Gut gefallen hätten ihm während der Hintour die spannenden Kämpfe mit der „Tracy“.

Mit neun Booten nahm die Pirat-Gruppe an der Störregatta teil. Nach gesegelter und nach berechneter Zeit lag am Ende „Hein Dutt“ (SVW) vorn. Für Steuermann Philip Reich (25) und Vorschoter Vincent Walser (17) war das eher eine Überraschung: „Wir hatten nicht damit gerechnet zu gewinnen, denn ‚Hein Dutt’ ist als reines Holzschiff deutlich schwerer als die Kunststoffpiraten“, erklärte Philip Reich. Und davon gab es gleich sieben auf der Regattabahn, denn auch ein weiterer Pirat, „Jumbo“, ist aus Holz gebaut.

Bei der Crew Philip Reich/Vincent Walser handelt es sich um langjährig erfahrene Segler, die bereits vor drei Jahren, damals mit der „don`t panic“, Schnellste nach gesegelter Zeit waren. Einmal pro Jahr segeln sie gemeinsam. Um sich aufeinander einzustellen, genüge das halbstündige „Warmsegeln“ vor dem Start. „Außerdem“, so Philip Reich, „besprechen wir, was wir vorhaben. Das reicht zum Eingewöhnen.“ Der diesjährige Erfolg soll, wenn möglich, nicht der letzte sein. Vincent Walser: „Wenn es klappt, segeln wir auch im nächsten Jahr zusammen bei der Störregatta.“ Von beiden Seglern gelobt wurde SVW-Vereinsmitglied Peter Offermann, der im Vorfeld der Störregatta mit dafür gesorgt hatte, dass beide Holzboote in einen für die Regatta tauglichen Zustand versetzt wurden.

Olaf Bielenberg sprach angesichts der großen Resonanz von einem „Superergebnis, das wir bei der Störregatta lange nicht mehr hatten“. Von 32 Crews habe nur eine die Wettfahrt vorzeitig beendet.

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