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Lokalsport

05. Dezember 2016 | 03:32 Uhr

Handball : Engagierter Einsatz für den Nachwuchs

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Jubiläum: HSG Kremperheide/Münsterdorf besteht imJugendbereich schon seit zehn Jahren / Spielgemeinschaft zeichnet fünf Ehrenamtler aus

Der Handballsport hat sowohl beim TSV Kremperheide als auch beim Münsterdorfer SV eine lange Tradition. In beiden Vereinen gehört er zu den Stützen der Gemeinschaften. Viele Jahre lang traten Kremperheider und Münsterdorfer Handballer in Punkt- und Freundschaftsspielen gegeneinander an. Doch das ist längst Geschichte, seit es die Handballspielgemeinschaft Kremperheide-Münsterdorf (HSG) gibt. Gebildet hat sie sich für den Jugendbereich vor zehn Jahren, und im Jahre 2014 wurden die Frauen und Männer der beiden Stammvereine in sie integriert. Insgesamt werden in der HSG derzeit 19 Mannschaften betreut.

Die Handball-Abteilungen beider Vereine nahmen das zehnjährige Bestehen der HSG zum Anlass, sich bei denen zu bedanken, die eine Dekade lang am Fortbestand der Spielgemeinschaft mitgewirkt hatten. Dazu diente ein gemütliches Beisammensein auf dem Gelände des Münsterdorfer SV. Eingeladen waren Gründungsmitglieder und diejenigen, die sich in unterschiedlicher Weise für die HSG verdient gemacht hatten – insgesamt rund 50 Personen. Besonders ausgezeichnet wurden im Rahmen der Zusammenkunft durch die Vorstandsmitglieder Volker Picht (1. HSG-Vorsitzender), Harald Rosenau (2. HSG-Vorsitzender) und Renee Oltersdorf (Jugendwart) die Sportfreunde Antje Brandt, Antje Wipper, Monika Witt, Birgit Fritsche und Sebastian Witt. Darüber hinaus wurde noch ausscheidenden Trainern wie Sven Sommer und Max Ramm gedankt.

Die Notwendigkeit, gemeinsame Sache zu machen, ergab sich aus der Tatsache, dass beiden Vereinen der sportliche Nachwuchs fehlte, um jeweils allein einen Punktspielbetrieb zu gestalten. Also setzten sich die Verantwortlichen beider Clubs an einen Tisch und sondierten die Vorteile, die in einer Spielgemeinschaft liegen. Herausgekommen ist letztlich die HSG, die sich sowohl auf Kreis- als auch auf Landesebene zahlreiche Titel erspielte und mit ihren Mannschaften regelmäßig in den Schleswig-Holstein-Ligen vertreten ist. Deshalb ist es nur selbstverständlich, dass beide Partner auch zukünftig an einem Strang ziehen wollen. Im Gespräch mit unserer Zeitung machten Volker Picht und Harald Rosenau deutlich, dass die HSG fortbestehen soll. Über Zulauf – insbesondere in den jüngeren Jahrgängen – könne man sich nicht beklagen. Beide Vereinsvertreter betonten, dass die D- und E-Jugendlichen „die absoluten HSG-Aushängeschilder“ seien. Nachwuchsprobleme gebe es aber im älteren Jugendbereich. Aber das sei, bedingt durch Schulausbildung, Auslandsaufenthalte oder Studium, ein Problem, das der Sport insgesamt habe, sind sich Volker Picht und Harald Rosenau einig.

Für die HSG arbeiten derzeit 17 Trainer, davon allein 13 im Jugendbereich. Trainiert und gespielt wird an den Spielstätten beider Vereine. Aufgenommen in die Abteilungen werden Jungen und Mädchen ab sechs Jahren, und mit Vollendung des achten Lebensjahres treten sie dann in den Punktspielbetrieb ein. Davor probiert sich der HSG-Nachwuchs in so genannten Ballsportgruppen aus, um auf kindgerechte Weise an den Wettkampfsport herangeführt zu werden.

Neben Training und Punktspielen stehen auch Jugendfahrten sowie die Teilnahme an Turnieren auf dem Programm. Um sich optimal auf die neue Saison vorzubereiten, nimmt jede Mannschaft im Vorfeld der neuen Punktrunden an bis zu zwei Turnieren teil. „Kräfte bündeln“ heißt es für HSG-Jugendmannschaften auch zum Ende eines jeden Jahres, wenn im dänischen Bording der sogenannte „Julecup“ ausgespielt wird. Dieses Fahrtenangebot wird von den Kremperheidern und Münsterdorfern besonders gern angenommen.

Trotz aller Zielstrebigkeit, die es im Sport gibt: Für Harald Rosenau sind Topleistungen nicht das wichtigste Kriterium, um Handball zu spielen und sich dafür zu begeistern: „Wichtiger ist, dass wir die Kinder in die Halle bekommen und den Breitensport fördern. Deshalb achten wir auch darauf, dass keiner während des Spiels auf der Bank sitzen muss.“ Notfalls werde auch eine weitere Mannschaft gebildet, damit jeder Aktive genügend Spielanteile erhalte. „Der Spaßfaktor muss stimmen“, ist auch Volker Picht von der Richtigkeit des breitensportlichen Gedankens innerhalb der HSG überzeugt.

Und dennoch: Wie in anderen Vereinen auch, so machten auch in Kremperheide und Münsterdorf Talente auf sich aufmerksam, die zu größeren Clubs vermittelt worden sind. Volker Picht: „Es geht uns nicht darum, gute Spieler zu behalten, wenn sie bei uns unterfordert sind.“ Doch egal, aus welchen Gründen ein Handballer die HSG verlässt, ordentlich verabschiedet werde er, so Harald Rosenau, in jedem Fall – und das auch in der Hoffnung, dass er sich irgendwann einmal an die Vorzüge seines alten Clubs erinnert und wieder zu den Wurzeln zurückkehrt.

Denjenigen, die gerne Handball spielen wollen und eine sportliche Heimat suchen, macht Volker Picht ein Angebot. „Kommt zu uns und macht mit. Jeder der spielen will, ist bei uns gern gesehen.“


>Mehr Infos unter www.hsg-kremue.de

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erstellt am 05.Jul.2016 | 05:00 Uhr

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