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Lokalsport

08. Dezember 2016 | 23:18 Uhr

2. Basketball-Bundesliga ProB : Eagles kassieren erste Niederlage

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Itzehoer beim 86:88 im Derby bei Rist Wedel zu eigensinnig

Nun hat es auch die Itzehoe Eagles erwischt. In der 2. Basketball-Bundesliga ProB kassierte das Team von Pat Elzie im vierten Spiel die erste Niederlage, und das ausgerechnet im Derby. Nach einer spannenden Partie siegte der SC Rist Wedel in eigener Halle mit 88:86 (22:19, 16:20, 30:26, 20:21).

Schon vor dem Spiel knisterte es in der voll gepackten Halle. Als die Spielervorstellung anstand, machten die mehr als 100 Eagles-Fans einen Riesenlärm und ließen den Hallensprecher zunächst nicht zu Wort kommen. Während der gesamten Begegnung blieben die Itzehoer lautstark, und weil die Heim-Fans ebenso dagegen hielten, entwickelte sich echte Derby-Atmosphäre. Dazu trug auch das Spiel bei: Beide Teams gingen sehr intensiv zu Werk, spielten schnell, teils mit einer Tendenz zum Wilden. Ein Ergebnis waren insgesamt 51 Ballverluste, 23 davon auf Itzehoer Seite. Einen Grund dafür hatte Coach Elzie schnell ausgemacht: „Wir haben zu eigensinnig gespielt. Wir sind nicht so als Mannschaft aufgetreten wie in den letzten Spielen.“

Das Derby begann mit Vorteilen für die Gastgeber, die immer wieder zum Korb durchkamen und sich auf 10:3 absetzten. Die Eagles konterten, gestützt auf sechs Punkte von Mubarak Salami, zum 11:10, doch dann begannen auch die Distanzwürfe der Wedeler zum Faktor zu werden. Zwölf Mal trafen sie von außen bei einer Quote von fast 40 Prozent, die Eagles dagegen schwächelten mit nur fünf Dreiern bei 20 Versuchen. Viele freie Würfe bekamen sie allerdings auch nicht, die Gastgeber hätten gut verteidigt, sagte Elzie. Die Itzehoer machten viele Fehler, wurden aber in der Verteidigung besser und konnten sich in der ersten Hälfte auf Frederik Henningsen (13 Punkte) und Kaimyn Pruitt (10) verlassen. So führten sie zur Halbzeit knapp mit 39:38.

Als Tabellenführer waren die Eagles angereist, und so starteten sie auch in die zweite Halbzeit: Frederik Henningsen und Darren Galloway trafen schnell zwei Dreier, aber auch die Gastgeber konterten aus der Distanz. Ihre leichte Führung verloren die Itzehoer, als sich die Fehler wieder häuften, vor dem letzten Viertel führte Wedel 68:65.

Eine wichtige Szene dann in der 33. Minute: Die Gäste verteidigten gut, in der letzten Sekunde des Angriffs ließ der Wedeler Thiero Agne einen Notwurf weit jenseits der Dreierlinie los – und der rauschte glatt durchs Netz zum 73:66. Das löste einen weiteren Energieschub aus bei den Ristern, die in dieser Beziehung ohnehin Vorteile hatten. Ein Beleg dafür: Die Statistik bei den Rebounds gewannen sie gegen die in dieser Disziplin bisher so starken Itzehoer mit 41:31. „Wedel hat besser gekämpft“, stellte Elzie fest. Mit diesem Schwung verdauten die Gastgeber es auch, als Flavio Stückemann für die Eagles per Dreier auf 74:75 verkürzte. Kurz darauf stand es 82:74 für Wedel, doch erneut kamen die Gäste zurück: In der Schlussminute glich erneut Stückemann per Dreier zum 84:84 aus. Wedels Aufbauspieler Will Barnes traf postwendend zum 86:84, und als Henningsen beim Dreierversuch gestört wurde und den Ball verlor, warteten die Eagles vergebens auf den Foulpfiff. Barnes besiegelte den Sieg der Gastgeber von der Freiwurflinie, Kaimyn Pruitt konnte nur noch Ergebniskosmetik betreiben.

„Die andere Mannschaft war heute einfach besser“, sagte Pat Elzie. „Wir hatten immer noch die Chance, das Spiel zu gewinnen“, aber sein Team habe nicht am Limit und zu wenig als Team gespielt. Das muss am kommenden Sonnabend besser werden: Dann kommt die Baskets Akademie Weser-Ems/Oldenburger TB an den Lehmwohld. Karten gibt es im Vorverkauf bei Vision in der Feldschmiede, im Büro Jens Köhler (Itzehoer Versicherungen) am Marienburger Platz und online auf www.ticketflair.de.

Eagles: Frederik Henningsen (25, 1 Dreier), Kaimyn Pruitt (14, 6 Rebounds), Flavio Stückemann (13, 3 Dreier, 4 Ballgewinne), Mubarak Salami (10), Stephan Shepherd (8), Darren Galloway (7, 1 Dreier), Lars Kröger (5), Kosta Karamatskos (2, 6 Assists), Johannes Konradt (2), Nick Tienarend, Yngve Jentz, Fabio Galiano.


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erstellt am 17.Okt.2016 | 05:00 Uhr

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