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Lokalsport

05. Dezember 2016 | 17:47 Uhr

Speedway-Bundesliga : Brokstedter Wikinger stehen im Finale

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Souveräner 47:37-Sieg im Nachholrennen bei Titelverteidiger Nordstern Stralsund

Geschafft - die „Wikinger“ sind im Finale. Im entscheidenden Lauf der Speedway-Bundesliga siegte der MSC Brokstedt beim noch amtierenden Meister MSC Nordstern Stralsund souverän mit 47:37. Damit haben sich die Brokstedter als Tabellenzweiter für die beiden Endläufe gegen die Landshuter Devils qualifiziert

Die „Nordlichter“ um Mannschaftskapitän Tobias Kroner standen nach der desolaten Vorstellung bei der Heimniederlage gegen Landshut vor dem Rennen in Stralsund unter enormen Druck, denn mit dieser Schlappe war der eigentlich schon fest eingeplante Finaleinzug in weite Ferne gerückt. Die besseren Chancen wurden allgemein Titelverteidiger Stralsund auf seiner Heimbahn eingeräumt, der genau wie die punktgleichen Brokstedter bei einem Sieg in die beiden Finalläufe eingezogen wäre. Für die hatte sich Rekordmeister Landshut bereits eine Woche zuvor mit einem Heimsieg gegen Diedenbergen qualifiziert.

Doch es kam genau andersherum: Während bei den Gastgebern die Nerven blank lagen, waren die Brokstedter mit großem Selbstvertrauen am Start. MSC-Sprecher Michael Schubert: „Unsere Fahrer wussten genau um die Wichtigkeit dieses Rennens und haben alles gegeben, um das gemeinsame Ziel zu erreichen.“ Vor einer Woche war die Begegnung noch wegen Starkregens ausgefallen und wurde kurzfristig am vergangenen Sonnabend nachgeholt. Die Mannschaften mussten deshalb neu zusammengestellt werden, was MSC-Teammanagerin Sabrina Harms offenbar besser gelungen war. Der Teamgeist und eine geschlossene Mannschaftsleistung waren letztlich der Schlüssel zum Erfolg in Stralsund. Während es bei den Gastgebern nicht rund lief, wurden die Wikinger von Heat zu Heat stärker. Stralsund kam nie richtig in die Begegnung und musste sich ein ums andere Mal der Überlegenheit der Brokstedter Tribut zollen. Pech war auch noch dabei, nachdem dem besten Stralsunder Rafal Okoniewski die Kette gerissen war, als er eigentlich als Joker doppelt punkten sollte. Allerdings hatte auch Brokstedts Robert Miskowiak einen Ausfall zu verzeichnen und kam nur auf vier Punkte. Einmal mehr waren Kai Huckenbeck (12 Punkte) und Kapitän Tobias Kroner (10) die Erfolgsgaranten der Wikinger, bei denen sich aber auch die Verpflichtung des polnischen Speedway-Asses Sebastian Ulamek als Glücksgriff erwies. Ulamek brachte es mit einer starken Leistung auf zehn Punkte. Allerdings trug auch Nachwuchstalent Lukas Fienhage maßgeblich zum Brokstedter Erfolg bei. Das 17-jährige Nachwuchstalent steuerte sieben Zähler zum Gesamtergebnis bei und setzte damit wieder einmal ein Ausrufezeichen. Da auch Routinier Matthias Kröger vier Punkte holte, stand der Brokstedter Sieg bereits vor den beiden Finalläufen fest. Dadurch war die Spannung raus, die Wikinger ließen es etwas ruhiger angehen und „gönnten“ den Nordsternen noch ein paar Punkte zur Resultatsverbesserung. Das war nach der souveränen Vorstellung zuvor am Ende jedoch Nebensache.

Nun beginnen bei den Wikingern die Planungen für das erste Bundesliga-Finale in Brokstedt. Dafür gibt es bisher noch keinen Termin, während der für das zweite Entscheidungsrennen um die Titelvergabe in Landshut mit dem 3. Oktober bereits feststeht.

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erstellt am 10.Aug.2016 | 05:00 Uhr

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