zur Navigation springen

Eishockey : Auch mitten im Sommer auf dem Eis

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Marc Stüven träumt von einer Karriere als Eishockey-Profi, derzeit ist der Brokdorfer sehr erfolgreich bei den Young Freezers.

„Ich will Eishockey-Profi werden!“ Dieses Ziel hat sich Marc Stüven bei seinem Wechsel im Jahre 2012 in die Jugend-Bundesligamannschaft des renommierten Eishockeyvereins der Hamburg Freezers gesetzt. Mittlerweile ist der Schüler aus Brokdorf 16 Jahre alt und die Verwirklichung seines Traumes rückt immer näher. In den vergangenen zwei Jahren hat das Steinburger Talent nämlich einen enormen Sprung nach vorn gemacht. Und auch wenn man zu dieser Jahreszeit wohl eher an Eiscreme als an Eishockey denkt, ist Stüven schon voll fokussiert auf die neue Saison, für die die Vorbereitungen bereits laufen.

Nachdem Marc Stüven mit seinem Team 2013 den Aufstieg in die Jugend-Bundesliga (JBL) gefestigt hatte, schaffte Stüven mit den Young Freezers bereits in der darauf folgenden Saison erneut eine Sensation, die das anvisierte Saisonziel abermals übertraf: Der Aufstieg in die Deutsche Nachwuchs Liga (DNL) und damit die höchste Spielklasse, die es im Nachwuchsbereich des Eishockeysports zu erreichen gibt. „Bis zum letzten Spieltag waren wir noch punktgleich mit unserem Rivalen, den Young Roosters aus Iserlohn, so dass es in Stellingen zu den Entscheidungsspielen um den ersten Platz in der Liga kam“, schwärmt der Brokdorfer noch heute von dem Höhepunkt der Saison und ergänzt stolz: „Vor etwa 1000 Zuschauern konnten wir sowohl Hin- als auch Rückspiel gewinnen und so den Aufstieg perfekt machen.“ Von 27 Saisonspielen wurden nur zwei verloren und auch Stüven selbst, als Stürmer seiner Young Freezers, scheint sichtlich zufrieden mit seiner eigenen Leistung. Er bestritt alle 27 Partien, brachte dabei den Puck zehn Mal im gegnerischen Tor unter und erzielte ganze 16 Vorlagen für sein Team – das bedeutet in fast jedem Spiel einen Scorerpunkt. Ab und an erhält man dann auch mal für harte Zweikämpfe eine Zeitstrafe. „Das gehört beim Eishockeysport dazu, immerhin kamen dafür sechs Eishockeyschläger auf ihre Kosten“, erklärt der Youngster schmunzelnd.

Nach Abschluss der Saison folgte dann das nächste Großereignis, die Play-Off-Spiele, wo jeweils die Erst- und Zweitplatzierten aus den Nord- und Süd-Ligen um die deutsche Meisterschaft im Nachwuchsbereich rangen. Marcs Mannschaft schaffte es sogar bis ins Finale und musste sich dort allerdings den SC Bietigheim-Bissingen in beiden Spielen geschlagen geben. Immerhin bedeutete dies nochmal einen sensationellen Erfolg für die Young Freezers, so dass man sich nun als Vize-Meister der Jugendmannschaften aus ganz Deutschland betiteln darf.

Wegen dieses grandiosen Aufstiegs bekommen die Nachwuchsspieler der Young Freezers teilweise die Eishockeyausrüstung gestellt. Marc freut sich schon wieder auf neue Handschuhe, Helm und Hose. Für die Schlittschuhe und auch die Spielkosten müssen allerdings immer noch die Eltern aufkommen. „Wir unterstützen unseren Sohn, wo wir können“, berichtet Vater Lutz Stüven stolz. Seine Frau Andrea und er wechseln sich ständig ab, um Marc vier Mal die Woche zum Training nach Hamburg zu bringen. Außerdem folgen am Wochenende meist noch Doppelspiele, so dass wenig Zeit für andere Aktivitäten bleibt. Und das auch mitten im Sommer, denn die Vorbereitungen auf die neue DNL-Saison, die Ende August eingeläutet wird, läuft bereits. Marc Stüven fiebert jetzt schon dem Punktspielstart entgegen. Mit dem neuen Trainer Morgan Svenson aus Schweden hat der Verein einen ehemaligen NHL-Profi verpflichtet, der die Mannschaft auf die kommenden Spiele vorbereiten und möglicherweise zu weiteren Erfolgen verhelfen soll. „Unser alter Trainer Miroslav Ptacek, der uns zum Aufstieg geführt hatte, hat keine Lizenz für die DNL-Liga und kann die Mannschaft deshalb nicht weiter betreuen“, erzählt Marc etwas enttäuscht. Dennoch blickt der Stürmer der Young Freezers ambitioniert nach vorn. Stüven möchte in der DNL wieder fleißig Tore und Assists für sein Team erzielen. „Als junger Jahrgang habe ich eine schwere Zukunft vor mir, daher muss ich mir den Stammplatz hart erkämpfen“, weiß er jedoch.

Starken Rückhalt bekommt Marc von seiner Familie und auch sein DEL-Vorbild Jerome Flaake von den Freezers ist für ihn ein großer Ansporn. „Er ist Stürmer und Top-Scorer bei den Hamburgern“, schwärmt er. Leidenschaft und Wille machen den Erfolg aus und vielleicht wartet ja auch irgendwann der ganze große Sprung in die Bundesliga oder sogar in die amerikanisch-kanadische NHL. „Das ist der größte Traum eines jeden Eishockeyspielers“, würde Stüven den Sprung über den „großen Teich“ nicht scheuen. Dafür bedarf es allerdings noch eines gewaltigen Reifeprozesses. Mit 16 Jahren hat der Brokdorfer aber noch viel Zeit.

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 08.Jul.2014 | 05:37 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen