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Lokalsport

03. Dezember 2016 | 07:48 Uhr

Leichtathletik : Anna Gehring läuft zu Gold

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Die 19-jährige Athletin des SC Itzehoe holt sich in Bochum den DM-Titel der Altersklasse U23 über 5000 Meter.

Nächster Paukenschlag von Anna Gehring: Die junge Itzehoer Langstreckenläuferin gewann am Sonnabend im Lohrheide-Stadion von Bochum-Wattenscheid unangefochten den deutschen Meistertitel über 5000 Meter bei der Junioren U23. Nach dem Gewinn der Bronzemedaille vor wenigen Wochen in Kassel bei der DM der „Erwachsenen“ war das schon der zweite Paukenschlag der Abiturientin innerhalb kurzer Zeit.

Dabei weiß die 19-Jährige auch, was sich gehört. Nach ihrem Sololauf zum Titel wartete sie im Ziel auf alle anderen Läuferinnen und beglückwünschte sie mit Handschlag. Einigen, die sich im Gegensatz zu ihr noch auf der Bahn vor Erschöpfung niederplumpsen ließen, half sie auch wieder auf die Beine. Eine tolle Geste der Steinburgerin.

Auch was die Leistung angeht, präsentierte sich die Langstrecklerin vom SC Itzehoe als eine ganz „Große“. Von Beginn an nahm sie das Heft des Handelns in die Hand, spulte Runde um Runde an der Spitze ab und lief in 16:38,90 Minuten vollkommen ungefährdet zum Titel. „Die ersten zwei Kilometer wollte ich gar nicht so schnell laufen. Aber als keine andere Läuferin mitgegangen ist, bin ich mein Tempo gelaufen“, sagte die Deutsche U23-Meisterin. Im Ziel hatte sie fast 200 Meter Vorsprung, die Nächstplatzierte lief beinahe 26 Sekunden nach ihr über die Ziellinie.

Hinter Anna Gehring liegt eine Traumsaison, in der sie endlich auch einmal über längere Zeit ohne Verletzungen blieb und so kontinuierlicher und gezielter trainieren konnte. Über 5000 Meter steigerte sie sich dabei um knapp 35 Sekunden auf 16:09,95 Minuten.

Diese Zeit lief sie als DM-Dritte von Kassel. „Das war mein absoluter Saisonhöhepunkt“, sagte Anna Gehring. Bescheiden und bodenständig wie sie ist, räumt sie allerdings ein, dass sie bezüglich der Platzierung auch von den Absagen einiger Spitzenläuferinnen profitiert hatte.

„Wegen der hohen Temperaturen war hier in Bochum der Sieg viel wichtiger als die Zeit.“ Im letzten Jahr war sie bei der U23 noch über die 3000 Meter gestartet. Die längere Distanz hatte zwar auch schon auf ihrem Programm gestanden. „Das war mir vor einem Jahr aber eigentlich noch viel zu weit.“ In diesem Jahr habe sie sich dann in Zusammenarbeit mit ihrem Trainer Andre Beltz an die 5000 Meter auf der Bahn mit vielen Tempoläufen herangearbeitet.

Einen Angriff auf die 16-Minuten-Marke wird es trotz der derzeit guten Form in diesem Jahr aber sicher nicht mehr geben: „Für mich ist jetzt Pause. Schließlich will ich im Herbst auch die Cross-Saison bestreiten.“ Eine 15-er-Zeit wäre dann das Ziel für 2017 und auch auf einen Start bei den U23-Europameisterschaften in Bydgoszcz (Polen) hofft Anna Gehring.

Im Rennen um Silber machte Julia Fritz alles richtig. In der Verfolgergruppe hatte sich die Läuferin vom LC Eschenburg die Kräfte klug eingeteilt und hatte auf der letzten Runde die meisten Kräfte. In 17:04,35 Minuten hielt sie Marina Rappold (LG Sempt; 17:08,50 min) auf Distanz. Sie gehört noch der Jugendklasse an.

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erstellt am 25.Jul.2016 | 06:36 Uhr

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