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Handball : Achtbar aus der Affäre gezogen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Die Oberliga-Frauen des MTV Herzhorn halten die Niederlage gegen TSV Ellerbek mit 26:31 im Rahmen.

Die Oberliga-Handballerinnen des MTV Herzhorn hatten den TSV Ellerbek zu Gast, und nicht ganz unerwartet hingen gegen diesen Gegner die Trauben zu hoch für die Blau-Gelben. Eine großer Wille und eine gute Einstellung reichten nicht, um gegen diese starken Gäste Punkte zu erzielen. Die Schützlinge von Trainer Michael Janke unterlagen mit 26:31 (9:15) Toren, durften dennoch nach der Partie Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben zeigen, denn sie verkauften sich teuer und wussten vor allen Dingen kämpferisch zu überzeugen. „Man muss dann auch mal anerkennen, dass die Gegnerinnen einfach stärker sind“, so Janke nach dem Spiel.

Er ließ von Beginn an die gegnerische Spielmacherin Melina Dahms in kurze Deckung nehmen, und diese Maßnahme durch Elina Hesse zeigte durchaus Wirkung. Der Auftakt der Begegnung verlief sehr ausgeglichen und die Gäste kamen lediglich über die Außenpositionen zum Erfolg. So führten die Herzhornerinnen in der 16. Minute nach einem Treffer von Lina Hinze sogar mit 7:6 Toren.

Doch mit zunehmender Spielzeit kamen die Ellerbekerinnen immer besser zurecht und stellten sich auf die kurze Deckung ein. Daraufhin zog Janke seine Abwehr zurück in eine 6:0-Formation zurück und dann zeigte sich allerdings die Klasse der Gäste. Sie spielten immer wieder hervorragend ihre Kreisläuferinnen an, auch der Rückraum wurde zunehmend stärker. Der Herzhorner Mittelblock war gegen diesen Druck entsprechend ein wenig überfordert. So glichen die Gegnerinnen aus und zogen bis zur Pause auf 15:9 davon. Nur neun Herzhorner Tore in der ersten Halbzeit waren zu wenig, um mit den Gästen mitzuhalten. Im Rückraum der Gastgeberinnen strahlte lediglich Carina Lipp Torgefährlichkeit aus.

Anders lief es dann nach dem Seitenwechsel. Nun zeigte auch Maike Langenberg ihre Treffsicherheit. Damit waren die Ellerbekerinnen gezwungen, sich neu auf ihre nun deutlich stärkeren Gegnerinnen einzustellen, und dies gelang ihnen nicht so ohne weiteres. Tor um Tor verkürzten die Janke-Schützlinge und beim Stande von 18:21 (42.) schien die Partie sogar zu kippen. Hier nahm jedoch der Ellerbeker Coach ein Timeout und stellte seine Frauen neu ein. „Nach der Auszeit gingen sie mit Brachialgewalt zur Sache und stießen gnadenlos auf die Nahtstellen“, kommentierte Michael Janke diese Phase der Partie. Dieser Wucht waren seine Spielerinnen dann nicht gewachsen. Innerhalb weniger Minuten lagen sie mit 19:25 hinten, und ihre Aufholjagd war damit unterbunden.

Es war nun sogar zu befürchten, dass sie „abgeschossen“ werden, doch die Herzhornerinnen zeigten eine tolle Moral. Sie ließen nicht die Köpfe hängen, sondern kämpften – wenn auch auf verlorenem Posten – um jeden Ball und wurden belohnt. Ihr Rückstand wuchs nicht weiter an. Als sie beim Schlusspfiff mit 26:31 Toren unterlagen, hatten sie sich immerhin mehr als achtbar aus der Affäre gezogen.

Nach Ostern geht es für die Janke-Schützlinge in drei „Endspielen“ gegen Konkurrenten SG Wilhelmsburg (auswärts), HG OKT (heim) und VfL Bad Schwartau (auswärts) um den Klassenverbleib.

MTV Herzhorn: Eike Jankowski, Svenja Mevert – Annkristin Schmidt, Yana Hesse 5, Elina Hesse, Maike Langenberg 6, Simona Martin, Joele Riedeberger 1, Mareike Hoffmann, Janna Wilcke, Carina Lipp 7, Lina Hinze 6, Verena Wagner, Sarah Winkowski 1.

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