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Lokalsport

06. Dezember 2016 | 11:18 Uhr

Segeln : Abstieg nicht zu verhindern

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Die Seglervereingung Itzehoe segelt im nächsten Jahr in der zweiten Bundesliga.

Der Abstieg war letztlich nicht mehr zu verhindern. Die Seglervereinigung Itzehoe (SVI) hatte sich beim Finale der 1. Segel-Bundesliga in Hamburg nach katastrophalem Start zwar noch vom letzten auf den 13. Rang vorgearbeitet. Um in die Relegation zu kommen, hätten Christian Soyka, Kai Harder, Moritz Burmester und Leon Stolp zum Abschluss aber mindestens Fünfter werden müssen. So blieb die SVI in der Bundesliga-Abschlusstabelle auf dem vorletzten Platz hängen.

Eigentlich hatte sich das Thema Klassenerhalt bereits am Donnerstag erledigt. „Wir sind überhaupt nicht in die Rennen gekommen“, analysierte Steuermann Christian Soyka, der ebenso wie Leon Stolp grippegeschwächt in die Regatta gegangen war. „Wir hatten viele kleine Haker. Egal ob Start, Manöver, Taktik oder Speed – wir hatten überall drei Prozent zu wenig“, so Soyka. Die Konkurrenz sei diesmal so stark wie noch nie gewesen, so dass es an allen drei Tagen total eng zugegangen sei. „Es war sehr schwierig zu segeln. Fehler konnte sich niemand leisten. Wir haben am Anfang leider zu viele gemacht.“

Dreimal Letzter und zweimal Vorletzter, damit war das Itzehoer Team am Donnerstag Schlusslicht. Der Druck nach vorn segeln zu müssen war offenbar zu hoch. Den nächsten Rückschlag gab es am Freitag, als im sechsten Rennen erneut nur der letzte Platz heraussprang. Dann folgten jedoch zwei Rennsiege, womit eine kleine Aufholjagd begann. Letztlich war das Feld aber zu ausgeglichen, um noch ganz nach vorn zu kommen. „Mit dem Abschluss können wir sehr zufrieden sein. Beim zweiten Platz im letzten Rennen haben wir noch einmal allen gezeigt, wie gut wir segeln können.“

Ein Blick auf die Tabelle in Hamburg verdeutlicht, wie knapp alles war. Die Clubs von Platz 16 bis zwölf hatten am Ende alle 59 Punkte auf dem Konto. Und auch in der Meisterschaft wurde es wider Erwarten noch einmal spannend, weil Titelverteidiger Deutscher Touring Yachtclub schwächelte. Schließlich retteten sich die Bayern auf Platz zehn und durften die Sektkorken knallen lassen, während die besten sechs noch im Finale die ersten Plätze ausfuhren. Der Sieger in Hamburg, Verein Seglerhaus am Wannsee, war den Tutzingern bis auf zwei Punkte auf die Pelle gerückt und lag zwischenzeitlich sogar schon vorn.

Neben dem SVI steigt auch der Kieler Yachtclub als Drittletzter ab. Die beiden anderen schleswig-holsteinischen Teams aus Flensburg und Lübeck waren allerdings nicht viel besser und müssen in der Relegation weiter um den Klassenerhalt kämpfen. Schlusslicht blieb der Yachtclub Berlin-Grünau, der auch in Hamburg mit der Roten Laterne vorlieb nehmen musste.

Die Enttäuschung über den Abstieg hielt sich bei der SVI zum Schluss in Grenzen. „Wir waren auf dieses Szenario vorbereitet, deshalb fiel es nicht ganz so schwer. Der Abstieg kann aber für uns auch zu einem Schritt nach vorn werden“, glaubt Christian Soyka. Die Bundesliga müsse für jedes einzelne Teammitglied Projekt Nr. 1 sein. Das sei in dieser Saison nicht so gewesen, weshalb in allen sechs Wettfahrten eine andere Crew unterwegs war. „Wir müssen mehr Einheitsregatten zusammen segeln, um im Boot noch besser zu harmonieren.“ Man werde sich jetzt zu einer Saisonanalyse zusammensetzen und müsse dann sehen, wer genug Zeit hat, sich zukünftig im Stammteam zu engagieren. „Wir werden auf jeden Fall richtig lospowern“, verspricht Christian Soyka.

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erstellt am 31.Okt.2016 | 05:38 Uhr

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