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Lokalsport

09. Dezember 2016 | 05:01 Uhr

Handball-Oberliga HH/SH Männer : Wifts Knoten soll nun auch auswärts platzen

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die in der Fremde noch punktlosen Neumünsteraner gastieren morgen Abend beim FC St. Pauli. Zwei Torhüter sind verletzt.

Vor einer englischen Woche stehen die Handballer der SG Wittorf/FTN. Denn zwischen zwei Oberligabegegnungen müssen die „Bären“ am kommenden Dienstag das Viertelfinale im Landespokal beim SH-Ligisten TSV Alt Duvenstedt bestreiten. Zu Beginn dieses Programms reisen die Blau-Weißen morgen zum Meisterschaftsduell beim FC St. Pauli in die Hansestadt. Ab 18 Uhr wollen die Schwalestädter zum ersten Mal in dieser Spielzeit in einer fremden Halle Zähler auf dem eigenen Konto verbuchen – und das ausgerechnet an der Budapester Straße bei den dort aktuell noch verlustpunktfreien „Kiez-Piraten“.

„Wir wollen beweisen, dass wir auch auswärts gewinnen können“, sagt Wifts Spielertrainer Yannik Stock voller Entschlossenheit. Mit zwei Zählern im Gepäck würden die „Bären“ als momentan Drittplatzierter (6:4 Punkte) den Anschluss an die Tabellenspitze halten und sich zugleich von den übrigen Verfolgern möglicherweise ganz leicht absetzen. Ganz oben stehen die einzigen beiden bisher verlustpunktfreien Mannschaften mit jeweils 10:0 Zählern: HSG Ostsee N/G und HG Hamburg-Barmbek. Zwar hinter der SG Wift, aber mit den „Bären“ punktgleich lauern die Teams auf den Rängen 4 bis 7. Selbst St. Pauli als Tabellenneunter mit 4:4 Punkten ist nicht allzu weit weg.

Bei den Braun-Weißen dürfte es für Stock und Co. ein schwieriges Unterfangen werden. Es warten eine aufgeheizte Atmosphäre, „Backe“-Verbot und die Ungewissheit über die Kaderzusammenstellung der Hausherren. So tauchte etwa Johannes Vorst, der Schütze im linken Rückraum der Gastgeber, bisher nur bei Heimspielen auf. Bekannt ist dagegen, dass St. Pauli generell aus einer stabilen 6:0-Deckung heraus mit pfeilschnellen Außen leichte Tore erzielt und aus dem gebundenen Spiel im Rückraum, auch ohne Vorst, mit Rasmus Gersch, Jan-Niklas Rhode und Sebastian Spreitzer variabel aufgestellt ist. „Unser Spiel sieht ebenfalls vor, hinten eine kompakte Abwehrreihe zu stellen und vorne möglichst aus der ersten Welle einfache Chancen zu kreieren“, erklärt Stock. In der Wittorfer Kiste feiert das Gespann Oliver Titze/Erik Quednau durch den verletzungsbedingten Ausfall von André Hoffmann und Steffen Bahr Premiere. „Jetzt können wir von Glück sagen, dass wir mit vier Torhütern in die Saison gestartet sind“, sagt Stock und ergänzt: „Auf St. Pauli wird ohne Harz aus der zweiten Reihe wenig möglich sein. Wer damit am besten zurechtkommt, wird sich erst auf dem Spielfeld zeigen.“ Kleines statistisches Kuriosum: Wie die SG Wift hat auch St. Pauli in dieser Saison bislang alle Heimspiele gewonnen und alle Auswärtspartien verloren. Gehen diese Serien morgen weiter?

Es fehlen: M. Koslowski (Kreuzbandriss), Hoffmann (nach Ellenbogenoperation), Bahr (Innenbanddehnung im Ellenbogen). – Duelle 2015/16: Daheim gewann Wift gegen St. Pauli mit 29:25, in Hamburg hieß es 26:26. – Außerdem spielen: morgen, 16.30 Uhr: MTV Herzhorn - VfL Bad Schwartau II; morgen, 16.45 Uhr: HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg - SG Hamburg-Nord; morgen, 17 Uhr: TSV Hürup - HSG Ostsee N/G; morgen, 17.30 Uhr: TuS Esingen - HG Hamburg-Barmbek; morgen, 18 Uhr: THW Kiel II - Preetzer TSV; verlegt auf 17. Dezember, 18.30 Uhr: TV Fischbek - HT Norderstedt.


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