zur Navigation springen

Lokalsport

03. Dezember 2016 | 05:45 Uhr

Handball-Oberliga HH/SH Frauen : Wattenbek zieht das Tempo an

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Starke Endphase in jeder Halbzeit – so lautet das Erfolgsrezept gegen Altenholz.

Achtes Spiel, achter Sieg: Frauenhandball-Oberligist TSV Wattenbek kam gestern zu einem 30:22 (18:13) in der Spitzenpartie gegen den Tabellendritten TSV Altenholz. Im „Wettwerfen“ mit dem Altrahlstedter MTV hatten die Hamburgerinnen ein 33:23 gegen den MTV Herzhorn vorgelegt, doch die „Peitschen“ wussten zu kontern. Mit je 16:0 Punkten stehen sie und der AMTV weiterhin in der Tabelle ganz oben. Beide Teams weisen die gleiche Tordifferenz auf (plus 86), allerdings hat Wattenbek 32 Treffer mehr erzielt als sein ärgster Konkurrent.

Am Bordesholmer Langenheisch ging es ausgeglichen los. Altenholz legte leicht vor (4:5/8., 6:7/11.) und profitierte dabei von einer nur bedingt funktionierenden 5:1-Formation Wattenbeks mit der vorgezogen agierenden Anne Zellmer. Der Rückraum der Gäste hatte zu viel Platz, was auch „Peitschen“-Trainer Andreas Juhra missfiel. Nachdem er auf ein 6:0 umgestellt hatte, lief es besser. Als wegweisend erwies sich der 9:9-Ausgleich durch Katja Lietzau (16.). In der Folge versuchte es Altenholz, das auffällig verhalten operierte, immer wieder mit Kreisanspielen, die Leandra Kühn und Janina Harms im Mittelblock der Einheimischen zu unterbinden verstanden. Dennoch blieb es lange Zeit eng (14:13/26.), ehe Wattenbek per 4:0-Lauf doch noch zu einem komfortablen 18:13-Pausenvorsprung kam. Mit druckvollen Parallelstößen rissen die Juhra-Schützlinge immer wieder Lücken, auch legten sie das nötige Tempo an den Tag. Zwar agierte Harms nun in der Offensive etwas zu übermütig und wurde durch Jette Stegmann ersetzt, doch dafür war auf die Torhüterinnen Verlass. Katharina Kaube parierte in den letzten fünf Minuten des ersten Durchgangs vier Würfe, Franziska Schenk in dieser Phase zusätzlich einen Siebenmeter des TSV Altenholz.

Nach dem Wiederbeginn wurde die physische Überlegenheit der Gastgeberinnen immer größer, Altenholz kam nun kaum noch durch und erzielte im zweiten Durchgang lediglich neun Treffer (zwei per Siebenmeter). Erschwerend kam für die Gäste hinzu, dass sich das Fehlen ihrer Abwehrchefin Natalie Tonn, einer Ex-Wattenbekerin, bemerkbar machte. Altenholz fiel überdies im Vorwärtsgang wenig ein. Mit äußerst lange vorgetragenen Angriffen wollten die Gelb-Schwarzen die „Peitschen“ einlullen. „Wach bleiben“ schallte es mehrfach von der Wattenbeker Bank. Und die Gäste hatten mit ihrem häufig an Zeitspiel grenzenden Auftritt sogar Erfolg, verkürzten sie doch von 14:21 (36.) auf 21:24 (49.). In dieser Phase ließ Wattenbek im Positionsangriff Wünsche offen, wenigstens überzeugte nun abermals Kaube, die mehrere freie Würfe entschärfte. Am Ende zogen ihre Vorderleute das Tempo wieder an und münzten Ballgewinne in der eigenen Abwehr vorne um (30:21/57.). „Wir dürfen uns nicht ausruhen, sondern müssen an den Fehlern arbeiten. Probleme sehe ich in der Abwehr, wo oftmals die entscheidende Absprache fehlt“, sagte Wattenbeks Coach Juhra.

Wattenbek: Kaube, Schenk - Lietzau (3 Tore), Pauli (4), Kühn (3), Harms (6/davon 1 Siebenmeter), Hollerbuhl (8), Zellmer (4), Stegmann, Schult, Stens, Nell (2), Steinbeck, Schulte.

SR: Sötje/Sötje (HSG Horst/Kiebitzreihe). – Zuschauer: 195. – Nächster Gegner: ATSV Stockelsdorf (A/Sonntag, 15.30 Uhr).

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen