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Lokalsport

09. Dezember 2016 | 08:52 Uhr

Handball-Landesligen : Spitzenreiter Wift bleibt torhungrig

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Janzen-Schützlinge gewinnen in Nahe mit 39:20. Aufsteiger WaBo ist erneut unterlegen, während die SGBB einen wichtigen Sieg feiert.

Die Frauen der SG Wift lassen sich von ihrem Weg in die SH-Liga nicht abbringen. Die Wittorferinnen setzten sich beim SC Nahe 08 deutlich mit 39:20 durch und führen mit nunmehr 14:0 Punkten die Tabelle der Handball-Landesliga Süd an. Aufsteiger HSG WaBo kassierte im achten Spiel die siebte Niederlage, doch ist wenigstens ein Fortschritt bei Wankendorf/Bornhöved erkennbar. Bei den gleichklassigen Männern stoppte die SG Bordesholm/Brügge ihren Negativlauf mit einem, schwer erkämpften Heimsieg über den „Zungenbrecher“ HSG SZOWW.

Landesliga Männer

SG Bordesholm/Brügge – HSG SZOWW 27:25 (15:14). Nach zuletzt drei sieglosen Spielen und einer intensiven Trainingswoche hat die SGBB in die Erfolgsspur zurückgefunden. Dabei erwischte die SG aus Nordfriesland (Ohrstedt/Ostenfeld-Wittbek/Winnert) den deutlich besseren Start (2:5/6., 4:7/11.). Unverständlicherweise hatte Gästecoach Dieter Ketelsen aber beim Stand von 2:5 eine Auszeit genommen. Danach drehte vor allem das Heimteam auf. Einige in der Abwehr abgefangene Bälle ermöglichten leichte Treffer. Innerhalb von sieben Minuten gelang per 6:0-Lauf eine Drei-Tore-Führung (10:7/18.). Doch die Gäste fingen sich wieder und waren zur Halbzeit (15:14) in Schlagdistanz, auch weil die Bordesholmer in der Phase vor der Pause etwas nachgelassen hatten. „Am Anfang war unsere Chancenverwertung noch nicht gut. Im Verlauf des Spiels haben wir uns aber deutlich gesteigert“, berichtete SGBB-Sprecher Hendrik Roßmann. Nach dem Wechsel konnte sich zunächst kein Team nennenswert absetzen (20:20/42.). Erst in der Schlussphase schlug das Pendel zu Gunsten der SGBB aus, die innerhalb kürzester Zeit von 24:23 (54.) auf 27:23 (57.) entscheidend davonzog und diesen Vorsprung in den Schlussminuten erfolgreich verteidigte. „Das war eine geschlossene Mannschaftsleistung. Diese war aber auch notwendig und motiviert für die folgenden Aufgaben. Jeder bei uns hat sich auf dem Spielfeld positiv einbringen können“, freute sich Roßmann, dessen Team nun wieder ein ausgeglichenes Punktekonto aufweist (7:7).

SG Bordesholm/Brügge (Tore in Klammern): Mittendorfer, Sternberg - Soboll (1), Purrucker, Grossklags, Komischke (6), Mertineit (3), Riefel (4), Stange, Horstmeyer (6), Ruf (2), Arnold (1), Böge (4), Kühtz. – Nächster Gegner: TSV Hürup II (A/Sonnabend, 14 Uhr).

Landesliga Frauen


HSG WaBo 2011 – VfL Geesthacht 22:28 (11:13). Trotz der sechsten Pleite in Folge, 2:14 Punkten und dem vorletzten Tabellenplatz vermerkte WaBo-Betreuerin Fenja Wegner eine positive Entwicklung auf dem Feld. „Unser Spiel ist im Laufe der Saison immer besser geworden, das motiviert uns ungeachtet der tabellarischen Situation“, erklärte Wegner und belegte: „Vorne funktionieren die Spielzüge besser, und hinten werden wir konstanter.“ Damit stimmen die Vorzeichen für einen dringend benötigten Erfolg im bevorstehenden Nachbarschaftsduell mit dem ATSV Stockelsdorf II auf Rang 12 (5:9 Punkte) hoffnungsvoll. Gegen Geesthacht waren die Einheimischen nach der 1:0- und anschließenden 2:1-Führung nur noch in der Verfolgerrolle. Zwar gestaltete die HSG WaBo mit einer guten Leistung die Partie bis eine gute Viertelstunde vor dem Ende relativ ausgeglichen, doch das Auswärtsteam war stets einen Schritt voraus (6:7/19., 11:15/33., 16:19/43.). Begünstigt durch die bekannten einfachen Fehler aufseiten der Gastgeberinnen setzte sich der VfL mit einem 5:0-Lauf vorentscheidend ab (16:24/48.). Nach dem anschließenden Team-Time-Out von WaBo-Trainer Björn Köll verkürzte dessen Team auf vier Tore, aber an der Punkteverteilung konnte das nichts ändern (21:25/54.).

HSG WaBo: Pendzig, Habermann - Harder (2), Knauft (11/davon 2 Siebenmeter), Schultz (3/2), M. Henningsen (5/1), Seidel, Baer (1), Peterson, Fümel, Eibl. – Nächster Gegner: ATSV Stockelsdorf II (A/Freitag, 20.30 Uhr).


SC Nahe 08 – SG Wittorf/FTN 20:39 (10:17). In den Anfangsminuten verlief die Partie ausgeglichen, Tore fielen abwechselnd auf beiden Seiten. Aber schnell hatte der Tabellenführer die Spielweise der Gastgeberinnen durchschaut. „Wir haben den linken Rückraum von Nahe fortan früher attackiert und hatten auch das Kreisläuferanspiel im Griff“, beschrieb Wift-Trainer Uwe Janzen, wie sich seine Mannschaft auf 9:4 (15.) absetzte. Der SC Nahe versuchte den Wittorferinnen mit einer sehr offensiv ausgerichteten Deckung beizukommen, aber diese Rechnung ging nicht auf. Gegen die individuell starken Wift-Frauen kamen die Segebergerinnen immer wieder den entscheidenden Schritt zu spät. Die ersten Zeitstrafen wurden gegen die Heimmannschaft gegeben, ferner erwies sich Annkatrin Lütt als absolute Erfolgsgarantin an der Siebenmeterlinie. Insgesamt versenkte sie elf von 13 Strafwürfen. Zwar legten beide Teams ein hohes Tempo an den Tag, doch die Wurfausbeute stimmte nur aufseiten der Gäste (9:13/25., 10:17/30.). Auch nach dem Wiederbeginn drückten die Schützlinge von Janzen aufs Gaspedal, spielten strukturierter, verzichteten auf verfrühte Abschlüsse und eröffneten mit einem 5:0-Lauf den zweiten Durchgang (22:10 aus Gästesicht/25.). „Neben unserer läuferischen Überlegenheit sind wir bis zum Schluss torhungrig geblieben“, zeigte sich Janzen mit dem Auftritt und dem damit einhergehenden deutlichen Erfolg sehr zufrieden.


SG Wift: Peters, Ehmke - Voßbeck (3), Rohwer (3), Goniwiecha (9), Beckmann (4), Meyer (1), J. Langowski (1), Rostock (2), Mundt (4), Lütt (11 Siebenmeter), Zimmermann (1). – Nächster Gegner: BSV Kisdorf (H/Sonntag, 17 Uhr).

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