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Lokalsport

09. Dezember 2016 | 14:45 Uhr

Handball-Oberliga HH/SH Männer : SG Wift muss um Sieg lange bangen

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Neumünsteraner beweisen gegen Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg am Ende starke Nerven und gewinnen mit 29:27.

Die Oberliga-Handballer der SG Wift dürfen wieder von besseren Zeiten träumen. Nach lediglich 4:4 Punkten zum Saisonstart bauten sie ihren kleinen Lauf durch ein 29:27 (12:14) gegen die HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg auf 5:1 Zähler aus und festigten mit nunmehr 9:5 Punkten ihren Platz im Verfolgerfeld. Wittorf/FTN ist vor eigenem Publikum weiterhin verlustpunktfrei.

275 Zuschauer beobachteten, wie die Gastgeber in der KSV-Halle im Anschluss an die 1:0-Führung durch Fridtjof Koslowski bedingt durch ihren unsauberen Ballvortrag und diverse schlechte Abschlüsse im Angriff einen 6:0-Lauf des Auswärtsteams verdauen mussten (1:6/11). Alleine acht technische Fehler bis dahin zwangen Wift-Coach Michael Haß dazu, die Grüne Karte zu schmeißen. Nach einem Gegentreffer suchten die „Bären“ meist die passende Antwort über die schnelle Mitte und scheiterten zu oft am starken HSG-Schlusssmann Daniel Schäfer. Im Positionsangriff wurde immer wieder versucht, Kreisläufer Tim Kreft zu bedienen, darauf war die Defensive der HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg bestens eingestellt und lauerte bereits auf die Anspiele (8:12/26.). Aber durch den Rückhalt des gut aufgelegten und sich steigernden Torwarts Erik Quednau, der auch zuvor schon gegen frei vor ihm auftauchende HSG-Schützen, unter anderem an der Siebenmetermarke, einen höheren Rückstand verhindert hatte, kam die SG Wift bis zur Halbzeit durch Bennet Kretschmer wieder auf zwei Tore heran (12:14). Der Rückraumrechte setzte auch zu Beginn des zweiten Durchgangs im Offensivspiel der Hausherren die entscheidenden Akzente. Sein Dreierpack läutete einen 5:0-Lauf und die erste eigene Zwei-Tore-Führung ein (16:14/35.). Hinten brachte der eingewechselte Oliver Titze seine Mannschaft zurück in die Spur und hielt die Null bis zur 37. Minute. Aber die Gäste suchten und fanden die Schwachstelle in der rechten Seite der blau-weißen Defensive. Nach dem 19:19-Ausgleich (43.) ging die HSG sogar erneut mit drei Treffern in Führung (19:22/48.). Michael Haß reagierte und brachte Lars Bente für Kretschmer. Bente bewies sogleich seine individuelle Qualität im Angriff. Immer wenn der Wittorfer Spielfluss ins Stocken geriet und Zeitspiel drohte, übernahm der Linkshänder die Verantwortung und schweißte das Größe-3-Leder in die gegnerischen Maschen (24:25/54.). Hinten knüpfte Quednau an seine Leistung aus den ersten 30 Minuten an, prompt kippte Wift nochmals die Partie (von 24:26/54. auf 28:26/58.). Nachdem Kreft für zwei Minuten auf die Bank geschickt worden war und die HSG in Überzahl den Anschlusstreffer erzielt hatte, zeigten die Einheimischen die nötige Übersicht. Gleich zwei Mal überrumpelten die Individualisten der SG Wift die hektische Defensivreihe. Die Folge war neben zwei persönlichen Strafen der nötige Raum für Thorben Plöhn, um 17 Sekunden vor dem Abpfiff im Fünf-gegen-vier-Spiel den doppelten Punktgewinn zu sichern.

„Wir halten Schülp in der ersten Hälfte mit zehn Fehlwürfen und ebenso vielen technischen Fehlern im Spiel und bringen uns auch im zweiten Durchgang durch einen Hänger wieder selbst in Bedrängnis. Wir müssen an diesen Fehlern arbeiten und sie abstellen“, resümierte Michael Haß. Gleichzeitig lobte der Wift-Coach aber auch neben der gut unterbundenen ersten und zweiten HSG-Welle und dem selbst gegangenen Tempo vor allem den Kampfgeist seiner Truppe.

SG Wift: Titze, Quednau - Kreft (4/davon 1 Siebenmeter), Schmidtke (2), Bente (4), Stock (4), Volquardsen, F. Koslowski (5/3), Brown, M. Haß, Kretschmer (6), Plöhn (3), Lehmann, Drecke (1).

Schiedsrichter: Bergmann/Lochner (Hamburg). – Zuschauer: 275. – Nächster Gegner: MTV Herzhorn (H/Sonnabend, 26. November, 19 Uhr).

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