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Lokalsport

26. Februar 2017 | 20:17 Uhr

Handball-Oberliga HH/SH Männer : SG Wift bewahrt die Ruhe

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die „Bären“ aus Neumünster bezwingen den TuS Esingen letztlich doch noch deutlich mit 33:23.

Im letzten Heimspiel vor der Herbstpause in der Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein besiegten die Handballer der SG Wittorf/FTN den TuS Esingen klar mit 33:23 (14:12). Damit bewahrten die „Bären“ ihre bisherige Saisonbilanz in der KSV-Halle vor unschönen Flecken und kletterten nach dem dritten Spieltag mit nunmehr 4:2 Punkten in die obere Tabellenhälfte.

Zwölf Minuten lang ließ die SG Wift erahnen, welches Potenzial in der Mannschaft steckt und entschied die bis dahin offene Partie mit einem 11:3-Lauf für sich. In den vorangegangenen gut 45 Minuten ärgerte sich Wifts Trainer Michael Haß oftmals über die Disziplinlosigkeit und die mangelnde Ballverantwortung: „Der Ablauf in Überzahl wird nicht eingehalten, weil irgendwer der Meinung ist, werfen zu müssen, anstatt den Ball geduldig weiterzuspielen. Da müssen wir cleverer werden.“

Ein Neumünsteraner Name fiel besonders oft: Fridtjof Koslowski. Beim Stand von 4:4 nach acht gespielten Minuten gingen alle Treffer der Gastgeber auf sein Konto. Insgesamt rief ihn der heimische Hallensprecher 15 Mal auf. „Überragend. Er setzt jede Woche noch einen drauf – Hut ab. Der Junge ist angekommen“, fand Haß ausschließlich lobende Worte für Koslowskis enorme Entwicklung binnen kürzester Zeit. Der Neuzugang katapultierte sich mit nunmehr 30 Toren (davon 14 Siebenmeter) auf den zweiten Platz der Torschützenliste vor Niels Jensen (TSV Hürup, 26/11) und hinter Kim-Colin Reiter (HSG Ostsee N/G, 31/5). Nach einer guten Viertelstunde konnten sich die „Bären“ zum ersten Mal auf zwei Treffer von den äußerst engagiert agierenden und bis in die Haarspitzen motivierten Gästen entfernen (10:8/17.). Doch dieser knappe Vorsprung war in der Folgezeit permanent in Gefahr und erst durch die sehenswerten Paraden von André Hoffmann ermöglicht worden. Der Wittorfer Schlussmann fing hinten die technischen Fehler seiner Vordermänner auf und sorgte dafür, dass diese ohne größere Konsequenzen blieben. In der 20. Minute reichte es Trainer Haß schließlich. Er zog die Grüne Karte, rotierte in der Aufstellung und erinnerte sein Team an die einzuhaltenden Vorgaben. Aber es fehlte den Gastgebern im Angriffsspiel an der nötigen Dynamik, um die Zuordnung der auswärtigen 3:2:1-Abwehr merklich zu stören. Esingen hingegen machte seinerseits geduldig die Lücken im blau-weißen Verteidigungsriegel aus und nutzte diese effektiv. Bald nach der Pause egalisierten die Gäste alle vorangegangenen Wift- Bemühungen und trafen zum 16:16-Unentschieden (38.). Bis zur 48. Minute versuchten es die einheimischen Akteure durch individuelle Spielereien, eine Entscheidung zu erzwingen. Aber für mehr als eine Zwei-Tore-Führung reichte es nicht (22:20). Erst in der Schlussphase ging die SG Wift die langen Wege, die es bedurfte, um die offensive Deckung der Kontrahenten in Bewegung zu bringen. Mit Auflösehandlungen und einfachen Einläufern besonders über die Außenpositionen kamen die „Bären“ zu unkomplizierten Toren und nutzten den Auftrieb auch in der eigenen Defensive (26:20/55.). Aggressiv und kompakt verhinderte das blau-weiße Team ein Durchkommen der Esinger, die in den letzten Minuten mit einem siebten Feldspieler experimentierten. Aber der Überzahl im Angriff folgte bei Ballverlust unmittelbar ein Gegentreffer ins herrenlose Gehäuse. So machte es etwa Thies Volquardsen eine Minute vor Schluss mit einem Kegelwurf vor (31:23/59.). „Zum Schluss haben wir die Ruhe bewahrt, die einfachen Wege gespielt und die richtigen Entscheidungen getroffen“, fasste Haß zusammen.

SG Wift (Tore in Klammern): Hoffmann - Kreft (5), Schmidtke (1), Stock (3), Volquardsen (5), Drecke, F. Koslowski (15/davon 6 Siebenmeter), Brown, M. Haß (2), Kretschmer (2), Plöhn.
Schiedsrichter: Doden/Düring (Hürup). – Zuschauer: 201. – Nächster Gegner: HSG Ostsee N/G (A/Sonnabend, 8. Oktober, 18.15 Uhr).




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