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Lokalsport

29. Juli 2016 | 17:53 Uhr

Handball-Landesligen Mitte : Preetz wird nervös: Wift gleicht noch aus

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Wittorfs Frauen machen aus einem 12:18 ein 21:21. Die SGBB-Frauen verlieren in Mini-Besetzung.

Mit Siegen für die SG Bordesholm/Brügge und die SG Wift II hielten in den Handball-Landesligen die Männervertreter Neumünsters Fahne hoch. Bei den Frauen erzielte die SG Wift im Verfolgerduell mit dem Preetzer TSV zumindest ein Remis, während die SGBB ihren Negativlauf auf nun neun sieglose Spiele mit 1:17 Punkten ausbaute.


Landesliga Männer

TSV Plön – SG Bordesholm/Brügge 27:35 (12:15). Durch den klaren Auswärtserfolg hat sich die SGBB der letzten Abstiegssorgen entledigt. Von Beginn an konzentriert im Angriff gelang trotz einiger Fehlwürfe ein guter Start in die Partie (4:8/15.). In der Abwehr offenbarten die Gäste noch Verbesserungspotenzial. Die meisten Abpraller landeten bei den Plönern, die häufig über den Kreis zum Torerfolg kamen. Insgesamt war die Leistung der Bordesholmer aber gut. „Wir hätten zur Pause höher als mit 15:12 führen müssen“, meinte SGBB-Sprecher Hendrik Roßmann. Das gelang dann nach dem Wiederbeginn. Die Gäste legten noch eine Schippe drauf und zogen durch einen 6:0-Lauf von 24:20 auf 30:20 davon (51.), sodass die Begegnung frühzeitig entschieden war. 20 Gästetreffer nach dem Seitenwechsel sind Beleg für einen starken Auftritt im Angriff. Das sah auch Roßmann so: „Es war insgesamt eine sehr gute Leistung von uns, zumal es ja auch für die Plöner noch um einiges geht. Wir haben uns keine Schwächephase erlaubt.“

SG Bordesholm/Brügge: Sternberg - Trede (5 Tore), Purrucker (1), Soboll (2), Roßmann (1), Böge (2), Komischke (1), Arnold (6), Riefel, Ruf (6), Stange, Horstmeyer, Mertineit (3), Khotsakit (8).

Nächster Gegner: Büdelsdorfer TSV (A/Sonnabend, 9. April, 18.30 Uhr).

SG Wittorf/FTN II – TSV Altenholz 29:25 (13:14). Nach der katastrophalen Leistung und der daraus resultierenden 19:31-Niederlage bei der HSG Kremperheide/Münsterdorf zwei Wochen zuvor zeigte Wift II nun wieder ein ganz anderes Gesicht. Das Team von Trainer Ingo Schmich brauchte zwar rund 20 Minuten, um in die Partie zu finden, bot insgesamt aber eine engagierte Leistung. Nach einer Auszeit beim Stand von 5:9 (20.) arbeitete sich die Heimmannschaft wieder heran. Beim 15:16 (35.) lag Altenholz II letztmalig in Führung. „Wir wollten einfache Dinge und mit viel Tempo spielen“, erklärte Schmich seine Vorgaben ans Team, das sich im Verlauf der zweiten Hälfte innerhalb weniger Minuten entscheidend von 21:20 auf 25:21 absetzte. Großen Anteil daran hatte vor allem Torhüter Jannik Mittendorfer, der über die gesamten 60 Minuten Spielzeit mit vielen starken Paraden glänzte. So sollte der siebte Saisonsieg am Ende nicht mehr in Gefahr geraten (27:22/54.), auch wenn die Altenholzer in der Schlussphase ihren Deckungsverbund frühzeitig in eine offensive Manndeckung wechselten. „Es wird sehr schwierig, noch den Klassenerhalt zu schaffen. Aber wir wollen die letzten vier zu vergebenden Punkte auf jeden Fall noch holen“, erklärte Schmich, der hofft, dass am Ende eventuell doch der achte Tabellenplatz zum Klassenverbleib ausreichen wird.

SG Wittorf/FTN II: Mittendorfer, Wegner – Sellmer (8), Schmidtke (4), Dohm, Tomaschewski (2), Bühring, Büchler (1), O. Pohl (1), Massannek, Schulz-Hildebrandt (4), Wilken (3), D. Pohl, Gau (6).
Nächster Gegner: TSV Plön (H/Sonnabend, 9. April, 17 Uhr).

Landesliga Frauen

SG Wittorf/FTN – Preetzer TSV 21:21 (10:10). „Das war kein Spiel für schwache Nerven“, fasste Wift-Trainer Uwe Janzen zusammen. Von Beginn an gingen beide Mannschaften dynamisch zu Werke, wobei auf beiden Seiten die Abwehrreihen glänzten (1:1/5.). Das Resultat war eine erste Hälfte mit eher wenigen Toren (5:5/15.). „Das, was die jeweilige Defensive zuließ, wurde meist von den Torhüterinnen dahinter entschärft“, beschrieb Janzen das stetige Hin und Her (9:9/25.). Mit unveränderter Anfangsaufstellung, aber neu sortiert und motiviert kam Wift aus der Kabine. Es waren jedoch die Gäste, die furios loslegten und von zu schwacher Gegenwehr Wittorfs profitierten (10:13/35.). Janzen zückte umgehend die Grüne Karte, aber die Auszeit brachte keine Veränderung (12:18/45.). Erst eine Runderneuerung der Mannschaft auf dem Feld durch gleich vier Auswechslungen stabilisierte sowohl die Abwehr als auch das Offensivspiel der Blau-Weißen (18:20/55.). „Preetz war nervös geworden, und wir hatten unsere Sicherheit wieder gefunden“, bilanzierte Janzen, dessen Team sechs Sekunden vor dem Abpfiff durch Nina Langowski zum 21:21-Ausgleich traf.


SG Wittorf/FTN: Voigt, Peters - Voßbeck (1), Goniwiecha (3), Beckmann (2), Ce. Hoffmann (1), Bermbach, N. Langowski (3/2), J. Langowski (5), Hein, Meyer (1), Haberland (3), Mundt (2).

Nächster Gegner: HSG Kremperheide/Münsterdorf (H/Sonntag, 10. April, 16.30 Uhr).

HSG Kremperheide/Münsterdorf – SG Bordesholm/Brügge 33:23 (12:12). Auf der Bordesholmer Bank herrschte absolute Ebbe. SGBB-Coach Helgo Winger musste mit genau sechs Feldspielerinnen anreisen, und sein Torhütergespann bildeten die reaktivierten Lara Howe und Ennie Jakobi. Doch ungeachtet dessen hatten sich die Gäste viel vorgenommen. Zuerst egalisierten sie nach einer Viertelstunde den anfänglichen Drei-Tore-Rückstand (von 1:4 aus Gästesicht/6. auf 6:6/15.), um dann anschließend selbst den Ton anzugeben (10:9 aus Gästesicht/25.). „Meine Mannschaft wusste spielerisch zu überzeugen, agierte im Angriff aber immer wieder zu nachlässig“, erklärte Winger das Unentschieden zur Pause. In Hälfte zwei begannen die Einheimischen im Kellerduell mit deutlich mehr Tempo, und mit fortschreitender Spieldauer schwanden die Bordesholmer Kräfte. Die sich dadurch einschleichenden technischen Fehler wurden konsequent mit Gegenstößen bestraft (19:28 aus Gästesicht/45.). „Danach fanden wir unsere Linie wieder und konnten, auch dank diverser Paraden von Jakobi und Howe im Tor, ein größeres Debakel verhindern“, beschrieb Winger die letzten 15 Minuten und sprach „ein besonderes Dankeschön an die beiden Torhüterinnen“ aus.

SG Bordesholm/Brügge: Jakobi, Howe - Petersen (4), Schwardt (3), Lau (4), Lütt (6/davon 2 Siebenmeter), Miskic (3), Sinn (3).

Nächster Gegner: HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg (A/Sonnabend, 9. April, 18.45 Uhr).

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