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Lokalsport

06. Dezember 2016 | 21:48 Uhr

Wassersport : Engagement am Einfelder See

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Jung-Kanute Silvan Ostheimer leistet Bundesfreiwilligendienst beim Ersten Kanu-Klub Neumünster.

„Abitur – und was dann?“ war die Frage, die Silvan Ostheimer vor einem Jahr beschäftigte, als er den Schulabschluss an der Klaus-Groth-Schule geschafft hatte. Er entschied sich für ein Freiwilliges Soziales Jahr. „Ich hatte schon früher als die meisten meiner Freunde das Abitur gemacht und wollte gerne noch ein Jahr länger in Neumünster bleiben“, erklärt der 19-Jährige, der bis dahin als Nachwuchs-Kanute zahlreiche Landesmeisterschaften gewonnen und norddeutsche Titel gesammelt hatte. „Höhepunkt war die deutsche Vizemeisterschaft im Vierer-Kajak über 1000m im Jahr 2014 mit Nils-Eric Rahm, Janko Knabe und Max Staats“, erinnert sich der gebürtige Neumünsteraner.

Vor diesem Hintergrund war es für ihn naheliegend, als „Bufdi“ (Bundesfreiwilligendienst-Leistender) etwas mit dem Kanusport in seinem Heimatverein, dem Ersten Kanu-Klub Neumünster (EKN), zu machen. Für den war ein solches Engagement zwar Neuland, aber in Zusammenarbeit mit der Sportjugend Schleswig-Holstein und dem Bundesfreiwilligendienst wurde eine entsprechende Stelle am Einfelder See geschaffen. Und so wurde der Medaillensammler Ostheimer für den EKN zur Putzfrau, zum Hausmeister, Trainer und Manager. Hecke scheren, Boote reparieren, Training leiten, Wettkämpfe organisieren, Öffentlichkeitsarbeit betreiben und Sponsoren akquirieren summierten sich für den jungen Sportler zu einem erfüllenden Fulltime-Job. „Da musste ich mein Trainingspensum schon so manches Mal zurückschrauben“, betont der 1,84 Meter große Modellathlet. Und er ist stolz darauf, dass auf seine Initiative hin neue Aktivitäten wie die viel beachtete Aktion „Der Erste Kanu-Klub sammelt Müll auf Stör und Schwale“ ins Leben gerufen wurden.

Am 31. August endet nun für Ostheimer das einjährige „Bufdi“-Abenteuer. Ein Nachfolger ist bereits gefunden, sodass der EKN jetzt regelmäßig wertvolle Erfahrungen vermitteln wird. Zuvor aber gestaltete Ostheimer das abschließende Ferienprogramm aktiv mit und begleitete den „Paddelspaß am Einfelder See“ in Zusammenarbeit mit dem Jugendverband sowie „Kleine Spiele im Wasser“ mit jungen Flüchtlingen aus der Erstaufnahmestelle des Deutschen Roten Kreuzes. Anschließend ist Urlaub angesagt, danach vielleicht „Work and Travel“ mit Freundin Lena und anschließend das Studium einer naturwissenschaftlichen Disziplin.

Neben dem Kanusport hat der Abiturient auch schon einige Triathlon-Wettkämpfe erfolgreich bestritten, und so sieht er seine sportliche Zukunft am ehesten im Quadrathlon, bei dem in die Disziplinen Schwimmen, Radfahren und Laufen des Triathlons noch eine ordentliche Kajakstrecke eingeschoben ist. „Aber ich weiß noch nicht so genau, wo es mich hinführen wird“, schaut der junge Neumünsteraner mit seiner offenen Art in eine noch nicht bis ins kleinste Detail konturierte, aber sicherlich bewegte und sportliche Zukunft.

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erstellt am 19.Aug.2016 | 18:13 Uhr

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