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Lokalsport

25. August 2016 | 13:24 Uhr

Handball-Oberliga HH/SH Männer : Bitteres Ende für SG Wift

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Neumünsteraner verlieren das Topspiel beim Spitzenreiter HSV Hamburg II mit 31:32.

Die SG Wift hat es gestern Abend versäumt, den Abstand auf Spitzenreiter HSV Hamburg II verkürzen. Im Gegenteil: Wittorf/FTN verlor das Schlagerspiel der Männerhandball-Oberliga vor 300 Zuschauern mit 31:32 (14:16) und weist nun fünf Punkte Rückstand auf den Tabellenführer auf. Ferner fielen die Blau-Weißen noch hinter den FC St. Pauli zurück und schlossen die Hinrunde mit 18:8 Zählern auf dem dritten Platz ab.

Wift startete mit einer ebenso aggressiven wie stabilen 6:0-Abwehr und ging die Hausherren früh an. Dass die Gäste nichts zu verschenken hatten, belegten die beiden frühzeitigen Gelben Karten für Spielertrainer Yannik Stock und Reiner Kobs nach gerade einmal zwei Minuten. Und auch in der Offensive klappte es bei den Neumünsteranern, die in der siebten Minute durch einen Kreft-Treffer mit 3:2 in Führung gingen. Die SG brillierte in dieser Phase mit wirkungsvollem Umschaltspiel, leistete sich in der Folgezeit allerdings fünf Fehlwürfe. Die Hamburger nutzten dies und sorgten mit einem 5:0-Lauf für einen 7:3-Vorsprung zu ihren Gunsten (13.). Wift reagierte: In der Mitte löste Kobs den bisherigen Regisseur Stock ab, ferner gab es einen Torwartwechsel. Für Erik Quednau (bis dahin vier Paraden) kam André Hoffmann (15.). Letzterer zeigte gleich eine schöne Abwehraktion (eine von sechs bis zur Pause), seine Vorderleute erhöhten nochmals die Intensität. Wift kam auf 5:7 heran (15.), blieb in Schlagdistanz (9:11 aus Gästesicht/23.) und glich in Überzahl sogar zum 11:11 aus (26.). Torreiche Minuten folgten bis zum Pausenpfiff, allerdings fällte das Schiedsrichtergespann noch einige nicht nachvollziehbare Entscheidungen zu Ungunsten der Gäste. So verwandelte die HSV-Reserve in dieser Phase gleich drei Siebenmeter – Hoffmann, Quednau und Oliver Titze versuchten sich im Wift-Gehäuse vergeblich – zum zwischenzeitlichen 14:13 (28.). Zur Pause führte der Spitzenreiter mit 16:14. Auffällig in den ersten 30 Minuten: Beide Teams wandelten mehrfach am Rande des Zeitspiels.

Nach dem Wiederbeginn blieb es spannend. Tommy Fängler verkürzte für Wift auf 16:17 (34.), ehe die Hamburger wieder drei Treffer draufpackten (20:16/37.). Doch in einer nun folgenden Überzahl bewies Wift Ruhe, Geduld und Übersicht. Mit dynamischen Kreuzungen störten sie die Zuordnung der einheimischen Deckung und prompt war die SG wieder in Schlagdistanz (21:22 /42.). Eine ähnliche Spielentwicklung schloss sich an. Wifts Fehler im Ballvortrag bestrafte die HSV-Reserve (25:22/45.), aber erneut wussten die Gäste zu antworten (25:24/46.) und glichen sogar in der 52. Minute erstmals wieder aus (27:27/52.). Es war den Wittorfern allerdings nicht vergönnt, den Spieß komplett umzudrehen. Während die Hanseaten eine doppelte Überzahl – Tim Kreft und Philipp Henrich saßen auf der Strafbank – zum 29:27 nutzten (55.), traf Wift zwei Mal nur die Latte. Dank zweier Hoffmann-Paraden blieben die Gäste jedoch weiterhin im Spiel (29:28/55.). Kobs scheiterte zwar per Siebenmeter, doch erst Fängler und dann Moritz Haß per Doppelpack egalisierten zum 31:31 (59.). Nun hoffte Wift wieder auf einen Husarenstreich, ehe ein abgefälschter Wurf der Hausherren rund 40 Sekunden vor Schluss den Weg ins SG-Tor zum 32:31 fand. Vergeblich hatten die Gäste zuvor auf Zeitspiel des passiv angreifenden HSV II reklamiert. Und es kam noch bitterer: Beim Versuch, den Spielstand abermals pari zu stellen, verlor Wittorf/FTN den Ball. Die cleveren Hamburger nahmen eine Auszeit und schaukelten ihre Mini-Führung nach Hause.

SG Wittorf/FTN (Tore in Klammern): Hoffmann, Quednau, Titze - Schmidtke, Fängler (6), Kreft (5), Stock (6), Plöhn (3), Kobs (3 Siebenmeter), Haß (4), L. Bente (1), Henrich (3).

Schiedsrichter: Dieckmann/Drews (Sandesneben). – Zuschauer: 300. – Nächster Gegner: MTV Herzhorn (A/Sonnabend, 16.30 Uhr).

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erstellt am 11.Jan.2016 | 17:45 Uhr

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