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Lokalsport

11. Dezember 2016 | 05:18 Uhr

Handball-Kreisoberligen Mitte : 36:26 – Wift II gleich wieder oben dabei

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Der Vorjahresmeister gewinnt auch sein zweites Spiel. Tungendorfs Frauen verlieren mit 20 Toren Differenz bei Kollmar/Neuendorf.

Gemischte Gefühle gab es in den Handball-Kreisoberligen. Während bei den Frauen der SVT (14:34 bei der SG Kollmar/Neuendorf) und auch Wift II (20:38 gegen die HSG Horst/Kiebitzreihe) haushoch verloren, bejubelte Nortorf ein 27:18 gegen die HSG Fockbek/Nübbel II. Ebenso erging es den Männern, bei denen sich auch nur eins von drei Neumünsteraner Teams zwei Punkte sicherte. Mit dem 36:26 über Horst/Kiebitzreihe II knüpfte Vorjahresmeister SG Wift II an vergangene Leistungen an. Hingegen erlitten die SGBB II und Gut Heil schmerzliche, weil denkbar knappe Niederlagen.

Kreisoberliga Frauen

Wift II – HSG Horst/Kiebitzreihe 20:38 (9:22). „Wir haben gar nicht ins Spiel gefunden“, sagte Wift II-Torwarttrainerin Denise Schwardt enttäuscht. Bereits nach zehn Minuten lagen ihre Farben mit 0:7 zurück. Im Gegensatz zu den fruchtlosen Offensivbemühungen der SG Wift II konnten die Gäste ihre Chancen in nahezu jedem Angriff zu einem Treffer nutzen. Über die gesamte Spielzeit hinweg liefen die Einheimischen einem immer weiter wachsenden Rückstand hinterher (7:20/27., 12:28/39., 17:34/51.). „Unsere Mannschaft hat weder ordentliche Pässe gespielt noch das Tor getroffen“, ärgerte sich Schwardt über den Totalausfall in der KSV-Halle und ließ das Fehlen einiger Spielerinnen nicht als Ausrede gelten: „Wir haben nicht unser volles Potenzial abrufen können.“

Wift II: Hanssen, Voßbeck - Nohrden, Meyer, Michalowski, Nilsson, Lietzau (1), Bermbach (1), Ebbesen (1), Beckmann (2), Rasch (2), Denz (5/davon 1 Siebenmeter), Tomaschewski (8/2). – Nächster Gegner: Hohe Geest (H/Sonntag, 16. Oktober, 17 Uhr).

SG Kollmar/Neuendorf – SV Tungendorf 34:14 (16:9). Im ersten Spiel gab es für den SVT mit frischer Konstellation und unter der neuen Trainerin Jana Schuh nichts zu holen. Dabei sahen die ersten 20 Minuten viel versprechend aus. Die Gäste agierten auf Augenhöhe mit der SG Kollmar/Neuendorf. Die Führung wechselte hin und her, der SVT behielt stets den Anschluss (6:6/14. und 8:9 aus Gästesicht/20.). Doch dann häuften sich die technischen Fehler aufseiten der Tungendorferinnen, die zunehmend nervöser wurden. Diese Schwächen nutzten die Gastgeberinnen gnadenlos aus und zogen mit einem 5:0-Lauf zum ersten Mal davon (8:14 aus Gästesicht/25.). Bis zur Pause wuchs der Vorsprung der Einheimischen auf sieben Treffer an. Anstatt diese Differenz zu verringern, kassierten die Tungendorferinnen in der Folgezeit einen weiteren 5:0-Lauf (von 20:13/46. auf 25:13/51.) – das war die Entscheidung.

SVT: Jüngling - Blunk (3), Nitschke (2), S. Köppen (2), Breitkopf (2), Wiese (2), Riepen (1), Duske (1), Loose (1), Ruzic. – Nächster Gegner: HSG 91 Nortorf (H/Sonntag, 9. Oktober, 16 Uhr).


HSG 91 Nortorf – HSG Fockbek/Nübbel II 27:18 (14:8). „Es war ein verdienter Sieg, denn im Vergleich zur Vorwoche haben wir uns merklich gesteigert und insgesamt eine geringere Fehlerquote gehabt“, berichtete HSG 91-Trainer Lars Ohmsen nach dem Sieg im ersten Heimspiel. Bis zur Mitte der ersten Halbzeit war es eine offene Begegnung (5:5/15.). Aber fortan bekamen die Gastgeberinnen deutlichen Aufwind und setzten sich bis zur Pause auf sechs Treffer ab (von 10:8/24. auf 14:8/30.). „Eigentlich schien unser Sieg schon sicher, aber wir kamen schlecht aus der Halbzeit“, beschrieb Ohmsen die folgenden acht torlosen Minuten und den Anschlusstreffer der Auswärtigen zum 14:13 (38.). Darauf reagierte er mit einigen taktischen Umstellungen, durch die sein Team wieder die nötige Sicherheit bekam (21:18/48.). Nun lief es im Angriff wie 30 Minuten zuvor, und mit einem 6:0-Lauf in den letzten zwölf Minuten ließen die Nortorferinnen keinen Zweifel am Heimerfolg aufkommen.

HSG Nortorf: Strebelow, Röscheisen - Böhmfeldt (13/9), L. Hildebrandt (1), Delfs (2), K. Fock (2), K. Hildebrandt (3), Wollny, Klindt (2), Reese, Clausen (2), Hansen, Wittmaack (2). – Nächster Gegner: SV Tungendorf (A/Sonntag, 9. Oktober, 16 Uhr).

Kreisoberliga Männer

SG Wift II – HSG Horst/Kiebitzreihe II 36:26 (16:10). Rainer Reß übernahm an der Linie für den urlaubenden Wift II-Trainer Michael Knapp und musste erst mit ansehen, wie sein Team durch überhastete Abschlüsse das Nachsehen hatte. Beim 1:3 (7.) standen bereits sechs vergebene Großchancen der SG Wift II zu Buche. Es war einzig der sattelfesten Abwehr und dem bärenstarken Keeper Marco Göttsche dahinter zu verdanken, dass der Rückstand bis dahin nicht größer ausfiel. „Allmählich steigerten wir uns aber und kamen sowohl über unseren Positionsangriff als auch aus dem Umschaltspiel zu Torerfolgen“, schilderte Wift II-Akteur Björn Sievers das Geschehen. In Zusammenarbeit mit Göttsche, der sein Gehäuse zwischen der 14. und 22. Minute vernagelte, stellten die Hausherren die Partie von 6:5 (14.) auf 10:5 (22.) und bauten ihre Führung fortan stetig aus (21:12/35.).

SG Wift II: Göttsche - Steffen (2), Sievers (3), Föh, Puphal (1), Mönke (3), Schelzig (4), Binnewies (2), Schmitt (4), Borde (3), Tomaschewski (9), Rostock (5). – Nächster Gegner: HG Owschlag-Kropp-Tetenh. II (A/Sonnabend, 8. Oktober, 19.30 Uhr).

SC Gut Heil Neumünster - HSG Störtal Hummeln 29:30 (14:16). GHN-Trainer Roland Knöchel fasste zusammen: „Nutzt man seine Chancen nicht zu 100 Prozent, verliert man mit einem Tor.“ Noch zu Beginn lief alles wie geplant, die Gäste kamen nicht zur Entfaltung, und sein Team führte mit drei Treffern (4:1/6.). Doch das änderte sich schlagartig. Binnen fünf Minuten glichen die Hummeln aus (5:5/11.), was die Einheimischen in Schockstarre versetzte. „Von der achten bis zur 17. Minute haben wir kein einziges Tor erzielt. Vielmehr haben wir den Gegner durch viele einfache Fehler gestärkt“, ärgerte sich Knöchel. Zwar erkämpfte sich sein Team die Führung mit dem Wiederanpfiff zurück (17:16/34.). „Aber erneut kamen wir nicht in den richtigen Tritt“, berichtete Knöchel. Überhastete Abschlüsse gepaart mit Wurfpech ließen die Führung in der Folgezeit hin und her wechseln (28:27/56, 29:30/60.). 30 Sekunden vor dem Ende stellte Knöchel auf zwei Kreisläufer um und versuchte zumindest einen Punkt zu retten – ohne Erfolg.

SC Gut Heil: F. Müller, Holst - Tietgen (6/5), Westphal, Velovic (2), Neumann, Steffens (3), Woop (2), Fleischer (10), L. Müller (4), Pohl (2). – Nächster Gegner: SG Bordesholm/Brügge II (H/Sonntag, 9. Oktober, 17.30 Uhr).

SG Bordesholm/Brügge II – TSV Alt Duvenstedt II 30:31 (17:16). „Wir haben den Gegner durch Ungenauigkeiten im Angriff dazu eingeladen, schnelle und einfache Tore zu erzielen. Mit zunehmender Spieldauer wurde es immer schlimmer. Zudem war unser Rückzugsverhalten unterirdisch. Das haben die Gäste klasse genutzt, Kompliment“, beschrieb SGBB II-Coach Eike Rix die 60 Minuten Handball am schönen Langenheisch (10:10/19., 13:13/26., 21:21/36., 28:28/55.), wies jegliche aufkommende Trainerfragen angesichts des schlechten Starts (2:4 Punkte) von sich und ergänzte: „Alt Duvenstedt II hat die Hälfte seiner Tore durch Gegenstöße, schnelle Mitte und zweite Welle gemacht.“ Bordesholms 30:30-Ausgleich 30 Sekunden vor Schluss folgte eine Auszeit der Gäste. In Überzahl deckten die Hausherren den gegnerischen Rückraumshooter Jannes Bosch (isngesamt acht Treffer) kurz und wollten das Ergebnis über die Zeit bringen. Aber wenige Sekunden vor dem Abpfiff machte der Rückraumwurf von Duvenstedts Dominik Struve einen Strich durch die Punkteteilung.

SG Bordesholm/Brügge II: Nielsen, R. Jansen - Lang (1), Bahr (2), Behnfeld (8), Lau (5), Thielsen (5), Fuhrmann (4), Glumm (1), Röscheisen, Koch (3), Scherwinski (1), C. Jansen. – Nächster Gegner: SC Gut Heil (A/Sonntag, 9. Oktober, 17.30 Uhr).

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