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Lokalsport

11. Dezember 2016 | 12:56 Uhr

Handball-Oberliga HH/SH Männer : 25:26 – Unparteiische vergrätzen SG Wift

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Der vermeintliche Ausgleichstreffer der Neumünsteraner durch Moritz Haß findet keine Anerkennung.

Der Zug mit den Spitzenmannschaften in der Männerhandball-Oberliga ist vorerst ohne die SG Wift abgefahren. Die Neumünsteraner verloren beim Spitzenreiter HSG Ostsee N/G in Grömitz mit 25:26 (8:16) und gehen mit 4:4 Punkten in die zweiwöchige Meisterschaftspause.

„Wir haben schlichtweg zu viele Fahrkarten gelöst, während die Gastgeber etwa 85 Prozent ihrer Chancen nutzen konnten“, bilanzierte Wifts Spielertrainer Yannik Stock. Zudem fehlte zu Beginn der nötige Zugriff. Die Gäste traten zu zaghaft auf und gerieten mit 1:4 ins Hintertreffen (7.). Zwar glich Wift aus (4:4/10., 6:6/12.), doch schnell riss Ostsee das Geschehen wieder an sich (12:6/23.). Über die erweiterte zweite und dritte Welle sowie ab der 17. Minute im Angriff durchgehend mit einem zusätzlichen Feldspieler agierend sprengte Neustadt/Grömitz immer wieder die Zuordnung in der blau-weißen Verteidigung. In dieser Phase bereitete den Auswärtigen vor allem Tjark Müller Kopfzerbrechen. Selbst enorm torgefährlich zog er besonderes Augenmerk der Wittorfer Defensive auf sich und hatte so den nötigen Platz geschaffen, um mit geschickten Anspielen seine Teamkollegen am Kreis oder im Rückraum in Szene zu setzen.

Acht Tore Differenz zur Pause (16:8) erforderten von der SG Wift eine komplette Drehung, wenn noch etwas möglich sein sollte. „Wir haben in der Kabine den Reset-Knopf gedrückt und die Abwehr ungeachtet des zusätzlichen Feldspielers offensiver ausgerichtet“, erklärte Stock. Je nach gerade laufenden Zeitstrafen wechselte sein Team von einer 5+1- auf eine 4:2-Variante, um die Laufwege des Ostsee-Rückraums einzuschränken und lange Pässe zu erzwingen. Nachdem sich erst André Hoffmann und Erik Quednau versucht hatten, stellte sich mit dem Wiederanpfiff Oliver Titze zwischen die Pfosten der SG und leistete mit einer 41-Prozent-Quote seinen Beitrag zur finalen Aufholjagd. Eine gute Viertelstunde vor Schluss verkürzte „Comebacker“ Lars Bente, der kurzfristig für den beruflich verhinderten Christian Drecke eingesprungen war, auf fünf Treffer (15:20 aus Gästesicht/44.). Die Gastgeber wurden zunehmend nervöser, gleichwohl zogen sie noch einmal auf sechs Tore davon (26:20/54.). Anschließend war „Finito“ mit dem Torjubel der HSG, die nicht mehr treffen sollte. Daran änderte auch das Auflaufen von Trainer Thomas Knorr, der im Spielerdress direkt auf dem Feld für die nötige Ruhe sorgen wollte, nichts. Wift übernahm die Kontrolle, ließ sich auch von drei nacheinander verworfenen Bällen in nur 60 Sekunden nicht entmutigen. Das Anschlusstor erfolgte durch Fridtjof Koslowski per Siebenmeter (26:25/60.). Die Grüne Karte der SG Wift flog – Auszeit und noch zwölf Sekunden auf der Uhr. Die „Bären“ agierten in Überzahl, und tatsächlich markierte Moritz Haß den Ausgleich. Der aber zählte nicht, weil der Youngster nach Ansicht des ballfernen Referees in den Kreis eingetreten war – eine Fehlentscheidung, wie vorliegendes Videomaterial bewies! Doch auf der Platte war daran nicht zu rütteln, Wift stand als Verlierer fest.

Stock ärgerte sich neben dem punktlosen Auftritt über die 60-minütige Dauerkrise am Kampfgerichtstisch. „Die beiden waren völlig überfordert, das war nicht oberligawürdig. Ihre permanenten Fehler führten zu ständigen Unterbrechungen und unnötigen Diskussionen, was den Spielfluss ungemein störte“, ließ der SG-Spielertrainer seinem Unmut freien Lauf ehe er sein sportliches Resümee zog: „Wir müssen daran arbeiten, auch in den ersten 30 Minuten Handball zu spielen und nicht zu verkrampfen. Immerhin haben wir auf den Punkt eine Aufholjagd gestartet, die aber nicht belohnt wurde.“

SG Wift: Hoffmann, Titze, Quednau - Kreft (3), Schmidtke (1), Bente (4), Stock (2), Volquardsen (1), F. Koslowski (6/davon 5 Siebenmeter), Brown (2), M. Haß, Kretschmer (3), Plöhn (3), Lehmann.

SR: Mikes/Padditz (Lübeck). – Zuschauer: 350. – Nächster Gegner: Wellingdorfer TV (A/Freitag, 14. Oktober, 20 Uhr/HVSH-Pokal).




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