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Lokalsport

08. Dezember 2016 | 05:18 Uhr

Strittiger Elfmeter als Knackpunkt

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Fußball-Verbandsliga Nord-Ost: Eckernförder SV trennt sich mit einem 1:1-Unentschieden vom vom Gettorfer SC

Nach zwei komplett unterschiedlichen Halbzeiten gab es im Derby der Fußball-Verbandsliga Nord-Ost zwischen dem Eckernförder SV und dem Gettorfer SC ein am Ende leistungsgerechtes 1:1 (0:1)-Unentschieden. Ein sehr umstrittener Handelfmeter brachte die Gastgeber kurz nach der Pause ins Spiel.

Bereits vor den Anpfiff hatte der Eckernförder SV einen kleinen Erfolg zu verbuchen, denn mit dem MTV Dänischenhagen (0:3 in Büdelsdorf; siehe Artikel unten), VfR Laboe (0:3 in Kronshagen) und SVE Comet Kiel (3:6 in Schönkirchen) waren drei Teams, die in der Tabelle hinter dem ESV stehen, punktlos geblieben. Außerdem hat sich Kilia Kiel in der SH-Liga mit dem 2:0 in Hartenholm so gut wie gerettet. Es wird damit also keinen zusätzlichen Absteiger aus der Verbandsliga Nord-Ost geben.

In der ersten Hälfte waren die Gettorfer die klar spielbestimmende Mannschaft und gingen nach einem Freistoß von Yannick Wolf, der von der ESV-Abwehr noch leicht abgefälscht wurde, auch verdient in Führung. Den Eckernfördern war die Verunsicherung nach den vier Niederlagen aus fünf Spielen zuletzt deutlich anzumerken. GSC-Schlussmann Yannik Wuttke hatte vor der Pause nicht einen einzigen Torschuss zu parieren. Anders als zuletzt fielen die Eckernförder nach dem Gegentor aber nicht in sich zusammen. Höhepunkt der ersten Hälfte war, neben dem Tor, ein Trick des überragenden Yannick Wolf in Ribéry-Manier an der Außenlinie, für den er Szenenapplaus – auch von einigen ESV-Anhängern – bekam.

„Den Eckernfördern ist die Verunsicherung anzumerken, aber wir führen nur 1:0“, sagte Jan Ole Gravert zur Pause. Seine Skepsis sollte nicht unbegründet sein. Es waren gerade einmal vier Minuten im zweiten Abschnitt gespielt, als Gettorfs Daniel Hansen einen Schuss auf der Torlinie klärte. Er ballte daraufhin vor Freude beide Fäuste, ehe sich blankes Entsetzen auf seinem Gesicht abzeichnete. Der insgesamt unsicher wirkende Schiedsrichter Steffen Schulze (Schuby) hatte nicht nur auf den Elfmeterpunkt, sondern ihm auch noch die Rote Karte gezeigt. „Das war kein Hand, das war die Brust“, beteuert Hansen. Doch die Entscheidung stand, und Nicolas Lietz ließ sich die Gelegenheit zum Ausgleich nicht nehmen.

Ab da an hatten die Eckernförder nicht nur ein quantitatives, sondern auch ein optisches Übergewicht. Der GSC hielt aber energisch dagegen, wodurch die Zuschauer eine deutlich abwechslungsreichere Partie als im ersten Abschnitt zu sehen bekamen. Es fehlten allerdings die ganz großen Torchancen. Der ESV vergab seine beiden zudem. Kurz nach seiner Einwechslung brachte Sönke Matthiesen den Ball aus vier Metern nicht im Tor unter, und in der Schlussminute wollte ESV-Kapitän Henning Ströh eine Hereingabe ins Tor grätschen, verfehlte den Ball aber um eine Fußspitze.

„Ich bin schon stolz auf meine Mannschaft“, sagt GSC-Coach Tim Rogge. „Wie sie trotz der vielen Ausfälle in Unterzahl dagegen gehalten hat, war schon stark. Wir haben dem ESV nicht ohne Grund den Rang abgelaufen. Der Elfmeter war aus meiner Sicht ein Witz – und erst recht, dass Daniel Hansen, der die Hände hinter dem Rücken hatte, für so eine Aktion auch noch die Rote Karte bekommen hat. Außerdem soll ein Eckernförder vorher im Abseits gestanden haben.“

ESV-Coach Stefan Mackeprang widersprach: „Ich sehe nicht, dass die Gettorfer uns den Rang abgelaufen haben. Sie haben zwar eine starke Truppe, mit Yannick Wolf aber eben auch einen überragenden Spieler, von dem sie sehr abhängen. Das 1:1 geht schon in Ordnung, auch wenn wir gerne gewonnen hätten. Bei der Chance von Sönke dachte ich noch: ‚Mensch, mit der Einwechslung haste alles richtig gemacht.‘ Aber es sollte halt nicht sein.“

Eckernförder SV: Christensen – Medler, Ströh, Tuchen, Lietz – Eggers, Jannik Ewert, Milov (68. Kaak), Wallochny – Carstensen (64. Matthiesen), Jürgensen (88. Jaron Ewert)

Gettorfer SC: Wuttke – N. Wolf, J.O. Gravert, Gogolok, Hansen – E. Empen, T. Gravert (78. Walther), Lühr, Mues – Y. Wolf, Dahsel.

SR: Schulze (Schuby) – Zusch.: 132

Tore: 0:1 Y. Wolf (14.), 1:1 Lietz (50.; HE)

Rote Karte: Hansen (GSC; Handspiel auf der Torlinie; 49.)



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erstellt am 09.Mai.2016 | 06:00 Uhr

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