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Lokalsport

11. Dezember 2016 | 03:25 Uhr

laufsport : Strammer Westwind kostet viel Kraft

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Beim 28. Eckernförder Stadtlauf sind Katharina Nüser und Leif Schröder-Groeneveld im Hauptlauf nicht zu schlagen. Insgesamt gehen fast 550 Teilnehmer an den Start.

Eckernförde | Eine strahlende Aprilsonne sorgte für reichlich gute Laune und Lauflust bei den Startern des 28. Eckernförder Stadtlaufs, bei dem gestern knapp 550 Aktive auf den Beinen waren, um ihre Frühlingsform zu testen. Neben Sonne und blauem Himmel gehörte aber auch ein strammer Westwind zu den Witterungsbedingungen, die den Laufklassiker an der Ostsee begleiteten. Auf der eigentlichen flachen und durchaus schnellen Strecke zwischen Kieler Straße und Strandpromenade mussten sich die Athleten auf den Passagen im Gegenwind teilweise etwas mehr ins Zeug legen, als ihnen lieb war, und wurden einige Mal in ihrem Tempodrang etwas ausgebremst.

An der Spitze des Feldes wurde allerdings dennoch ein flottes Tempo angeschlagen. Leif Schröder-Groeneveld und Katharina Nüser sorgten im Hauptrennen über zehn Kilometer für einen Doppelerfolg des Teams von der Wittenseer Quelle. Nüser gewann unangefochten in 37:46 Minuten die Frauen-Gesamtwertung und auch Schröder-Groeneveld konnte nach 33:15 Minuten seinen Vorjahressieg mit komfortablem Vorsprung wiederholen.

Aber auch der alte und neue Sieger blieb nicht ganz unbeeindruckt von dem unsichtbaren Gegenspieler aller Läufer. „Als ich in Eckernförde ankam, war ich eigentlich wegen des schönen Wetters euphorisch“, merkt der Kieler an. „Allerdings hat das doch gewaltig getäuscht, denn vor allem am Hafenbecken war der Gegenwind doch schon sehr heftig. Da habe ich mich auf die Passage in der Innenstadt gefreut, in der es durch die Anfeuerungen der Zuschauer zumindest einen emotionalen Rückenwind gab.“ Obwohl sich der 27-Jährige nach einer Knieverletzung im Sportstudium – auf Anraten seines Arztes – mehr auf den Triathlon konzentriert, konnte er in seinem ersten Wettkampf des Jahres seine Vorjahreszeit unterbieten. „Ich bin auch definitiv besser drauf und habe mir in diesem Jahr sechs bis sieben Triathlons zum Ziel gesetzt. In der Triathlon-Regionalliga möchte ich mich ins vordere Drittel verbessern. Da ich im nächsten Jahr Sportlehrer werde, möchte ich die Zeit bis dahin nutzen“, gab der mehrfache 10-km-Landesmeister einen Einblick in seine sportliche und berufliche Karriereplanung.

Für Schröder-Groenevelds Mitstreiter war bereits beim Startschuss klar, dass sie sich auf den Kampf um den zweiten Platz konzentrieren mussten. Im Dreikampf um die beste Platzierung setzte sich am Ende der 2014 beim Stadtlauf siegreiche Michael Wittig vom Borener SV durch. Der 51-jährige Marathonspezialist wurde in 35:12 Minuten Zweiter vor den nach 35:26 Minuten zeitgleich über die Ziellinie rennenden Dirk Henningsen (SG Kronshagen-Kiel) und Henning Liß (LG Zippels Runaways).

„Ich wäre gern unter 35 Minuten geblieben, aber das war bei dem Wind sehr schwierig“, erklärt Wittig. Der Landesrekordhalter und Deutsche Vizemeister im Marathon der Klasse M50 hat sich für 2016 aber dennoch das Ziel gesteckt, auch den 10-km-Landesrekord (34:30 Min.) seiner Altersklasse zu unterbieten.

Viel vorgenommen hat sich auch Katharina Nüser – und zwar schon für das nächste Wochenende. Dann tritt die 29-jährige in Bad Liebenzell bei den Deutschen Halbmarathon-Meisterschaften an, wo sie ihre Halbmarathon-Bestmarke unter 1:24 Stunden drücken und sich unter den 50 schnellsten Frauen Deutschlands platzieren möchte. „Ich bin da nach dem jetzigen Lauf ganz optimistisch“, sagt die frühere Karbyerin, die in 37:46 Minuten, trotz des strammen Windes, nur 13 Sekunden über ihrer 10-km-Bestzeit blieb. „Die Böen haben mich manchmal fast umgepustet, aber auf den geschützten Abschnitten habe ich dann richtig Tempo gemacht“, erklärt Nüser ihre Taktik. Christine Dörscher (SG Kronshagen-Kiel/ 42:03 Min.) und Julia Gröling (SV Enge-Sande/ 43:24 Min.) erliefen die weiteren Spitzenplätze der Damen.

Auf der 5-km-Strecke gewann mit der 15-jährigen Mara-Sophie Münster von TriAs Flensburg eine der stärksten Nachwuchstriathletinnen des Landes. In 19:15 Minuten siegte sie vor Sarah Dohse (USC Kiel; 20:04 Min.) und Simone Braun (TSV Klausdorf; 20:34 Min.). Auch der Sieger der Männerkonkurrenz des kleinen Stadtlaufs gehört noch zur Jugendklasse. Tarje Mohrdiek vom SC Itzehoe gewann in 16:52 Minuten vor Domenique Bogs (Sportfördergruppe der Maritimen Fünfkämpfer; 17:31 Min.) und Fynn Gräber (SG Athletico Büdelsdorf; 17:48 Min.).

Beim 2-km-Schnupperlauf waren die Unter-Zehnjährigen aktiv. Hier gewannen mit Finja Schreber (9:32 Min.) und Simon Rohwer (8:15 Min.) zwei flinke Talente der SG Athletico Büdelsdorf. Niklas Damm und Charlotte Helbig aus der starken Mannschaft der Richard-Vosgerau-Schule waren mit ihren jeweils dritten Plätzen die schnellsten Eckernförder Kinder.

Beim Veranstalter Eckernförder MTV, der erneut auf die Unterstützung von 75 Hilfskräften des EMTV, Segelclub Eckernförde, Eckernförder Ruderclub und Deutschen Roten Kreuz zählen konnten, war man mit dem Ablauf des Stadtlaufs sehr zufrieden. „Wir hatten noch zahlreiche Nachmeldungen. Es lief alles reibungslos. Wir haben viel positives Feedback bekommen“, freut sich Manfred Bebensee aus dem Organisationsteam.

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erstellt am 18.Apr.2016 | 06:00 Uhr

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