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3. Handball-Liga : Keck: „Habe mich isoliert gefühlt“

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Zurückgetretener Trainer hielt weitere Zusammenarbeit für unmöglich. Am Sonnabend trifft die HG OKT auf ihren zukünftigen Coach Sebastian Schräbler, der aktuell noch den SV Henstedt-Ulzburg betreut.

Fünf Spiele hat die HG OKT in der 3. Handball-Liga Nord der Frauen noch vor sich. Eine überschaubare Anzahl, doch für Olaf Keck war auch diese Zahl zu viel. Der HG-Trainer, der erst zu Saisonbeginn die Mannschaft übernahm, legte am Montag sein Amt nieder. Dem vorausgegangen war ein letztes Gespräch mit dem 2. Vorsitzenden Jens Stolley. Keck sagt: „Ich habe mich hier zuletzt wie ein Einzelkämpfer gefühlt.“ Im Auswärtsspiel am Sonnabend wird der bisherige Torwarttrainer Torben Helmer die Verantwortung auf der Bank haben.

Keine Spielerin aus der Mannschaft hat Keck während seiner Amtszeit auf Störungen zwischen dem Team und dem Trainer hingewiesen. So kam es für den B-Lizenzinhaber auch sehr überraschend, als er Anfang Februar von Jens Stolley mitgeteilt bekam, dass sein Vertrag nicht über das Saisonende hinaus verlängert werden würde. Diese Entscheidung sei aus der Mannschaft heraus gekommen, so, wie auch schon unter Kecks Vorgänger Vagn Hansen. Auch mit dem Dänen sahen Teile der HG-Mannschaft keine gemeinsame Zukunft, sodass es zur Trennung kam.

Keck stellte sich nach dieser Entscheidung beim nächsten Training vor die Mannschaft und sprach davon, die restliche Zeit professionell zu Ende bringen zu wollen. „Leider fehlte mir dafür zuletzt jegliche Unterstützung“, erklärt Keck, warum er sich nun doch vorzeitig zurückzog. „Ich habe mich immer mehr isoliert gefühlt. Das wollte ich ansprechen und klären, aber ich habe dann schnell gespürt, dass eine weitere Basis für die letzten zwei Monate gefehlt hat“, sagt Keck, der seine Zeit bei der HG OKT als „interessant und spannend“ beschreibt. „Ich hatte nie das Gefühl, dass wir – also ich und die Mannschaft – nicht zusammenpassen“, sagt Keck. So war er durchaus zufrieden, wie sein (Ex-)Team taktische Vorgaben teilweise sehr erfolgreich umsetzte. „Natürlich ist uns nicht immer alles gelungen, und da nehme ich mich als Coach ganz sicher auch nicht raus, aber insgesamt fand ich schon, dass es funktioniert hat.“

Mittlerweile steht mit Sebastian Schräbler der Nachfolger nach Saisonende fest. Keck schlug sogar vor, den künftigen Trainer einmal zum Training einzuladen, damit eine Vorstellung erfolgen kann. Das ist mittlerweile auch passiert. „Fachlich hat sich die HG einen guten Nachfolger geholt“, ist sich Keck sicher. Am Mittwochabend verabschiedete er sich dann in einem emotionslosen Treffen von der Mannschaft .

Keck wird seine freie Zeit nun damit verbringen, sich andere Handballspiele aus der Region anzusehen. „Ich werde sicher durch die ein oder andere Halle tingeln“, sagt Keck, der bald wieder als Trainer arbeiten will. „Es muss ein gutes Projekt sein“, sagt er und wünscht sich zumindest einen SH-Ligisten als zukünftigen Klub. „Wenn ich nichts finde, was mich reizt, kann ich mir auch vorstellen, die A-Lizenz zu machen.“

Wie es das Schicksal in Form des Spielplans der 3. Liga will, muss die HG OKT ausgerechnet im ersten Spiel nach Kecks Rückzug gegen den zukünftigen Trainer Sebastian Schräbler antreten. Am Sonnabend (17.30 Uhr) ist die HG beim SV Henstedt-Ulzburg zu Gast. Beim dortigen Tabellenzweiten arbeitet Schräbler noch bis Saisonende. „Es ist für die Mädels eine schwierige Situation, sie lassen sich davon aber nicht ablenken und hängen sich rein“, sagt HG-Torwart-Trainer Torben Helmer über den Zustand des Teams. „Im Hinspiel haben wir gezeigt, wie man HU besiegen kann. Das wollen wir wiederholen“, so Helmer. Dafür stehen alle Spielerinnen zur Verfügung. Es wird darauf ankommen, dass die HG den gefährlichen HU-Rückraum aggressiv bearbeitet. „Außerdem werden wir uns auf ein hohes Tempo einstellen müssen“, sagt Helmer.

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erstellt am 10.Mär.2017 | 06:00 Uhr

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