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Lokalsport

03. Dezember 2016 | 10:43 Uhr

Kanu-Polo : Kanu-Polo: Kräfte zehrender Spaß

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die Handballerinnen der HG OKT probieren in Kiel die Mischung aus Handball, Basketball und Rugby aus.

Kiel | Wer kennt sie nicht, die vier Elemente: Wasser, Erde, Feuer, Luft. Mit dem für Handballspieler ungewohntem ersten Element, nämlich Wasser, wurden am Sonnabend die Drittliga-Handballerinnen der HG OKT im Rahmen ihres Vorbereitungsprogramms zur im September startenden Punktspielserie konfrontiert. Bei der Kanu-Vereinigung Kiel von 1966 absolvierten die Damen beim Kanu-Polo in der Kieler Förde ein dreistündiges Alternativ-Trainingsprogramm. Sören Kamm und Arne Novak vom Veranstalter erläuterten zu Beginn die Regeln und wiesen die Damen der HG OKT ins Wettkampfspiel ein.

Mit rund 10  000 Aktiven zählt Kanu-Polo zu einer eher kleinen Sportart, die im Deutschen Kanu-Verband organisiert ist. Dabei handelt es sich um eine Mischung aus Handball, Basketball und Rugby, welche in ruhigen Gewässern oder Schwimmhallen in bis zu drei Meter langen und sieben Kilogramm schweren, genormten Kajaks gespielt wird. Zwei Mannschaften mit je fünf Spielern treten auf einem 23 x 35 Meter, rechteckigen Feld gegeneinander an. Ziel ist es, einen Wasserball in das gegnerische Tor zu werfen. Die untere Torlatte befindet sich dabei zwei Meter über der Wasseroberfläche. Jeder Spieler fährt mit einem Doppelpaddel in seinem Kajak. Er ist dabei geschützt durch Helm, Visier, Schwimmweste und Spritzdecke. Der Ball muss nach spätestens fünf Sekunden mit den Händen oder dem Paddel abgespielt werden – alternativ kann ein Torwurf erfolgen. Die angreifende Mannschaft hat 60 Sekunden Zeit den Angriff abzuschließen. Sieger ist nach zweimal 10 Minuten Spielzeit das Team, das am meisten Tore geworfen hat. Dabei gibt es keinen festen sondern einen fliegenden Torwart. Das heißt, derjenige Spieler, der seinem eigenen Tor am nächsten ist, übernimmt die Torwartposition und versucht mit seinem Paddel einen Torerfolg des Gegners abzuwehren. Dabei darf er von den Gegnern nicht attackiert werden. Allen Spielern ist es erlaubt, das Boot des in Ballbesitz befindlichen Spielers mit dem eigenen Kajak zu rammen. Außerdem darf der ballführende Spieler nach festen Regeln so angegriffen werden, dass er mit seinem Kajak kentert. Ist ein Tor gefallen, muss die erfolgreiche Mannschaft schnellstmöglich zurück in ihre eigene Spielhälfte fahren. Der Wiederanpfiff wird ausgeführt, wenn der Ball auf der Mittellinie ist.

Für diese Sportart ist eine hohe Grundlagenausdauer und Kraft erforderlich. Außerdem muss der Sportler über eine gute Paddeltechnik verfügen und keine Angst vorm Kentern haben. Sinnvoll ist hierbei das Erlernen der sogenannten Eskimorolle, bei der der Kanute sein Boot beim Kentern nicht verlässt, sondern sich durch eine Rolle im Wasser zusammen mit dem Kajak wieder aufrichtet.

Klar ist, dass die Paddel-Technik der Handball-Damen um ihren Trainer, Olaf Keck, noch viel Platz nach oben lässt. Allerdings zeigten alle gute Ansätze. Obwohl sich die Aktionen auf dem Wasser abspielten und damit das gewohnte Laufen nach dem Ball und in die Pässe komplett wegfiel, beeindruckten sie mit guter Ballkontrolle und gezielten Torwürfen. Zahlreiche Schaulustige verfolgten interessiert das offensichtlich mit viel Spaß geführte Match des Handball-Drittligisten.

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erstellt am 12.Jul.2016 | 06:00 Uhr

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