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Lokalsport

08. Dezember 2016 | 23:18 Uhr

3. Handball-Liga : HG OKT kommt einfach nicht in Tritt

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

26:33-Niederlage bei Aufsteiger HSG Jörl-Doppeleiche Viöl für das Team von Trainer Keck. Er sagt: „Haben das Spiel in der Abwehr verloren“.

Owschlag | Die Handballerinnen der HG OKT haben nach der 26:33-Niederlage bei Aufsteiger HSG Jörl-DE Viöl als Tabellenachter mit nun 2:6 Punkten den Anschluss zu den Spitzenteams der 3. Liga erst einmal verloren.

Neben einigen Fans der Gastgeber, hatten sich viele Anhänger der HG OKT auf den Weg in die 50 Kilometer entfernte Erich-Wobser-Halle nach Viöl gemacht, um das Derby mit Trommeln und Rasseln lautstark zu begleiten. Mit 190 Zuschauern war die Halle damit gut gefüllt. Aber schon von Beginn an machte die HG OKT deutlich, dass sie dem Gastgeber eine Menge Respekt zollte – zu viel Respekt. Die Mannschaft von Trainer Olaf Keck agierte viel zu zögerlich, ohne das nötige Selbstvertrauen. Angriffe wurden überhitzt abgeschlossen und in der 6:0-Abwehrformation versuchte jeder sein Glück alleine.

Die Gastgeberinnen von Trainer Thomas Blasczyk präsentierten sich dagegen wie aus einem Guss. Angeführt von dem variablen und mit viel Übersicht agierendem Rückraum mit Lena Scholz, Kristin Machau und Kim-Merle Köster ließ die HSG nach einer kurzen Eingewöhnungsphase keine Zweifel, dass beide Punkte beim Aufsteiger bleiben würden. Vor allem Machau ließ sich nie aufhalten und steuerte 12 Tore zum Sieg ihrer Mannschaft bei. Auch in der 6:0-Abwehr der Gastgeberinnen blieben viele Angriffsversuche der HG im stabilen Innenblock hängen. Die daraus resultierenden Gegenstöße wurden besonders durch die flinken Außenspielerinnen Sabrina Maier und Jana Behrendsen für den Aufsteiger genutzt.

Folgerichtig lag die HG OKT zur Pause 9:17 hinten. Alles deutete auf ein Desaster hin. Nach dem Wiederanpfiff keimte kurz Hoffnung im OKT-Lager auf. Keck hatte seine Abwehr umgestellt. Damit kam die HSG kurzzeitig ins Straucheln. Torhüterin Sophie Fasold entschärfte zudem in dieser Phase zwei Bälle der Gastgeberinnen. Imke Seidel brachte ihre Mannschaft mit zwei Toren in Folge zum 11:17 (32.) wieder ins Geschehen. Doch aus dieser Welle konnte die HG OKT letztlich keine weiteren Vorteile erzielen, weil man kurz darauf wieder in die bekannten Abschlussschwächen, gepaart mit unzureichendem Abwehrverhalten verfiel.

„Wir haben uns gut auf die Begegnung vorbereitet und auch ohne viele Worte ein gutes Verständnis, weil wir überwiegend schon in Nord Harrislee zusammengespielt haben. Ich hatte zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, dass wir die Punkte abgeben würden. Die HG OKT hat gute Spielerinnen, die allerdings im Moment Probleme haben, dies auch im Spiel als Mannschaft umzusetzen. Torwürfe wurden von OKT schlecht vorbereitet“, analysiert HSG-Trainer Thomas Blasczyk. „Aus unserer geschlossenen Mannschaftsleistung versehe ich besonders Tine Machau und Lena Scholz mit einem Sonderlob.“

OKT-Rückraumspielerin Sarah Jörgensen versteht die Welt nicht mehr. „Wir waren so heiß auf das Match. Aber statt richtig Dampf zu machen, spielten wir nur Standhandball. Dies, gepaart mit unseren eklatanten Abschlussschwächen und fragwürdigen Schiedsrichterentscheidungen, sobald wir wieder rankamen, führte zur gerechten Niederlage.“ OKT-Trainer Keck sieht, „dass wir, genau wie zunächst unser Gegner, nicht ins Spiel fanden. Besonders die Abwehr spielten wir nicht im Verbund sondern als Einzeldeckung Mann gegen Mann. Im Angriff fand auf unserer Seite zudem kein gutes Eins-gegen-Eins-Verhalten statt. Unsere Kreuzbewegungen waren ohne Druck. Wir haben das Spiel in der Abwehr verloren.“

HG OKT: Fasold, Lobstaedt – K. Rohwer (3), Ewert (4), Lübker, Jörgensen (1), Haudrup (1), Nissen (2), Peters (2/1), Sievert (3), Steffek (2), Seidel (7/4), Trceziok, Detlefsen (1)

 

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erstellt am 17.Okt.2016 | 06:07 Uhr

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