zur Navigation springen

Lokalsport

04. Dezember 2016 | 03:04 Uhr

3. Handball-Liga : HG OKT dreht nach der Pause auf

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Das Keck-Team nimmt den Schwung aus dem Punktspiel gegen Nord Harrislee mit und siegt 30:25 gegen Henstedt-Ulzburg.

Owschlag | Das war nichts für schwache Nerven! Vor 120 Zuschauern haben die Drittliga-Handballerinnen der HG OKT in der Kropper Geestlandhalle dank einer starken zweiten Halbzeit den SV Henstedt-Ulzburg mit 30:25 (13:13) besiegen können.

Zunächst schien die Partie für das Team von HG-Trainer Olaf Keck eine ähnliche Berg- und Talfahrt zu nehmen wie in dem Großteil der vorangegangenen Punktspiele. Die Gastgeberinnen kamen zunächst gut ins Spiel, vertändelten aber einen Drei-Tore-Vorsprung, um dann bis zur 22. Minute einem Vier-Tore-Rückstand hinterher zu laufen. Doch diesmal gab es einen entscheidenden Unterschied: Die Mannschaft funktionierte als Team. Statt sich aufzugeben wurde gekämpft – und das mit Erfolg. Durch drei erfolgreiche 7-Meter-Tore von Imke Seidel und zwei Feldtore von Raphaela Steffek wurde ab der 23. Spielminute der Schalter umgelegt. Mit 13:13 ging es mit etwas Glück in die Halbzeitpause, denn einen mit Halbzeitpfiff zugesprochenen Siebenmeter konnte Henstedt-Ulzburg nicht nutzen. Aber noch waren die OKT-Anhänger skeptisch. Zu oft hatte das Keck-Team in den vergangenen Spielen einen Vorteil aus der Hand gegeben.

Doch die Skepsis sollte sich gleich nach Wiederanpfiff legen. Neben dem Kampfgeist stellte sich bei den Gastgeberinnen zusätzlich eine gute spielerische Mannschaftsleistung ein. Wurfgelegenheiten wurden besser ausgespielt und auch sicher vollstreckt. Zunächst war es wiederum Seidel, die vorlegte und ihre Mannschaft in der 34. Spielminute zum 17:14 nach vorne trieb. Gekonnt wurde daraufhin auch immer wieder Anita Ewert am Kreis gesucht – und gefunden. Symbolisch dafür war in der 47. Minute das schlaue Passspiel von Rechtsaußen Alke Trceziok in den gegnerischen Kreis. Ewert angelte sich den Ball und vollstreckte zum 22:20.

Ebenso selbstbewusst und einsatzfreudig zeigte sich Raphaela Steffek über die gesamte Spieldauer. Sie steuerte insgesamt neun Tore zum Sieg bei und war damit gemeinsam mit Henstedt-Ulzburgs Dina Versakova erfolgreichste Werferin. Auch Franziska Peters sorgte mit ihren Distanzwürfen über die linke Angriffsseite besonders im letzten Spielabschnitt für viel Gefahr, sodass selbst die hervorragend aufgelegte Rückraum-Linke von Henstedt-Ulzburg, Dina Bergmane-Versakova den Sieg der HG OKT nicht verhindern konnte.

„In entscheidenden Spielphasen, wie zum Ende der ersten Halbzeit, haben wir es nicht verstanden, unser Spiel einfach weiter laufen zu lassen. Uns fehlt Stabilität. Leider haben wir auch zu viele Ballverluste gehabt. Die HG OKT hat auch die Partie in der Höhe verdient gewonnen“, analysiert HU-Trainer Frank Hamann.

Die Zusammenarbeit von Anita Ewert und Greta Nissen hat in der zweiten Halbzeit der OKT-Abwehr Stabilität verliehen und war damit ein wichtiger Grundstein zum Erfolg. Nur das Zusammenspiel von Rückraum-Mitte Marleen Völzke auf die Rückraum-Linke Versakova bereitete der Abwehr der Gastgeberinnen Probleme. „Kadenbach und Pejic waren hingegen fast wirkungslos. Abwehr und Angriff haben bei uns gut funktioniert. Meine taktischen Maßnahmen haben gegriffen“, freut sich Keck über die Leistung seiner Mannschaft. „Besonders zwischen der 30. und 40. Spielminute haben wir klasse gespielt“. Die HG OKT ist mit diesem Sieg auf den siebten Tabellenplatz vorgerückt.

HG OKT: Fasold, Lobstaedt – Lübker, Jörgensen, Nissen (2), Peters (4/1), Sievert, Steffek (9), Seidel (8/4), Detlefsen, Trceziok (3), Ewert (4), Krück

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 07.Nov.2016 | 05:53 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen