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Lokalsport

25. März 2017 | 01:15 Uhr

3. Handball-Liga : HG OKT bleibt auf Rang sieben

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die 25:27-Heimniederlage im Landesderby gegen den TSV Nord Harrislee ist die dritte Pleite gegen diesen Gegner in der laufenden Saison.

Altenholz | Ein ausgesprochen spannendes Landesderby wurde den rund 200 Zuschauern in der Owschlager Sporthalle geboten. Im Heimspiel der 3. Handball-Liga Nord der Frauen gegen den TSV Nord Harrislee (3.) wechselte die Führung mehrmals hin und her, ehe die HG ab der 50. Minute das Spiel aus der Hand gab und den Gästen beim 25:27 (14:12) beide Punkte überlassen musste.

Die angekündigte Revanche von OKT-Trainer Olaf Keck schien zunächst in die richtige Richtung zu laufen. Frühzeitig ließ er die Nord-Spielmacherin Merle Carstensen von Geburtstagskind Katrin Rohwer in Manndeckung nehmen. Das fruchtete. Zwar zog der TSV in der 22. Minute beim 11:8 erstmals mit drei Toren weg. Ein Team Timeout brachte OKT aber zurück in die Spur, sodass es mit einer Zwei-Tore-Führung (14:12) in die Pause ging.

Nach Wiederanpfiff zogen die Gastgeberinnen bis auf 18:14 (35.) davon. Dann war es HG-Torhüterin Femke Lobstaedt, die mit drei starken Paraden zunächst gute Chancen der Gäste zunichte machte. Doch der TSV wurde stärker und glich durch Lotta Woch zum 19:19 (44.) wieder aus. Ein Team Timeout der Gäste (50.), gepaart mit einem Wechselfehler, durch den die HG OKT kurzzeitig in doppelter Unterzahl war, spielte den Gästen in die Karten. Drei umstrittene Siebenmeter-Entscheidungen der Schiedsrichter, die ansonsten unauffällig blieben, läuteten endgültig die Niederlage der Gastgeber ein. Beim Stand von 24:27 (58.) griff Keck zwar noch nach dem letzten Strohhalm und veränderte die Abwehr in eine offene Manndeckung. Mit dieser Maßnahme erzielten die Gastgeberinnen aber nur noch Ergebniskosmetik zum 25:27-Endstand.

Letztlich brachte sich die HG OKT selbst um den Lohn. Die Marschroute von Keck war grundsätzlich Erfolg versprechend. Nord-Spielerin Carstensen erzielte nur ein Feldtor. Was von Beginn an aber nicht funktionierte, war die Abwehr gegen Harrislee-Spielerin Fenja Jensen. Sie erzielte aus dem Rückraum acht Tore.

Geführt durch die mit viel Übersicht agierende Sarah Jörgensen, die fünf Tore beisteuerte, konnten sowohl Franziska Peters über Rückraum links als auch Anita Ewert als Kreisläuferin bei der HG OKT überzeugen. Beiden gelangen zusammen zehn Feldtore.

Auch Innenminister Stefan Studt war in der Halle: „Ich habe ein persönliches Interesse am Frauen-Handball.“ Seine Tochter Janneke, die ihren Vater begleitete, spielt in der Oberliga Handball und studiert in Flensburg. Mit TSV-Coach Herluf Linde stehe sie seit kurzem in Kontakt. Studt betonte wie großartig es sei, „dass kleine Vereine mit großem persönlichen Einsatz aller Beteiligten solche Leistungen erbringen und in der 3. Liga mitspielen können“. Mit seinem Halbzeittipp („Harrislee gewinnt mit einem Tor“) lag er recht gut.

Linde lobte eine geschlossenen Mannschaftsleistung: „Ich wollte allen Spielerinnen Einsatzzeiten ermöglichen. Das führte zu unseren spielerischen Einbrüchen. Dadurch haben wir OKT stark gemacht.“ Keck ist enttäuscht: „Wir verlieren Spiele, die wir gut auch hätten gewinnen können. Das ist extrem ärgerlich! Nun stehen wir weiter hinter SFN Vechta auf dem siebten Tabellenplatz.“

HG OKT: Fasold, Lobstaedt – K. Rohwer (1), Ewert (4), Lübker, Jörgensen (5), Haudrup, Nissen, Peters (8/2), Steffek (2), Trceziok (2), Detlefsen, Sievert, Seidel (3).


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