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Lokalsport

09. Dezember 2016 | 08:57 Uhr

Triathlon : Hawaii-Ticket unglücklich verpasst

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Starke Leistung von EMTV-Triathlet Nicola Werner Rinkens beim IronMan Europe in Frankfurt.

Eckernförde | Trotz starker Leistung hat Nicola Werner Rinkens sein Saisonziel noch nicht ganz erreicht. Der 44-jährige Triathlet vom Eckernförder MTV bewältigte beim IronMan Europe in Frankfurt die Langdistanz aus 3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren und 42,195 km Laufen in 9:40,04 Stunden und landete damit auf dem 241. Platz von 3171 Finishern bei Europas größtem Qualifikationswettkampf für die IronMan-Weltmeisterschaften auf Hawaii. Mit seinem 29. Platz in der Klasse M 45 verpasste Rinkens allerdings knapp das begehrte Ticket für den Ausdauer-Dreikampf auf der Pazifikinsel.

Nach fünf erfolgreichen Starts beim OstseeMan in Glücksburg hat sich der Eckernförder für 2016 das Ziel gesteckt, sich auch einmal den Traum fast aller Triathleten verwirklichen zu wollen und in Hawaii mit am Start zu stehen. Der Weg dorthin führt allerdings nur über die Qualifikation bei einem der offiziellen IronMan-Wettkämpfe, die weltweit stattfinden. In Frankfurt machte doppeltes Pech auf der Radstrecke eine bessere Zeit und damit die greifbare Chance auf einen der 75 sogenannten „Slots“ für die IronMan-WM zunichte. Eine Panne und eine Zeitstrafe bremsten den EMTV-Triathleten zwischenzeitlich aus und kosteten wertvolle Minuten.

„Schlussendlich bin ich trotz verpasster Hawaii-Quali sehr zufrieden. Ich war auf den Punkt vorbereitet. Ohne Schaden am Rad und ohne Zeitstrafe wäre eine sichere Zeit unter 9:30 Stunden drin gewesen“, analysiert Rinkens, der auf der anspruchsvolleren Strecke in Glücksburg vor drei Jahren bereits die Langdistanz in 9:29 Stunden gemeistert hatte.

Mit 1:02 Stunde für das 3,8 km lange Schwimmen im Langener Waldsee kam Rinkens gut in den Renntag und nahm auch auf der Radstrecke wie geplant sein Tempo auf. Auf dem ersten Kopfsteinpflasterabschnitt schlug dann das Pech zu, als sich die Sattelhalterung des EMTV-Triathleten löste. Rinkens fuhr stehend zur nächsten Pannenstation, konnte den Schaden dort auch reparieren, verlor aber einige Minuten. Als Rinkens den Rhythmus und das Tempo wiedergefunden hatte, erwischte es ihn auf der Radstrecke erneut. In dem dicht gedrängten Teilnehmerfeld geriet Rinkens in einen Pulk von rund 30 Radfahrern, aus dem er sich nicht lösen konnte. Die Kampfrichter bewerteten dies als Windschattenfahren und belegte den Eckernförder mit einer fünfminütigen Zeitstrafe in der „Penalty Box“. „Das war natürlich sehr blöd, weil es in so einem Pulk mit ständig wechselndem Tempo nahezu unmöglich ist, die Abstände zu halten“, ärgert sich Rinkens ein wenig über die Entscheidung. Nach abgesessener Strafe bewältigte Rinkens die 180 km lange Radstrecke trotz zwischenzeitlicher Regenschauer und Sturmböen in insgesamt 5:16,27 Stunden, ehe seine stärkste Disziplin wartete. Den Marathon ging Rinkens mit forschem Tempo an und ließ auch auf der zweiten Streckenhälfte kaum nach. Mit seinen 3:14,06 Stunden für die letzte Disziplin arbeitete sich Rinkens im Gesamtklassement noch weit nach vorn, auch wenn sich der angestrebte Qualifikationsplatz nicht mehr erreichen ließ. Der Traum vom Start auf Hawaii ist dennoch noch nicht ausgeträumt, denn Rinkens setzt auf eine zweite Chance. „Jetzt kommt Plan B zum Zuge. Ich werde versuchen, beim Halb-IronMan 70.3 in Wiesbaden in der Militärwertung einen Platz zu erkämpfen, der auch die Quali bringt. Die Leistung von Frankfurt gibt mir das Selbstbewusstsein“, erklärt Rinkens.

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erstellt am 06.Jul.2016 | 06:00 Uhr

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