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Handball-Oberliga : Hamburg ist nur für HG OKT II eine Reise wert

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Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

In der Handball-Oberliga der Frauen besiegte die HG OKT II die SG Wilhelmsburg, während der TSV Altenholz beim FC St. Pauli verlor.

Altenholz | Viel zu feiern hatten die Altenholzer Oberliga-Handballerinnen bei ihrem Kiezbesuch in Hamburg nicht. Beim FC St. Pauli unterlag der TSVA deutlich mit neun Toren Differenz. Besser lief der Hamburg-Besuch für die HG OKT II, die in Wilhelmsburg zu einem Auswärtssieg kam.


FC St. Pauli – TSV Altenholz     31:22 (17:6)

„Ich weiß zwar nicht, warum man ohne ‚Backe‘ keine Abwehr spielen kann, doch das scheint ein spezielles Frauensyndrom zu sein“, rätselt Thorsten Ehrig, der den Altenholzer Trainer Hauke Scharff auf der Bank vertrat, was mit der Altenholzer Mannschaft bei der hohen Niederlage beim FC St. Pauli los war. „Die Abwehr hat überhaupt nicht gestanden“, kritisiert Ehrig. Jedoch bekleckerte sich auch der Altenholzer Angriff nicht gerade mit Ruhm, sodass sich die Niederlage der Gäste spätestens nach einer Viertelstunde und dem 3:8-Rückstand bereits andeutete.

„Die erste Halbzeit war eine einzige Katastrophe“, sagt Ehrig. Sein Team lag zur Pause auch in der Höhe leistungsgerecht mit 6:17 hinten. „Nach dem Wechsel haben wir ein wenig anziehen können“, berichtet Ehrig. Seinem Team gelang ein 4:0-Lauf zum 10:17 (35.). Doch danach war die kurze Aufholjagd auch schon wieder vorbei, und die Gäste verfielen wieder in den alten Trott aus der ersten Halbzeit. Der FC St. Pauli nutze die Chance und setzte sich wieder konsequent ab. „Natalie Tonn und Annbritt Besteher waren die beiden einzigen Spielerinnen, die aus der ansonsten schwach spielenden Mannschaft heraus stachen“, berichtet Ehrig nach dem enttäuschenden Auftritt.

TSV Altenholz: Guttau, Krass – Böttcher, Hauschild (1), Horn, Thiesen, Ohm (3), Most (1), von Klein (1), Lyke (7), Tonn (6/1), Heil, Besteher (3).


SG Wilhelmsburg – HG OKT II     22:26 (12:15)

Im Vorfeld des Spiels beim Tabellenelften aus Wilhelmsburg hatte HG-Trainerin Sünje Schütt wegen des „Backe“-Verbots eine enge Partie befürchtet. Doch dazu kam es nicht. „Die Mannschaftsleistung stimmte. Wir haben aus einer stabilen Deckung heraus unser Tempospiel nach vorne aufziehen können“, ist Schütt nach dem ungefährdeten Sieg letztlich zufrieden.

Ihre Mannschaft hatte den Gastgeber von Beginn an im Griff und legte ein 4:1 (7.) vor. „Wir hatten aber immer wieder kurze Einbrüche in unserem Spiel“, sagt Schütt. So kam die SG aus Wilhelmsburg beim 4:5 (11.) oder auch beim 10:12 (25.) immer wieder heran. Dazwischen war der Gast aber das bestimmende Team. „Wir hatten mit Hanna Schubbe einen ganz sicheren Rückhalt im Tor“, lobt Schütt ihre Torfrau, die immer wieder mit glänzenden Paraden die Angriffe der Gastgeberinnen stoppte und mit langen Pässen ihre Mitspielerinnen auf die Reise schickte. Zur Pause hatte sich OKT II wieder auf 15:12 abgesetzt.

„Im zweiten Spielabschnitt haben wir dann auch im Positionsspiel Chancen herausgearbeitet und vollstrecken können“, berichtet Schütt, die in Katharina Niese (12 Tore) ihre erfolgreichste Werferin hatte. Wilhelmsburg ließ sich bis zum 20:22 (53.) nicht abschütteln. „Wir haben dann aber aus einer stabilen 6:0-Deckung mit einer starken Hanna Schubbe dahinter, die Führung wieder auf 25:20 ausgebaut“, sagt Schütt. Damit war die Partie, zwei Minuten vor dem Ende, endgültig entschieden.

HG OKT II: Katzberg, Schubbe – Hermann, Delfs (3), Staack, Niese (12/5), Krück (5), Stachowski (4), Sasse (1), Wollborn (1), Schütt.

 

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erstellt am 20.Mär.2017 | 06:00 Uhr

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