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Lokalsport

03. Dezember 2016 | 20:47 Uhr

Maritimer Fünfkampf : Giacomo Gellert holt Gold im Einzel

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Lokalmatador Giacomo Gellert aus Eckernförde gewann die Einzelwertung beim CISM Open European Cup der Maritimen Fünfkämpfer.

Eckernförde | Wie stark ist die deutsche Mannschaft der Maritimen Fünfkämpfer ohne ihren zurückgetretenen Ex-Weltmeister Matthias Wesemann? Diese Frage wurde gestern beantwortet. Beim Jahreshöhepunkt, dem CISM Open European Cup in Eckernförde und Kiel holte sich das Ausrichterland hinter dem Dauerrivalen Polen die Silbermedaille. Gold gab es sogar in der Einzelwertung der Männer durch den Eckernförder Lokalmatador Giacomo Gellert (6061 Punkte), der Wesemanns ewigen Rivalen Jacek Sliwinski (6008) aus Polen auf Platz zwei verwies, und damit erfolgreich in die großen Fußstapfen des heutigen Bundestrainers treten konnte.

Obwohl sich Gellert seiner neuen Rolle als Vorbild bewusst war, ging er den Wettbewerb gewohnt entspannt an. „Alles kann, nichts muss“, sagt er selbst. Im Nicht-WM-Jahr war er bei etwa 98 Prozent der möglichen Motivation. „100 Prozent kann man nicht jedes Jahr abrufen. Das macht der Körper nicht mit“, erklärt der Eckernförder, der sich mit seinen Teamkameraden seit Anfang Januar auf den Open European Cup vorbereitet hatte. Gellert war dabei von Beginn an voll da. Im Eröffnungs-Hindernisrennen blieb der 27-Jährige trotz eines kleinen Patzers erstmals unter der 2-Minuten-Marke, und auch in den folgenden Disziplinen blieb er auf konstant hohem Niveau, auch wenn er für sich selbst noch einige Verbesserungsmöglichkeiten ausmacht. So hatte er sich mit seinen neuen Flossen, „die richtig teuer waren, aber auch viel angenehmer zu tragen sind“ schon eine bessere Zeit erhofft. Auch die Newcomer, zu denen alle Athleten gehören, die noch keine zwei Weltmeisterschaften bestritten haben, versprechen im deutschen Team Zuversicht. So landeten Tan-Hieu Mach, Domenique Bogs und Bjarne Sörensen auf den Plätzen zwei bis vier der Newcomer-Wertung. Bei den Frauen hatten die Gastgeber in diesem Jahr niemand am Start. Es ist aber gerade eine Bewerbung eingegangen.

Nach der Veranstaltung und einem nicht exakt formulierten Regelvergehen des Dänen Ronni Björn beim abschließenden Amphibischen Geländelauf diskutierten die Teamchefs noch einige Regelfragen. Damit hatte Gellert allerdings nichts mehr zu tun. „Ich brauche jetzt erst einmal zwei Wochen, um wieder vollständig zu Kräften zu kommen“, sagt er. „Vorher wird aber gefeiert.“

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erstellt am 15.Jul.2016 | 06:00 Uhr

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