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Lokalsport

04. Dezember 2016 | 19:32 Uhr

3. Handball-Liga : Die zweite Halbzeit stellt die erste auf den Kopf

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die HG OKT unterliegt dem Tabellenführer TSV Nord Harrislee nach guter erster Hälfte noch mit 22:25.

Harrislee | Als Tabellensiebter war die HG OKT in der 3. Handball-Liga Nord der Frauen zwar mit Respekt aber durchaus auch optimistisch zum verlustpunktfreien Spitzenreiter TSV Nord Harrislee gereist. Eine in der ersten Halbzeit gut verteidigende Gäste-Abwehr reichte aber nicht aus, die Punkte aus Harrislee zu entführen. Im zweiten Spielabschnitt zeigten die Mannschaft von HG-Trainer Olaf Keck zu wenig, um dem Gegner gefährlich werden zu können und unterlag mit 22:25 (11:9).

Die gut 180 Zuschauer in Harrislee sahen ein sehr abwechslungsreiches Spiel, in dem die zweite Halbzeit die erste auf den Kopf stellte. Die HG OKT zeigte mit Spielbeginn eine harte, kompromisslose 6:0-Abwehr, hatte aber im Angriff nach einer zunächst guten Trefferquote, vor allem durch Franziska Peters, wiederholt Probleme im Abschluss. Sonst wäre eine höhere Führung als das 11:9 zur Pause möglich gewesen. Bei den Gastgeberinnen war dagegen deutlich das Fehlen der Haupttorschützin Janne Lotta Woch zu spüren.

Nach Wiederanpfiff bot sich auf dem Feld plötzlich ein anderes Bild: Die Gäste agierten nun komplett verunsichert. In der Abwehr wurde nicht mehr konsequent genug, vor allem gegen Merle Carstensen und Laura Ryholl, verteidigt. Carstensen hatte als Dreh-und Angelpunkt ihres Teams bereits bis zur Pause fünf Tore geworfen – am Ende stand ihre Trefferzahl bei elf Feldtoren. Auch der Torwartwechsel beim TSV zeigte sich spielentscheidend. Marie Andresen entschärfte durch mehrere gute Paraden im zweiten Spielabschnitt die zumeist unvorbereiteten Wurfversuche der HG. Erst mit der Wieder-Einwechselung von Franziska Peters, die nach einigen Fehlwürfen Mitte der ersten Halbzeit ausgewechselt wurde, wurde das Angriffsspiel der Gäste wieder effektiver. In der 42. Minute gelang ihr der 16:16-Ausgleich. TSV-Coach Linde reagierte und nahm eine Auszeit. Diese Maßnahme verfehlte ihr Ziel nicht. Die Gäste kamen erneut aus dem Tritt, konnte aber noch einmal zum 21:22 (53.) aufschließen. In den verbleibenden sieben Minuten musste das Keck-Team den Gegner allerdings bis zum Endstand von 25:22 ziehen lassen.

Nach dem Spiel erklärte OKT-Trainer Olaf Keck, warum er Merle Carstensen nicht durchgehend in Manndeckung nahm: „Das kann durchaus eine Gefahr für die eigene Abwehr bedeuten und ich habe deshalb nur kurz auf dieses Mittel zurückgegriffen.“ HG-Rechtsaußen Anna Detlefsen sieht, „dass wir nach einer guten Verteidigung in der ersten Halbzeit, leider im zweiten Abschnitt etwas den Faden verloren haben.“ Ähnlich sieht es auch Herluf „Shorty“ Linde, Trainer des TSV Nord Harrislee. „Die HG OKT ist besser ins Spiel gekommen, dann haben sie in der zweiten Halbzeit zu wenig versucht, unser Angriffsspiel mit Merle Carstensen zu unterbinden.“ Olaf Keck spricht seiner Abwehr ein Kompliment aus. „Wir haben überwiegend richtig und aggressiv verteidigt. Damit haben wir das umgesetzt, was wir im Training besprochen hatten. Nur im Angriff machen wir noch immer viel zu wenig Tore. Nach der ersten Halbzeit hätten wir höher führen müssen. “

HG OKT: Fasold, Lobstaedt – Rohwer, Lübker (1), Jörgensen (1), Haudrup, Nissen, Peters (9/1), Sievert (1), Steffek (1), Seidel (6/1), Detlefsen (1), Trceziok (2), Greinke.

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