zur Navigation springen

Lokalsport

08. Dezember 2016 | 05:16 Uhr

A-Jugend der SG Flensburg-Handewitt unterliegt unglücklich : Zurückgekämpft und doch verloren

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

In dieser Partie steckte fast alles, was das nordische Handball-Herz begehrte: Spannung, Rasanz und tolle Tore. Nur das Happyend fehlte. Die A-Jugend der SG Flensburg-Handewitt unterlag dem Spitzenreiter Füchse Berlin unglücklich mit 29:30 (13:16).

Die Gastgeber ärgerten sich über das Ergebnis, enttäuscht sein musste aber niemand. „Ich bin richtig stolz auf die Mannschaft“, sagte SG-Trainer Sascha Zollinger. „Und überragend war es, wie sich wieder in die Partie zurückgekämpft hat.“

In der Tat: Beim 13:18 (32.) schien der SG-Nachwuchs am Boden. Manch einer befürchtete bereits einen ähnlichen Einbruch wie zwei Wochen zuvor gegen Burgdorf. Doch dann entfachte das Feuer aufs Neue – und die Wkinghalle erlebte eine packende Schlussphase. Dabei war auch das zwischenzeitliche Tal unnötig wie ein Kropf. Die SG-Truppe bot den durch die Bank größer gewachsenen Berlinern einen Kampf auf Augenhöhe. Torwart Jasper Basenau vereitelte einige freie Bälle. Der Angriff agierte konzentriert. Brandur Halgirsson hämmerte den Ball zu 8:6 (16.) in die Maschen, Linkshänder Jannek Klein traf zum 13:12 (27.).

Doch bis zur Pause schlichen sich drei technische Fehler ein, und direkt nach Wiederbeginn ließ Lasse Kurth zwei gute Wurfchancen von Rechtsaußen aus. Plötzlich hieß es 13:18. Trotz dieses Tiefs ließ niemand die Köpfe hängen. Trainer und Ersatzspieler sprangen immer wieder von der Bank auf und bejubelten die Aufholjagd. Bo Nielsen tauchte völlig frei am Kreis auf und erzielte das 18:20 (39.), Lasse Kurth konterte zum 21:21 (45.). Beim 23:23 (49.) regierte Unverständnis auf der Bank. Zunächst pfiffen die insgesamt souveränen Schiedsrichter Bo Nielsen ein Stürmerfoul ab und brummten im Gegenzug Lasse Kurth eine etwas zu harte Zeitstrafe auf.

Dennoch hielt die SG-Jugend bis zum 26:26 (54.) mit. Dann brachte ein Dreier-Lauf die Füchse auf die vermeintliche Siegesstraße. Sie mussten noch einmal zittern. Bo Nielsen schaffte 35 Sekunden vor Ende tatsächlich den 28:29-Anschluss, und sein Team hatte eine 6:4-Überzahl. Die Berliner schafften es aber, den Ball zu halten und schließlich per Kempa-Trick abzuschließen.

„Uns fehlte das Quäntchen Glück, das tut weh“, bilanzierte Sascha Zollinger nach der spannenden Partie. „Aber wenn wir so weiterarbeiten, werden wir eine erfolgreiche Saison spielen.“

Flensburg-Handewitt: Basenau (bis 34.), Trygvason (34.-54., bei einem 7m), Jepsen (ab 54., bei einem 7m) – Wiese (1), Halgirsson (3), Jürgensen (4), Hasenpusch, Klein (6), Breitenfeldt (4/2), Kurth (4), Thing (2), Nielsen (5/1).

Füchse Berlin: Rau, Ferjan – Urios (1), Gerntke (3), Krai, Raguse (4), Simak (3), Rozman (4), Schmitz, Matthes (4), Schauer (4), Butzke, Lüdtke (7/6), Hopp.

Schiedsrichter: Heine/Standke (Halberstadt/Klostermannsfeld).Siebenmeter: 4:6 – Zeitstrafen: 2:6.

Zuschauer: 200.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen