zur Navigation springen

Lokalsport

10. Dezember 2016 | 13:49 Uhr

Nord-Frauen überzeugen mit starker Defensive : Trainer staunt über sein eigenes Team

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Die Handballerinnen des TSV Nord Harrislee haben in der 3. Liga erneut ein Ausrufzeichen gesetzt. Der favorisierte SV Henstedt-Ulzburg musste mit einer 22:29-Niederlage den Heimweg antreten.

Nach dem gelungenen Pokalauftakt in Vechta (31:27) und der starken Punktspielpremiere beim VfL Oldenburg II (30:22) legten die Nord-Frauen im ersten Heimspiel der Saison nach. Gegen den SV Henstedt-Ulzburg gab es einen verdienten 29:22 (14:13)-Erfolg. „Meine Mannschaft versetzt mich immer mehr in Erstaunen. Sie bringt eine enorme Stabilität auf die Platte“, lobte Trainer Herluf Linde.

Die erste Halbzeit verlief sehr ausgeglichen mit wechselnden Führungen. Nach einem schnellen 5:2-Vorsprung (6.) hatten die Nord-Frauen zunehmend Probleme mit dem sehr guten Henstedter Rückraum und dem Kreisspiel der Gäste. Dabei zeichneten sich vor allem die umsichtige Spielmacherin Dina Bergmane-Versakova sowie die druckvollen Marleen Kadenbach und Annika Jordt aus. So lagen die Gastgeberinnen nach 19 Minuten mit 8:9 in Rückstand und mussten nach einem Zwischenspurt zum 13:10 (24.) wieder den Ausgleich hinnehmen. Laura Kieckbusch sicherte aber nich den 14:13-Halbzeitvorsprung.

Danach stand die Harrisleer Deckung sehr aggressiv. Zudem war weiterhin Verlass auf Torhüterin Marie Andresen. Im eigenen Angriff wurde gegen die offensive Abwehr der Gäste mit mehr Bewegung ohne Ball agiert, was Lücken riss, die mit viel Druck und Wurfkraft genutzt wurden. So erzielten das Linde-Team vier Tore in Folge zum 18:13 (36. Minute). Und auch den Anschluss der Gäste zum 16:19 vier Minuten später konterten die Nordfrauen.

Neben der mit zehn Treffern überragenden Torschützin Lotta Woch war nicht nur Merle Carstensen sehr erfolgreich. Vor allem Neuzugang Laura Ryholl übernahm Verantwortung, verwandelte drei Siebenmeter sicher und setzte noch fünf Tore aus dem Feld drauf. „Als sie ihr erstes Tor im Spiel geworfen hatte, fiel ganz viel von ihr ab und sie hat gestrahlt wie ein zehnjähriges Mädchen“, beschrieb Trainer Linde die Freude und Leistung der dänischen Rückraumspielerin treffend.

So erzeugten die Gastgeberinnen einen immensen Druck und setzten sich binnen neun Minuten unwiderstehlich auf 25:17 ab. Die Vorentscheidung – und am Ende stand ein auch in dieser Höhe verdienter 29:22- Heimsieg über den Vizemeister der 3. Liga.

„Leider hat sich Fenja Jensen nach einem Sprungwurf verletzt, als sie beim Aufkommen umgeknickt ist. Hoffentlich ist es nichts Schlimmeres“, drückt Linde seiner Spielmacherin die Daumen, dass sie beim Pokal-Highlight gegen den VfL Oldenburg am Sonnabend (14.30 Uhr) dabei sein kann. „Darauf können wir uns nach zwei Siegen in der Liga nun richtig freuen“, so Linde.

TSV Nord: Andresen, Tiedemann – Lundelius (1), Woch (10), Börnsen (1), Carstensen (5), Loesmann (1), Litschke, Harbeck, Ryholl (8/3), Clausen (1), Jensen, Jakusch, Kieckbusch (2).
SV Henstedt-Ulzburg: Wünsche, Nikolaus – Bahde (2), Gajewski (3), Röttger, Kadenbach (5/1), Andersson, Rahn, Pejic (4/3), Jordt (5), Bergmane-Versakova, Völzke (2/1), Gruetzner (1), Wessoly.

Schiedsrichter: Hamerich/Surrow.

Zuschauer: 121.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert