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Lokalsport

08. Dezember 2016 | 15:28 Uhr

15. OstseeMan-Triathlon : Starkes Debüt von Conny Nissen

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Beim 15. OstseeMan-Triathlon in Glücksburg kämpften sich gleich fünf Flensburger in die Top 20. Bei den Frauen feierte Conny Nissen (TriAs Flensburg) ein starkes Debüt. Die 31-Jährige glänzte mit Platz fünf in der Gesamtwertung.

Strahlende Champions, zahlreiche Gewinner und ganz viele sportliche Helden machten auch die 15. Auflage des OstseeMan-Triathlon in Glücksburg zu einer Veranstaltung, die weit mehr als ein Sport-Event mit vierstelligen Teilnehmerzahlen und Tausenden von Zuschauern ist. Der Langdistanz-Triathlon aus 3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren und 42,195 km Laufen brachte nicht den Puls der Athleten in Fahrt und bewegte die Herzen der Fans und Zuschauer. Auf ihrem 226 km langen Weg zum Ziel konnten die aus ganz Europa angereisten Athleten wie gewohnt auf die Unterstützung einer ganzen Region setzen. Angefeuert wurden am Kurstrand und an vielen anderen Punkten der Rad- und Laufstrecke alle Aktiven, doch ein wenig lauter wurde es doch immer, wenn ein Lokalmatador im Rennradsattel den „Sandwig-Hill“ hinaufkletterte oder später am Kurstrand bei den Marathon-Runden den Zielbereich passierte.

Zahlreiche einheimische Athleten nutzten die Chance, selbst auch einer von vielen Darstellern der großen Triathlon-Show zu sein und vom Publikum gefeiert zu werden. Nicht jede Geschichte nahm dabei ein Happy End. Bei zwischenzeitlich äußerst ungemütlichen Bedingungen endete für einige Ausdauersportler der Triathlontag vorzeitig und ohne Finisher-Medaille. Die meisten Athleten aus der Förde-Region schienen aber mit Wellen, Wind und Regen ein wenig besser zurechtzukommen als die weitgereisten Gäste. Fünf Flensburger unter den Top 20 der Männer und eine herausragende Debütantin in der Frauen-Konkurrenz sorgten für die bislang beste „Heimbilanz“ in 15 Jahren OstseeMan-Geschichte.

Conny Nissen feierte auf den ihr durch zahlreiche Trainingseinheiten vertrauten Strecken ein ganz starkes Langdistanz-Debüt. Nach 10:43:52 Stunden lief die 31-Jährige von den TriAs Flensburg als Gesamt-Fünfte der Frauen ins Ziel und strahlte über einen vom ersten Meter im Fördewasser bis zum letzten Meter auf dem Zielteppich gelungenen Wettkampf. „Ich bin ganz locker herangegangen und hatte keine Zeiten geplant. Es lief einfach rund und ohne Krise. Ich bin super happy“, freute sich Conny Nissen über einen langen Sporttag mit viel Anstrengung, aber noch mehr Spaß.

Fast gleichlautend fiel das Fazit von Dirk Wunderlich aus, der seine dritte Langdistanz bestritt und nach zwei Jahren OstseeMan-Pause seine bisherige Bestmarke nochmals steigern konnte. Der 33-jährige TriAs-Athlet rannte nach 9:13:23 Stunden als Gesamt-Sechster und schleswig-holsteinischer Landesmeister der Männer ins Ziel. „Beim Schwimmen war ich langsamer als gedacht, aber offenbar hatte ich dadurch in den anderen Disziplinen noch genug Power. Auf dem Rad lief es richtig gut, und beim Laufen konnte ich auch meine Runden abspulen“, fasste Wunderlich seinen „OM16“ zusammen.

Auf den Schlusskilometern zog Wunderlich an seinem Vereinskameraden Niels Asbjörn Schuldt vorbei, der bis 20 Kilometer vor dem Ziel noch weit vorn im Feld mitgemischt hatte. Nach 52:40 Minuten war Schuldt als schnellster Schwimmer der Einzel-Konkurrenz aus dem Wasser gekommen und hatte das Feld auf dem ersten Viertel der Radstrecke noch angeführt, ehe er auf Platz vier liegend auf die Marathonstrecke ging. Auch dort lief es zunächst sehr gut für den schnellen Flensburger. „Nach drei von fünf Runden kam der hässliche Hammer. Bis dahin fühlte ich mich richtig gut, und dann schlug es ins Gegenteil um“, beschrieb Schuldt den Moment, in dem der Traum vom perfekten Rennen platzte. Doch Schuldt zeigte erneut Kämpferherz und rettete zumindest die TopTen-Platzierung über die Ziellinie. Nach starken 9:16:45 Stunden „finishte“ der 38-Jährige als Gesamt-Achter.

Hinter Wunderlich und Schuldt gelang drei weiteren Flensburgern der Sprung unter die Zehn-Stunden-Marke. Sebastian Schluricke erkämpfte in 9:50:38 Stunden den 15. Platz und machte den TriAs-Sieg in der Teamwertung perfekt. Jens Popke führte die ebenfalls starke Crew der TriVelos Flensburg an (zweiter Platz der Teamwertung) und blieb in 9:53:47 Stunden als 19. der Gesamtwertung erstmals im einstelligen Stundenbereich. Kurz hinter ihm folgte auf Platz 20 TriAs-Athlet Martin Burmeister (9:56:24 Std.).

Hinter fünf den „Sub10-Finishern“ jubelten zehn weitere erfolgreiche Langdistanz-Cracks aus Flensburg und Umgebung. Eine eindrucksvolle Marke kann inzwischen Klaus Heinrich vom SV Adelby vorweisen. Der 58-Jährige bewältigte in 13:00:45 Stunden zum zehnten Mal als Einzelstarter die gigantische Distanz und ist damit nun Rekordteilnehmer des OstseeMan-Triathlon. Als neuer Landesmeister der Klasse M  55 durfte Heinrich zudem einen zusätzlichen Erfolg feiern. „Diesmal war es sicher eher schwerer als bei den meisten bisherigen Rennen“, setzte Heinrich mit all seiner Erfahrung die Rahmenbedingungen in Relation zu früheren Rennen.

Der Staffelwettbewerb war einmal mehr ganz fest in Flensburger Hand (wir berichteten). Die von der Flensburger Softwarefirma Maris IT zusammengestellten Trios der Männer (8:21:25 Stunden) und der Frauen (9:12:12 Stunden) gewannen ihre Wertungen ebenso wie die Mixed-Staffel der TriAs Flensburg (8:58:44 Stunden).

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