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Lokalsport

07. Dezember 2016 | 15:24 Uhr

Finale der Segel-Bundesliga auf der Alster : Sicher starten für den Klassenerhalt

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Der Startschuss zum großen Finale der Segel-Bundesliga (DSB) auf der Alster in Hamburg fällt am Donnerstag um 11 Uhr. Am Sonnabend werden die Entscheidungen über Meisterschaft und Abstieg gefallen sein.

Wird der Deutsche Touring Yachtclub (DTYC) – amtierender Sailing-Champions League-Sieger – sich das Double und die Titelverteidigung noch nehmen lassen  ? Kommt die Kampfansage der Seglervereinigung Itzehoe (ISV) und des Kieler Yachtclub (KYC) aus der Abstiegszone zu spät  ? Und wird das DSB-Gründungsmitglied Flensburger Segel-Club (FSC) auch in der vierten Saison den Klassenerhalt problemlos schaffen  ? Spannende Fragen, die sich bei vorhergesagtem Wind um 3 bis 4 Beaufort aus südwestlichen bis westlichen Richtungen nach drei Tagen geklärt haben.

Der Deutsche Touring Yachtclub vom Starnberger See mit Teammanager Michael Tarabochia („Wir wollen das Double“) führt nach fünf Spieltagen mit elf Punkten Vorsprung vor dem Verein Seglerhaus am Wannsee sowie dem Lindauer Segler-Club und sollte die Titelverteidigung perfekt machen. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass die sich das noch wegnehmen lassen“, sagt Sven Koch. Der Steuermann des FSC-Teams spürt vielleicht ein wenig Anspannung, aber viel mehr Vergnügen vor dem Finale. „Die Vorfreude ist immens groß. Wir freuen uns tierisch und sind heiß auf das Event“, sagt Koch. Für den nördlichsten Bundesligaverein, bestes von vier schleswig-holsteinischen Teams, gilt es, den zehnten Platz (55 Punkte) zu behaupten und möglicherweise noch nach oben auszubauen. Aber Achtung: Zum ersten Relegationsplatz (Segel- und Motorboot Club Überlingen/57) sind es nur zwei Punkte. „Das ist verdammt eng“, hat nicht nur Claus-Otto Hansen ausgemacht. Aber der FSC-Regattaobmann drückt mächtig die Daumen und wird das Team heute vor Ort unterstützen.

Für das Finale hat die erfahrene Crew mit Hans-Henning Höft (Vorschiff), Morten Massmann (Taktik) und Alexander Erichsen (Gennaker) die Vorbereitung noch einmal intensiviert und die beiden vergangenen Wochenenden, unterstützt von den Trainern Jörg Rothert und Jan-Hauke Erichsen sowie Bundesliga-Teammitglied Michael Ilgenstein, intensiv auf der Alster trainiert. Im Mittelpunkt stand die Startphase. „Wir haben uns eine Routine erarbeitet, die immer funktioniert, ein Muster, dass wir abrufen können“, erklärt Sven Koch. „Das heißt nicht defensiv starten, sondern sicher.“

Bei den kurzen Bundesliga-Rennen kommt dem Start eine große Bedeutung zu. „Wenn man unter den ersten drei rauskommt, liegt man gut im Rennen. Dann haben wir beste Chancen vorne mit dabei zu sein, auch weil wir technisch sehr gut drauf sind.“

Jan-Hauke Erichsen, der das Team in Hamburg betreuen wird, geht motiviert in das Finale. „Die Crew hat sich in vielen Leistungsbereichen extrem verbessert“, sagt der FSC-Coach, der glaubt, dass auch die vorhergesagten Windbedingungen dem FSC-Team in die Karten spielen werden. „Ich bin sehr optimistisch, dass es ohne Relegation funktionieren wird.“

Das Quartett und der Coach waren bereits am Mittwoch angereist und bekamen moralische Unterstützung von Henrik Höft, der unlängst an Bord von Erichsen den dritten Platz bei den German Open der J/70-Klasse auf dem Wannsee belegt hatte. Den Abend verbrachten die Jungs mit einem kleinen Beisammensein zum 26. Geburtstag von Erichsen – gesittet, wie unisono betont wird.

„Wir wollen fit und konzentriert für den Auftakt sein. Und nicht wie in Kiel einen schlechten Beginn hinlegen“, sagt Sven Koch. Beim jüngsten Bundesliga-Event kam das Quartett sehr mühsam „in die Gänge“ und belegte am Ende Gesamtrang zehn. Das soll am Donnerstag im ersten Rennen (Start 11 Uhr) im blauen Boot mit der Nummer drei wesentlich besser laufen.

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