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Lokalsport

01. September 2016 | 03:50 Uhr

Segeln : Showdown in Florida: Jetzt fliegt der Trainer nach

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Olympia-Qualifikation, Teil 2: Flensburger Nacra-Team will auf dem Weg nach Rio de Janeiro des FSC mit den Kieler Konkurrenten gleichziehen. Bei der WM vor Clearwater in Florida geht es um die Wurst.

Jörg Rothert sitz auf gepackten Koffern. „Wer sagt denn, dass Arbeit nicht Spaß machen soll“, lacht der hauptamtliche Trainer des Flensburger Segel-Clubs (FSC) vor seinem Trip am Sonnabend nach Florida. Sein Auftrag: Das Flensburger Nacra 17-Team Jan Hauke Erichsen und Lea Spitzmann in den kommenden drei Wochen im Sunshine State (derzeit 20/23 Grad bei mäßiger Brise) zu betreuen und trainieren. Zeit und Muße, den Bauch in die Sonne zu legen, wird Rothert kaum haben - coaching ist Vollzeitarbeit. „Aber das ist der Teil des Jobs, den ich gelernt habe“, sagt Segel-Trainer Rothert. Das Ziel des Flensburger Trios in den USA: In der zweiten deutschen Olympia-Qualifikation für die Spiele in Rio de Janeiro im Zweikampf mit dem führenden Kieler Nacra-Duo Paul Kohlhoff und Carolina Werner (Info-Kasten), den Abstand wesentlich zu verringern, vielleicht gleich zu ziehen. Und – wenn möglich – sogar in Führung zu gehen, um für die dritte und letzte Qualifikation beim ISAF Sailing World Cup vor Hyeres (Frankreich) die beste Ausgangsposition zu haben. „Ob es reicht, wird sich zeigen“, sagt Rothert. „Da spielen ganz viele Faktoren eine Rolle, aber das Gefühl ist positiv.“

Die Unterstützung für das Nacra-Duo war bisher groß und sie bleibt es auch – der Flensburger Segel-Club und seine Förderer ebnen dem Team weiter den Weg nach Rio de Janeiro. „Die Chance der beiden besteht nach wie vor. Deshalb wird der FSC sie weiter begleiten“, erklärt Regatta-Obmann Claus Otto Hansen trotz des nicht so erfolgreichen Abschneidens von Erichsen/Spitzmann in der 1. Qualifikation. Das Engagement hat sich noch erweitert. Beim Kauf eines neuen Nacra 17 machten der Deutsche Segeler Verband (DSV) und der FSC Hälfte Hälfte, jetzt beordert der Fahrten- und Leistungssegel-Verein seinen Trainer nach Florida. „Das war der Wunsch der beiden. So lange die Chance besteht, wollen wir das ermöglichen“, sagt Hansen, unterstreicht aber auch: „Jetzt muss geliefert werden.“

Und das will das ehrgeizige NacraTeam. „Wir haben viel gearbeitet und wir haben ein sehr gutes Gefühl mit dem neuen Boot“, beschreibt Jan Hauke Erichsen den Aufwind. Der erste richtige Test nach dem neunten Platz bei den nordamerikanischen Meisterschaften ist in der kommenden Woche der Sailing World Cup vor Miami – gegen stärkste Konkurrenz. In der zweiten Februarwoche wird an der Ostküste bei der WM vor Clearwater die 2. Qualifikation gesegelt – dann geht es um die Wurst. Lea Spitzmann ist bereit. „Jetzt gibt es nur noch Vollgas. So schnell lassen wir die nicht nach Rio“, sagt die Vorschoterin selbstbewusst.

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erstellt am 22.Jan.2016 | 07:57 Uhr

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