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Lokalsport

03. Dezember 2016 | 01:20 Uhr

Handball : Langer Handball-Abend in der Flens-Arena

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Erster Festtag der Handball-Saison: Die SG Flensburg-Handewitt spielt heute gegen THW Kiel um den Jacob-Cement-Cup. Das Vorspiel bestreitet die A-Jugend gegen Ribe.

Erster Festtag der Handball-Saison: Wie immer zum Auftakt einer neuen Spielzeit präsentiert sich die SG Flensburg-Handewitt erstmals beim Jacob-Cement-Cup dem heimischen Publikum. Heute (19 Uhr, Flens-Arena) verteidigen die Gastgeber die Ziegelstein-Trophäe, die Flensburg noch nie verlassen hat, im Derby gegen den THW Kiel. Es lohnt sich aber auch, früher zu kommen und länger zu bleiben. Der lange Handball-Tag in der Flens-Arena beginnt um 16.30 Uhr mit einer Autogrammstunde der SG-Profis im Foyer. Ab 17 Uhr gibt es hochklassigen Jugend-Handball: Die Bundesliga-A-Jugend der SG trifft im Spiel um den Otto-Duborg-Juniorcup auf Ribe Esbjerg HH. Natürlich müssen die Fans auch nicht auf das Olympia-Halbfinale Deutschland – Frankreich (mit SG-Spieler Kentin Mahé) verzichten. Die SG organisiert in Zusammenarbeit mit förde-show-concept im Anschluss an das Derby ein Public Viewing auf einer 13 mal 10 Meter großen Leinwand.

Die 15. JCC-Auflage hatte wegen der durch Olympia beeinträchtigten Vorbereitung kurz auf der Kippe gestanden, am Ende entschied man sich doch für die Tradition. „Wir sind dem THW dankbar, dass er sich zur Verfügung gestellt hat“, sagte SG-Geschäftsführer Dierk Schmäschke. Auch Trainer Ljubomir Vranjes freut sich auf die Partie: „Das ist ein Testspiel auf gutem Niveau. Für unsere Youngster ist das ein besonderes Erlebnis. Für mich wird es interessant, wie sich die jungen Spieler in so einer Atmosphäre bewähren.“

Obwohl beide Teams etliche Akteure für das olympische Turnier abstellen mussten, ist das Interesse der Fans riesig. Fast 4500 Tickets wurden schon im Vorverkauf abgesetzt, Schmäschke rechnet heute mit einer vollen Halle. Die Karten kosten 15 Euro (Jugendliche 10 Euro) bei freier Platzwahl.

Am Mittwoch war die SG selbst Gast bei der Saisoneröffnung von KIF Kolding-Kopenhagen und gewann die muntere Partie vor rund 700 Zuschauern mit 33:27 (15:13). Dem deutschen Vizemeister war die Spielfreude nach drei Wochen ohne Matchpraxis anzumerken war. „Wir hatten in der letzten Zeit auch viel Handball-Training, aber ein Spiel ist doch etwas anderes“, sagte Kreisläufer Anders Zachariassen. „Im Vergleich zum letzten Spiel während des Trainingslagers in Schweden ist eine gute Entwicklung zu erkennen, der Spielfluss ist besser.“

Für Zachariassen sind die Einsätze am Ball besonders schön. Er und Kreisläuferkollege Jacob Heinl fehlten fast die komplette letzte Serie aufgrund von Verletzungspech, nun bilden sie in der Abwehr einen Comeback-Mittelblock. Trainer Vranjes hat damit wieder mehr Defensiv-Alternativen. Das bekam Koldings neuer Coach Carlos Ortega (einst Veszprém) zu spüren, dessen Team nach acht Minuten mit 3:7 in Rückstand geriet – trotz renommierter Kräfte wie Konstantin Igropulo, Bo Spellerberg, Kasper Hvidt oder Antonio Garcia.

Neben den sieben Rio-Fahrern fehlten bei der SG außer dem Langzeitverletzten Rasmus Lauge auch die leicht angeschlagenen Anders Eggert, Hampus Wanne und Lukas Blohme. „Wir wollen kein Risiko eingehen“, sagte Schmäschke. „Wir gehen davon aus, dass alle drei beim Jacob-Cement-Cup mitwirken können.“ Aufgrund des Personalengpasses auf der linken Außenbahn schlug die Stunde von Johannes Krüger. Der Youngster trat „erfrischend“ (O-Ton Dierk Schmäschke) auf und markierte acht Treffer. Sein neunter Wurf kurz vor Schluss prallte ans Gehäuse. „Mit dem Pfosten habe ich es manchmal“, erzählte der 19-Jährige. „Es war eine tolle Erfahrung, mit dieser Mannschaft spielen zu dürfen.“ Ab Montag kehren er und die anderen Nachwuchskräfte ins Junior-Team zurück.

SG in Kolding: Möller – Glandorf (5), Mogensen (4), Djordjic (5), Heinl (1), Zachariassen (3), Radivojevic (6), Horvat (1/1), Runow, Krüger (8/3).

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erstellt am 19.Aug.2016 | 06:47 Uhr

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