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Lokalsport

09. Dezember 2016 | 08:55 Uhr

200 Zuschauer sehen bis zum Schluss spannendes Spiel : Kurioser Abpraller sichert einen Punkt

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Freuen? Oder ärgern? So richtig wusste es Christian Lutter, Trainer der Oberliga-Handballer des TSV Hürup, selbst nicht. „Ein verlorener gewonnener Punkt“, so fasste er das 31:31 (15:12) im Derby gegen die HSG Schülp/Westerrönfeld-Rendsburg zusammen.

Ein gehaltener Strafwurf und anschließend ein glücklicher Abpraller bescherte den Angelitern, die mehr als 45 Minuten lang am Sieg schnupperten, das Unentschieden.

Angefeuert von den von Beginn an lautstarken Fan-Lagern entwickelte sich in der Anfangsphase zunächst ein ausgeglichenes Spiel. Schülp agierte mit einer offensiveren Deckung gegen den Hüruper Rückraum, worauf sich die Hausherren zunächst einmal einstellen mussten. Beim 6:7 (14.) nahm Lutter eine Auszeit, um seine Mannschaft neu zu ordnen. In der Folge lag Hürup meist mit drei Toren vorn. Große Probleme hatte der Mittelblock aber vor allem mit dem Kreisläuferspiel der Gäste. „Unsere Defensive war nicht so gut wie sonst“, gestand Lutter ein.

Nach dem Wechsel behielt Hürup zunächst weiterhin die Oberhand, verpasste es aber, sich weiter abzusetzen. So blieben die Gäste immer in Reichweite. Auch nach dem 24:21 (45.) und anschließender Überzahl machte der TSV den Sack nicht zu – im Gegenteil. Fehler in Abschluss und Aufbau brachten die HSG zurück ins Spiel, die zum 25:25 (50.) ausglich. „Da haben wir unsere Linie verloren“, so Lutter.

Die Schlussminuten hatten es in sich. Schülp ging mit 31:30 (58.) in Führung, Ove Jensen wurde im Gegenangriff siebenmeterreig gefoult, der Pfiff blieb allerdings aus. Die Diskussion mit den Unparteiischen verlor der Hüruper Rückraumspieler und musste zwei Minuten vom Feld. Schülp bekam im Gegenzug einen Strafwurf zugesprochen, den Malte Pieper gegen Noah Jessen vergab. In den letzten Sekunden wurde Carsten Ewers auf Linksaußen freigespielt. Eigentlich hatte Schäfer im Schülper Tor den Wurf schon pariert, doch der Abpraller fand als „Bogenlampe“ noch den Weg ins lange Eck zum umjubelten Ausgleich.

Ein Sonderlob gab es von Trainer Lutter für Julian Fintzen (sechs Tore) der im Angriff ohne Fehlwurf blieb und in der Deckung Schülps Haupttorschützen Niklas Ranft ausschaltete. „Ganz starke Leistung“, lobte der Coach den jungen Rückraumspieler.

TSV Hürup: Jessen, Genähr – Otte (4), Ritter, Woldt, M. Jensen (1), Ewers (1), O. Jensen (6), Hinrichsen (3), Fintzen (6), Reuß, N. Jensen (9/3), Schmidt (1).

HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg: Schäfer, Tietjens – Sawitzki (1), Pieper (8/2), Jüschke (5), Petresias (3/1), Tietjens, Seehase, Cardis (4), Ranft (3), Bünger, Kohnagel (1), Reick, Walder (6/2).

Zuschauer: 200.

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