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Lokalsport

11. Dezember 2016 | 12:54 Uhr

Tischtennis-Damen des TSB Flensburg vor dem Saisonstart : Kurios: Klassenerhalt ist schon sicher

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Aufsteiger TSB Flensburg geht mit zwei Ukrainerinnen und zwei Däninnen in die Saison der 3. Tischtennis-Bundesliga Nord. Am Wochenende stehen die ersten beiden Partien in der neuen Klasse an.

Normalerweise geben Trainer von Aufsteigern gern das Ziel Klassenerhalt aus. Frank Germann, Coach der Tischtennis-Damen des TSB Flensburg, muss das nicht. Zehn Mannschaften sollten eigentlich in der 3. Bundesliga Nord antreten, es sind aber nur acht. Es gibt am Ende der Saison keinen sportlichen Absteiger. Und so haben die Flensburgerinnen, die am Wochenende ihre ersten Spiele in der neuen Liga bestreiten, ihr Ziel bereits vor dem ersten Ballwechsel erreicht. „Wir wollen lernen und können befreit aufspielen“, sagt Germann.

Der 44-Jährige lebt in Mildstedt, leitet die Talentförderung in Nordfriesland und trainiert diverse Vereine. Zu seinen Schützlingen gehören auch die Ukrainerin Alina Shvorak (20) und die Dänin Henrietta Nielsen (22). Shvorak ist an Position eins beim TSB gesetzt, Nielsen ist die Nummer vier. Komplettiert wird das Team des Aufsteigers von der Ukrainerin Kateryna („Katja“) Kiziuk (19, Position zwei) und der Dänin Sofie Egeholt Bang (19, Position drei). In der zweiten Mannschaft (Verbandsliga) spielen mit Louise Andersen (15), Line Tækker Tarbensen (17) und Tone Juhl Pedersen (17) drei talentierte Däninnen, die auf Einsätze hoffen können.

„Deutsche Spielerinnen sind nicht ganz so günstig“, sagt Germann ehrlich. In der 3. Liga gibt es Geld zu verdienen, der TSB hat allerdings bei weitem nicht die Mittel wie die Konkurrenz zur Verfügung. „Das sind Profis aus Italien, Russland und der ganzen Welt. Viele deutsche Namen gibt’s da nicht“, so der Tischtennis-Trainer beim Blick auf die Aufstellung der anderen Vereine. Alina Shvorak, Junioren-Nationalspielerin der Ukraine und im zweiten Jahr beim TSB, kam als Zweitliga-Meisterin aus Österreich – und widerstand im Sommer allen Abwerbe-Versuchen deutscher Zweitligisten.

Über sie lief der Kontakt zu Kateryna Kiziuk, die vom Liga-Rivalen Torpedo Göttingen kam. Die Ukrainerin studiert in Lviv (Lemberg) Medizin, plant aber, ihr Studium in Kiel fortzusetzen. Sofie Egeholt Bang aus Kopenhagen macht gerade Abitur und Henrietta Nielsen war mit dem Team der Färöer-Inseln schon bei den Weltmeisterschaften in Paris (2013) und Tokio (2014) aktiv.

Germann und seine Spielerinnen freuen sich über das „geschenkte Jahr“. „Wir wollen lernen und dann schauen wir mal, was im nächsten Jahr ist“, sagt der gut vernetzte Tischtennis-Trainer. Mehr als die 3. Liga sei in Flensburg nicht möglich, dafür fehlten die finanziellen Mittel. Angesichts der Stärke der Konkurrenz sei nicht mehr viel drin als der siebte oder achte Platz.

Um Zeit (und Geld) zu sparen, wird fast immer „im Doppelpack“ an einem Wochenende gespielt. Kateryna Kiziuk und Sofie Egeholt Bang kommen zu einigen Trainingseinheiten und den Spielen nach Deutschland. Heimspiel-Stätte des Aufsteigers ist wie schon in der vergangenen Saison die Sporthalle der Comeniusschule in Flensburg (Drosselweg 12).

Der Hinrunden-Spielplan:

Sonnabend, 8. Oktober, 15 Uhr: TSB Flensburg – TTC Rödinghausen

Sonntag, 9. Oktober, 14 Uhr: TTK Großburgwedel – TSB

Sonnabend, 12. November, 15 Uhr: TSB – Torpedo Göttingen

Sonnabend, 19. November, 15 Uhr: TTC G.-W. Staffel 1953 – TSB

Sonntag, 20. November, 12 Uhr: Kasseler Spvgg.Auedamm – TSB

Sonnabend, 3. Dezember, 14 Uhr: TSB – Borussia Düsseldorf

Sonntag, 4. Dezember, 11 Uhr: Hannover 96 – TSB

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