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Lokalsport

06. Dezember 2016 | 09:14 Uhr

Zwölf Tore von Janos Steidtmann gegen Fredenbeck : Junior-Team der SG feiert einen Punkt

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Dem Junior-Team der SG Flensburg-Handewitt gelang in der 3. Handball-Liga fast Unglaubliches. Es verwandelte gegen den VfL Fredenbeck in den letzten 3:36 Minuten eine Vier-Tore-Hypothek in ein 27:27 (7:12)-Remis.

SG-Trainer Till Wiechers war stolz auf seine Mannschaft, bekannte aber auch: „Einen solchen Rückstand kann man nicht ohne Glück umbiegen, aber wir hatten in der Vergangenheit auch schon öfter kein Schwein.“

Nach 56:24 Minuten schien bereits der „Ofen aus“. Die Gastgeber hatten auf einen Siebener-Angriff umgeschaltet, um dem Spiel nochmals neue Impulse zu geben. Doch Morten Dibbert blieb mit einem Wurf am Fredenbecker Mittelblock hängen, Torwart Edgars Kuksa nahm den Ball auf und schleuderte ihn zum 23:27 ins SG-Gehäuse. Das Junior-Team gab nicht auf: Per Oke Kohnagel bediente mit einem Traumpass Kreisläufer Norman Louwers, der den Anschluss herstellte, ehe der überragende Janos Steidtmann 18 Sekunden vor Ultimo das 27:27 erzielte. Obwohl Simon Hennig noch eine Zeitstrafe kassierte, kamen die Fredenbecker zu keiner gefährlichen Chance mehr.

VfL-Trainer Andreas Ott kritisierte Patzer der Schiedsrichter, dann musste er aber einräumen, dass seine Mannschaft sich selbst um den Sieg gebracht hatte. „In der ersten Halbzeit haben wir eine fast perfekte Abwehr gestellt, da darf man nicht so nachlassen“, kritisierte der Coach. „Ein anderes Thema waren unsere unüberlegten Würfe in der Schlussphase.“

Obwohl Linksaußen Johannes Krüger und Rückraum-Alternative Marlon Runow erkrankt ausfielen, zogen sich die Hausherren zunächst gut aus der Affäre. Norman Louwers traf zum 6:5 (14.). Dann fand sich sein Team nach einem zweiten vergebenen Siebenmeter von Simon Hennig in einer Abwärtsspirale wieder. Hilflos agierte das Junior-Team gegen die 6:0-Defensive der Gäste und schaffte bis zur Pause keinen Treffer mehr aus dem Feld. In der Kabine herrschte offensichtlich konstruktive Atmosphäre. Morten Dibbert und dann Janos Steidtmann mit einem Doppelschlag – sofort war das Junior-Team auf 11:12 (34.) herangerückt. Zeitweise führte es sogar knapp. Zwei Akteure fielen besonders auf: Janos Steidtmann warf den Fredenbecker Keepern Knoten in die Beine. „Und Per Oke Kohnagel“, lobte Till Wiechers, „hat die Mannschaft nach vorne getragen und die Abwehr auseinander genommen.“ 20 Tore glückten im zweiten Durchgang. Am Ende rettete eine Kombination aus Leidenschaft, Glück und Hartnäckigkeit einen Zähler.

SG Flensburg-Handewitt II: Jöhnck – Kohnagel (1), Steidtmann (12/2), Lielais, Dibbert (5), Simons (2), Hennig (2/2), Asmussen, Rohwer, Mumm (1), Louwers (4).

VfL Fredenbeck: Kuksa (1), Rohde – Tluczynski (4), Steinscherer (8/2), Buhrfeind (2), Vonnahme (1), Kratzenberg (1), Schulte-Berthold, Lens, Schlichting, Rumniak (4),Sauff, Moscinski (4), Piatke, Oppong (2).

Schiedsrichter: Ebel/Krähe (Celle/Hamburg).

Siebenmeter: 6:3. Zeitstrafen: 2:3.

Zuschauer: 156.

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