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Lokalsport

28. August 2014 | 11:06 Uhr

Bogdan Radivojevic : Junger Star aus Serbien für die SG

vom

Der 20 Jahre alte Rechtsaußen von Partizan Belgrad bekommt in Flensburg einen Vier-Jahres-Vertrag.

Flensburg | Um 15.16 Uhr war gestern der "Balkan-Transfer" perfekt, Dierk Schmäschke atmete auf. Bis zuletzt hatte der Geschäftsführer der SG Flensburg-Handewitt Fragen zu Bogdan Radivojevic mehr oder minder abgewimmelt, denn viele Jahre Erfahrung im Umgang mit Vereinen und Vermittlern aus Ost-Europa hinterlassen Spuren. Da hält man Freude und Verkündungsdrang im Zaum, bis das Faxgerät das entscheidende Blatt ausdruckt - die Zustimmung des RK Partizan Belgrad zum Wechsel des hoch talentierten Rechtsaußen zum deutschen Handball-Vizemeister, der damit das Rennen gegen eine Reihe von weiteren interessierten Spitzenclubs gewonnen hat.

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"Mit Bogdan Radivojevic setzen wir unsere Philosophie der Verjüngung konsequent fort", sagte Schmäschke, der sich auf einen Neuzugang mit "Riesenpotenzial" freut. Der serbische Linkshänder, der am 2. März seinen 20. Geburtstag feierte, bekommt in Flensburg einen Vier-Jahres-Vertrag. Radivojevic ist nach dem Spielmacher Jim Gottfridsson (20) und dem Linksaußen Hampus Wanne (19) der dritte blutjunge Handballer, der den Kader der SG zur neuen Saison ergänzen wird.

Trainer Ljubomir Vranjes hatte den 1,92 Meter großen und 80 Kilo schweren Belgrader schon seit zwei Jahren auf dem Zettel und immer Kontakt gehalten. "Bogdan war mein Wunschspieler als Backup für Lasse Svan Hansen. Er verfügt über ein unglaubliches Wurfrepertoire, ist sehr explosiv und schnell - ich freue mich auf die Zusammenarbeit" sagte der Schwede. Radivojevic gilt in der Heimat als der "serbische Abalo" - laut Schmäschke ist der Vergleich mit dem Franzosen nicht übertrieben: "Er ist tatsächlich so ein Sprungwunder. Der kann auch aus dem Rückraum kommen."

Bogdan Radivojevic spielt bereits seit zwei Jahren im Männer-Team von Partizan und wurde von Nationaltrainer Veselin Vukovic auch in den Kader für die Weltmeisterschaft in Spanien berufen. In der aktuellen Champions-League-Saison konnte sich die SG direkt von den Qualitäten ihres Kandidaten überzeugen: In zwei Gruppenspielen erzielte Radivojevic 13 Tore gegen die Flensburger.

Der junge Mann hatte beim RK Partizan noch einen Vertrag über die Saison hinaus. "Auf dem ganzen Balkan gibt es keine Talente, die ablösefrei sind. Da passen die schon auf", sagte Schmäschke. Dennoch habe die SG "sehr vernünftige Bedingungen, die in unseren Rahmen passen", ausgehandelt, wobei die guten Kontakte von Vranjes und auch der Spielerberater Sergi Skercevic - ein Sohn des früheren Fredenbecker Spielers und Trainers Spasoje Skercevic - hilfreich waren.

Mit der Verpflichtung von Radivojevic steht fest, dass die Zeit von Florian von Gruchalla bei der SG abläuft. "Von Florian werden wir uns schweren Herzens verabschieden. Er macht hier einen Superjob", sagte Schmäschke. Allerdings sei klar gewesen, dass das Engagement des 23-Jährigen als Entlastung für Lasse Svan Hansen befristet sein würde, wenn die SG den seit langem angestrebte Transfer von Radivojevic verwirklichen könnte.

Bleiben bei der SG noch offene Fragen auf halblinks sowie eventuell am Kreis, wenn Michael Knudsen langfristig ausfallen sollte. "Wir setzen uns nicht unter Druck und geben Olafur Gustafsson Zeit, sich zu bewähren", sagte Schmäschke.

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von Jan Wrege
erstellt am 13.Mrz.2013 | 06:46 Uhr

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