zur Navigation springen
Anzeige

Anzeige
Anzeige

Lokalsport

19. April 2014 | 06:36 Uhr

2. Handball-Bundesliga der Frauen - Großartiger Kampf wird belohnt

vom

TSV Nord Harrislee und TV Nellingen trennen sich 23:23. Kim-Merle Köster bringt Gastgeber zurück ins Spiel.

HARRISLEE | Der TSV Nord Harrislee festigte in der 2. Handball-Bundesliga der Frauen den achten Tabellenplatz. Im Heimspiel gegen den TV Nellingen gelang zwar kein doppelter Punktgewinn, das 23:23 (8:12) wurde am Ende aber wie ein Sieg gefeiert. Mitte der zweiten Hälfte schien das Blasczyk-Team bereits geschlagen. Doch dank toller Moral gelang die Aufholjagd.

Anzeige
Anzeige

Der Jubel kannte mit dem Schlusspfiff keine Grenzen. Elf Sekunden zuvor erlöste Sabrina Maier ihr Team mit ihrem vierten Treffer zum 23:23-Endstand. Danach feierten Mannschaft und Publikum gemeinsam ein kleines sportliches Wunder. Auch Trainer Thomas Blasczyk war erleichtert, nachdem er 60 Minuten am Spielfeldrand mitzittern durfte. "Riesenkompliment an die Mannschaft. Sie hat sich wieder in die Partie zurückgekämpft." Ohne die verletzte Jana Lembke waren die Voraussetzungen vor dem Spiel alles andere als optimal. Zudem konnte Nellingen in dieser Partie nach langer Zeit fast alles aufbieten, was beim Vorjahresdritten Rang und Namen hat. "Vier Leistungsträgerinnen, die letzte Woche in Halle noch fehlten, sind gegen uns aufgelaufen", registrierte auch Blasczyk. Darunter die Haupttorschützinnen Jessica Schulz und Daniela Stratmann.

Dennoch konnte Harrislee zunächst die Partei offen gestalten. Die Deckung mit einer starken Mareike Vogel im Tor knüpfte an die starke Vorstellung aus dem letzten Heimspiel an. Gegen die robuste und groß gewachsene 6:0-Deckung von Nellingen hatte der neu zusammengestellte Rückraum aber die erwarteten Probleme. Zumindest machte der Angriff im Vergleich zu dem der Gäste einen wenig eingespielten Eindruck. Die Torchancen mussten hart erarbeitet werden. Doch dann versagten den Nord-Spielerinnen immer wieder die Nerven. "Wir haben heute bestimmt Chancen für zwei Spiele weggeschmissen", so Blasczyk. Allein sechs Hundertprozentige zählte der Trainer vor der Pause, darunter zwei vergebene Siebenmeter. So verlor Nord nach anfänglicher 3:1-Führung (5.) im weiteren Verlauf der ersten Hälfte den Kontakt zum Gegner. Über 7:5 (20.), 10:7 (27.) hieß es zur Halbzeit 12:8 für die Gäste.

Auch im zweiten Abschnitt deutete lange Zeit nichts auf eine Wende. Trainer Blasczyk versuchte es mit neuen Spielerinnen, allerdings blieb der Erfolg aus. Weiterhin litt das Nord-Spiel unter der anhaltend schlechten Wurfausbeute. Die Gäste bauten den Vorsprung auf 17:10 (38.) aus und richteten sich schon gedanklich auf einen gemütlichen Nachmittag ein. "Der Gegner stand in der Deckung sehr defensiv, weil er wusste, dass aus dem Rückraum wenig Gefahr drohte." Und so versuchte es Nord mit der "Brechstange" (Blasczyk) und einer Kim-Merle Köster, die sich nun die Würfe aus dem Rückraum nahm. Trotz kleiner Statur düpierte sie dank guter Wurftechnik den Mittelblock ein ums andere Mal. Allein sechs Treffer steuerte sie in der zweiten Hälfte bei. Und mit jedem Tor fasste Nord wieder neuen Mut und schaffte den Anschluss.

Trotz vieler Chancen wollte aber weder beim 20:21 (54.) noch beim 21:22 (57.) der erlösende Ausgleich gelingen. Die Gäste agierten nun aber auch immer hektischer und konnten in dieser Phase nicht von den Fehlern des TSV profitieren. Die Schlussphase wurde zum reinen Nervenspiel, garniert mit vielen Zeitstrafen. Erst in Schlussminute gelang Svenja Vogeler der 22:22-Ausgleich. Doch Christine Gall erzielte Sekunden später die erneute Gäste-Führung, bevor Sabrina Maier den Endstand markierte. TSV Nord Harrislee Vogel - Schultze, Schulz (1), J. Behrendsen (4), Vogeler (3), Köster (8), Maier (4), Machau (3/1), Juricke, Patrail, Neu.

TV Nellingen: Schneider - Schulz (5/3), Wolf, Maric (2), Gall (2), Geissmann (3), Zukauskaite, Weigel (4/1), Wilamowska (1), Fialekova (4), Heinzelmann (1), Heimgärtner, Stratmann (2).

Schiedsrichter: Frederic Linker/ Sascha Schmidt (Herne).

Siebenmeter: 3:6. - Zeitstrafen: 5:6.

Zuschauer: 180.

von anh
erstellt am 25.Feb.2013 | 07:23 Uhr

Diskutieren Sie mit.

Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu schreiben.

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Nachrichtenticker