zur Navigation springen

Lokalsport

05. Dezember 2016 | 19:43 Uhr

1175 Teilnehmer beim 10. Handewitter Sommerlauf : „Freudentränen“ zum Jubiläum

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Es regnete beim Jubiläumslauf - na und? 1175 Läuferinnen und Läufer ließen sich vom Wetter den Spaß am 10. Handewitter Sommerlauf nicht verderben. „Wir können zufrieden sein“, bilanzierte Chef-Organisator Kai Hensen.

Seit 2007 hatte es während des Handewitter Sommerlaufs nie geregnet. Zum Jubiläum, der zehnten Auflage, gab es dafür offenbar den Niederschlag im Zehn-Jahres-Paket. Von den teilweise kräftigen Schauern ließ sich aber niemand die Laune verderben. 1175 Teilnehmer, deutlich mehr als im Vorjahr, gingen an den Start. „Wir können zufrieden sein“, bilanzierte Chef-Organisator Kai Hensen. „Die Wetterprognose war noch schlimmer, und nennenswerte Zwischenfälle gab es nicht.“

Zum Glück machten Blitz und Donner zumindest bis Sonntag Nachmittag einen Bogen um Handewitt, so dass die Veranstalter nicht darüber entscheiden mussten, das Lauf-Event zu unterbrechen oder gar vorzeitig zu beenden. Gerade im Läufer-Dorf, wo die Zuschauer nicht so lange ausharrten wie sonst, hinterließ die schlechte Witterung ihre Spuren. Es bildeten sich zum Teil größere Pfützen. „Das ist ja Klein-Venedig“, schmunzelte jemand.

Aktive und Beteiligte begegneten dem Regen mit Humor. Von „Freudentränen“ sprach Martin Rudolph vom Hauptsponsor „Raiffeisenbank Handewitt“. Moderatorin Tanja Hensen appellierte beim Warmup an die Kinder: „Die Arme schön in die Höhe, boxt die Wolken weg.“ Es half zum Teil: Manchmal nieselte es nur, für kurze Phasen zeigte sich sogar mal die Sonne. Die Halbmarathonis konnten hingegen von einem Wolkenbruch berichten. Und bei der Siegerehrung wurde es „kuschelig“, als diese wegen eines kräftigen Schauers auf den Show-Truck verlegt werden musste.

Auf dem Rund-Parcours war es an den nicht asphaltierten Stellen bisweilen matschig. Die Streckenposten warnten schon mal: „Achtung, Rutschgefahr!“ Die Läufer ließen sich vom Wetter nicht abschrecken. Der Jedermannlauf über fünf Kilometer war mit 400 Teilnehmern sogar ausgebucht. Und die Zeiten waren sehr gut. Im Halbmarathon hielt sich Dominik Andresen in der Startphase noch zurück, drückte dann aber auf die Tube. Er pulverisierte die 80-Minuten-Schallmauer. Auch auf der 2,5-Kilometer-Distanz, die im Vorjahr Premiere feierte, purzelten die persönlichen Bestleistungen.

Im Hauptlauf führte ein Paar die Regie. Der Flensburger Pascal Dethlefs verbesserte seinen eigenen Streckenrekord über zehn Kilometer um 36 Sekunden. Lebensgefährtin Natalie Jachmann verfehlte die Bestmarke der diesmal nicht angetretenen Karen Paysen nur um 21 Sekunden. „Das war härter als gedacht“, meinte sie. „Es gab doch einige Pfützen, und dann wurde es recht schwül.“ Ihr Partner warf ein: „Vor dem Wochenende wollten wir einen harten Test.“ Dann sind in Hamburg die deutschen Meisterschaften im Straßenlauf.

Während sich die meisten Wettbewerbe auf den Handewitter Ortskern konzentrierten, streiften die Halbmarathonis auch die Landschaft im Umkreis. Die an der Sporthalle abgesonderten Moderationsfetzen gingen in Handewitt-Berg zu Disco-Klängen über. Dort betrieben die Fußballer des FC Wiesharde einen Tag nach dem 4:5-Torfestival gegen Löwenstedt eine Verpflegungsstation. In Handewitt-Busch hatten Anwohner spontan für die Läufer etliche Becher und einen Krug mit Wasser bereitgestellt. Sie selbst applaudierten in einem Carport den Läufern und begannen zu grillen. Dann herrschte plötzlich Aufregung. „Claus kommt!“ Ein Nachbar lief mit.

In Handewitt-„City“ trotzten die afrikanischen Trommler den Regengüssen, während der Spielmannszug im Osterkamp früher aufhörte, weil die Instrumente feucht geworden waren. Das angekündigte Orchester hatte kurzfristig abgesagt.

Aber die Läufer waren im Stande, sich einen eigenen Rhythmus zu geben: „Und eins, zwei, drei!“ Als die Bestplatzierten ihre Lebkuchenherzchen, die diesmal die traditionellen Glaspokale ablösten, entgegennahmen, stand der Termin für die nächste Auflage bereits fest: Am 3. September 2017 findet der nächste Handewitter Sommerlauf statt. „Das Baby ist uns ans Herz gewachsen“, sagte Tanja Hensen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen