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Lokalsport

04. Dezember 2016 | 11:15 Uhr

Handball-Turnier um den DHK-Cup : Favoriten nur im „kleinen“ Finale

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

„Es war ein sehr gutes Turnier, das perfekt organisiert war und Gegner mit hoher Qualität hatte.“ Torge Greve, Trainer des Handball-Zweitligisten VfL Bad Schwartau, sparte nicht mit Lob für Ausrichter DHK Flensburg.

Und dabei hatte ihn der Erfolg seiner Mannschaft beim Turnier um den DHK-Cup keinesfalls „geblendet“. „Wann haben wir schon mal die Chance, zwei Spiele auf einem so hohen Niveau gegen einen starken Drittligisten und ein dänisches Erstligateam zu bestreiten?“, freute sich der Ex-Tarper Greve.

„Ich hoffe, das Turnier gibt es auch 2017 und wir werden wieder eingeladen. Denn wir würden den Pokal sehr gerne verteidigen“, so der VfL-Coach. Auch die Gastgeber waren trotz des verlorenen Endspiels gegen Schwartau zufrieden. „Es waren zwei Spiele gegen Klasse-Gegner. Das Ergebnis gegen Bad Schwartau ist für mich zweitrangig. Unsere Deckung steht noch nicht ganz so, wie ich mir das vorstelle, aber sie war wesentlich verbessert. Im Angriff sind wir hingegen schon sehr beweglich. Ein gutes Turnier für uns, wir sind in der Vorbereitung schon sehr weit“, war Trainer Matthias Hahn mit dem Auftritt seiner Mannschaft einverstanden. „Das war ein tolles Event und der Besuch mit 300 Zuschauern war auch sehr gut“, so DHK-Teammanager Tobias Dahm.

In der Auftaktpartie hatten es die Gastgeber mit dem dänischen Erstligaaufsteiger TM Tønder zu tun. Dabei erwischten die Flensburger einen Start nach Maß und führten nach sieben Minuten 5:2. „Sie haben uns wohl unterschätzt“, mutmaßte Matthias Hahn, der dann sah, wie sich die Gäste steigerten. Nach dem 16:21 (41.) nahm Dänen-Trainer Mads Thomsen bei eigenen Angriffen seinen Keeper Christian Trans heraus, doch der Schuss ging nach hinten los. Von neun DHK-Treffern in Folge bis zum Abpfiff erzielte Torhüter Paul Weidner vier selbst und hatte so großen Anteil am überraschenden 25:21-Sieg.

Ebenfalls intensiv und spannend verlief das Duell zwischen Skjern Handbold (1. Liga Dänemark/Champions League-Teilnehmer 2015/16) und dem VfL Bad Schwartau. Bis zum 5:5 (12.) lagen die Kontrahenten gleichauf. Zur Halbzeit hatte sich der VfL einen 14:11-Vorsprung herausgearbeitet. Bis zum 20:17 (40.) blieben die Dänen dran. Doch angeführt vom umsichtigen Spielmacher Markus Hansen, setzte sich das Greve-Team entscheidend auf 23:18 ab und gewann verdient mit 24:21.

Das dänische Erstliga-Duell gab es somit nicht im großen, sondern im kleinen Finale. Skjern legte immer eine Führung vor. Der 179-maligen norwegische Nationalspieler Bjarte Myrhol, der in der Bundesliga neun Jahre für die HSG Nordhorn und die Rhein-Neckar Löwen aufgelaufen war, spielte groß auf und hatte mit acht Toren maßgeblichen Anteil am 23:21-Erfolg seiner Mannschaft.

Im Endspiel hielten die Gastgeber die Partie nur bis zum 4:4 (8. Minute) offen. Dann setzten sich die körperliche Präsenz und Erfahrung der Gäste durch. Der Übersicht von Mittelmann Markus Hansen und „Shooter“ Jan Schult hatten die Fördestädter wenig entgegenzusetzen. Zur Pause stand es 11:17, am Ende musste sich die Mannschaft von Matthias Hahn mit 21:29 beugen.

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