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Lokalsport

05. Dezember 2016 | 03:25 Uhr

SG Flensburg-Handewitt : Eisenbiegen zur Saison-Einstimmung

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Die SG Flensburg-Handewitt ist in die Vorbereitung auf die neue Handball-Saison gestartet. Beim ersten Training im Förde-Fitness waren Anders Eggert, der seine Olympia- Teilnahme absagen musste, Neuzugang Ivan Horvat und einer Youngster-Riege dabei.

Der Trainer war mit den ersten Eindrücken nach der ersten Übungseinheit im Förde-Fitness zufrieden. „Die Jungs sind in guter Verfassung“, konstatierte Ljubomir Vranjes. Mit dem traditionellen Eisenbiegen hatte der deutsche Vizemeister SG Flensburg-Handewitt nach sechswöchiger Sommerpause die Vorbereitung auf die Handball-Saison 2016/17 eröffnet. Bis auf die sieben Rio-Fahrer aus dem SG-Kader waren alle Mann an Deck: Linksaußen Anders Eggert, der wegen einer Verletzung an der rechten Wade in der vergangenen Woche seine Olympia-Teilnahme abgesagt hatte, Anders Zachariassen und Kevin Möller, die den Sprung auf den dänischen Olympia-Zug nicht geschafft hatten, Neuzugang Ivan Horvat und auch der verletzte Rasmus Lauge. Dazu vier Youngster aus dem SG-Talentschuppen, der Lette Toms Lielais und Lukas Blohme, der die Saisonvorbereitung bei der SG mitmacht, in der Punktrunde aber erneut für den Zweitligisten ASV Hamm-Westfalen auf Torjagd gehen wird. Es herrschte also reger Betrieb an den Hanteln.

Bis zum Saisonstart am 3. September mit dem Heimspiel gegen Wiederaufsteiger HC Erlangen will Vranjes sein Team topfit für eine Mammut-Saison haben. Maximal 61 Spiele können auf die SG zukommen, wenn sie im DHB-Pokal und in der Champions League bis in die Finals vorstößt. Eine große Herausforderung für Spieler, Trainer und das Umfeld.

Spielmacher Thomas Mogensen, der in seine zehnte Saison mit der SG geht, fühlt sich nach einem vierwöchigen Urlaub in den USA wieder fit. „Ich habe mich glänzend erholt, jetzt wollen wir wieder angreifen“, sagte der Däne. Angriffslustig präsentierte sich auch der Trainer. Das Wort Meisterschaft oder Champions League Titel nahm Vranjes zwar nicht in den Mund, aber wer ihn kennt, weiß, dass er höchste Ansprüche an sich und seinen Kader stellt. „Wir gehen denselben Weg wie im vergangenen Jahr, und wir wollen uns weiter verbessern“, sagte Vranjes. Mit einem Unterschied. „Im letzten Jahr haben wir zu viel Zeit benötigt, um uns einzuspielen.“ Das hatte schon im September die entscheidenden Punkte im Meisterrennen gekostet. Damals musste der Trainer fünf Neue integrieren – diesmal nur einen, weil noch nicht absehbar ist, wann Rasmus Lauge nach seiner Meniskus-Operation wieder fit ist. „Er bekommt alle Zeit, die er braucht“, betonte Geschäftsführer Dierk Schmäschke nochmals.

Deshalb wurde kurzfristig der 23-jährige Kroate Ivan Horvat verpflichtet. „Er ist ein Ergänzungsspieler, den wir entwickeln wollen. Er wird uns mit Sicherheit helfen können“, ist der Trainer von den Qualitäten des Rückraumspielers überzeugt. „Ivan ist beweglich, kann werfen und anspielen, aber auch Eins gegen Eins gehen“, benannte Vranjes die Gründe, warum er den 23-Jährigen an die Förde geholt hat. „Ivan ist kräftig, aber er ist kein Monster, er hat eine gute Handballschule genossen.“

Dennoch wird der Neue einige Zeit benötigen. „Ich muss mich erst an die Spielweise der SG gewöhnen“, sagte Horvat, der derzeit noch kein Wort Deutsch spricht. Das soll sich schnell ändern. „Ljubo, Petar Djordjic und Bogdan Radivojevic werden mir helfen“, erzählte der neue Rückraum-Linke.

Auf ihn und die anderen SG-Spieler kommen harte Wochen zu. Am Mittwoch geht es traditionell ins Trainingslager nach Schweden – bis zum 31. Juli. Am Wochenende steht dort – wie in jedem Jahr – die Teilnahme am Beachhandball-Turnier in Ahus an. Danach stehen drei Testspiele gegen Malmö, Kristianstad und den norwegischen Meister Haslum auf dem Terminkalender. Dazwischen wird Kraft und Kondition trainiert. Mit von der Partie sind auch vier SG-Talente, damit die Flensburger in den Testspielen auch genügend Personal zum Wechseln haben.

Die offizielle Saisoneröffnung steigt dann am 19. August traditionell mit dem Jacob-Cement-Cup, der in diesem Jahr mit einem besonderen Leckerbissen aufwartet. Die SG trifft dabei auf den THW Kiel. Der Vorverkauf für die Partie ist bereits gut angelaufen. „Bislang sind schon über 2500 Tickets verkauft“, gab Schmäschke bekannt. Eine Woche später steht dann im DHB-Pokal mit der ersten Runde in Rostock die erste Pflichtaufgabe in der neuen Spielzeit auf dem Terminkalender.

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erstellt am 19.Jul.2016 | 11:29 Uhr

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